Fußball? Abseits!

Ole-ole-ole…!

Nein, mit Fußball habe ich nichts im Sinne. Aus lokalpatriotischer Verbundenheit mit meiner ehemaligen Wahlheimat, habe ich mich mal für die französische Nationalmannschaft begeistern lassen und diese bei ihrem Europa- und Weltmeisterschafts-Doppelsieg bewundert. Allerdings bedurfte es selbst da des Equipe-Tricolore-Fanatismus eines Freundes, um mich zum Fußballgucken anzustacheln.

Kurzum: 22 Herren, die Bällen hinterher hecheln, bringen mein Blut nicht zum Wallen und mich nicht vor den Fernseher.

Um so ärgerlicher finde ich es, wenn sich die parlamentarischen Vertreter (auch) meiner Sache um derlei meinen kümmern zu müssen.
Haben die nichts Besseres zu tun?
Mal ganz abgesehen davon, dass Adrian Schimpf zuzustimmen ist, der darin sozialistische Volksbeglückungs- und Allmachtsfantasien erkennt.

Dass dabei auch eine FDP-”Liberale” mitmischt, bringt meinem lokalen Bundestagsabgeordneten gleich mal die nächste Beschwerde ein.

Ähnliche Beiträge


3 Kommentare zu “Fußball? Abseits!”

  1. 6.03.2006 | 15:37

    Ich würde mein Blut ja gerne in Wallung bringen lassen von 11 deutschen Herren, wenn sie dem Ball hinterherrennen und Weltmeister werden - statt dessen wallt der Lebenssaft aber nur ob der kafkaesken Absurdität der hintersten Hinterbänkler, den Nationaltrainer vor den Sportausschuss zitieren zu wollen.

    Umgekehrt sollte der DFB vielleicht mal die Bundesregierung zu sich zitieren um zu erfragen, wie diese gedenkt, die Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen. Das einzige Wirtschaftsprogramm, dass Merkel & Co. nämlich augenscheinlich verfolgen, ist, Fußball-Weltmeister zu werden und dann darauf zu hoffen, dass die Deutschen in einen kollektiven Glücksrausch fallen, der die Binnenkonjunktur so dermassen auf Hochtouren bringt, dass die 3 % Mehrwertsteuererhebung ein Klacks sein werden.

  2. 6.03.2006 | 16:05

    Ach, das ist doch wieder nur einer der Versuche von Hinterbänklern, in die Zeitung zu kommen. Hat ja auch geklappt. Die Politiker, die wirklich was zu sagen haben, fanden deutliche Worte für diesen Klamauk: “Schnapsidee” (Peter Danckert, Vorsitzender des Sportausschusses), “nicht alle Tassen im Schrank” (Fritz Kuhn).

  3. Loc
    6.03.2006 | 17:25

    Kuhn meinte weiterhin, dann könne man ja gleich die Aufstellung vom Bundestag bestimmen lassen. Selten, dass ich mit dem grünen Fritz einer Meinung bin, aber hier trifft er den Nagel auf den Kopf.

Bad Behavior has blocked 807 access attempts in the last 7 days.