7. März 2006
Heiße Themen deutscher Politik: Wo schläft Herr K.? Was macht Herr K.?
Gestern war ja schon die Rede davon.
Der heutige Artikel in der Netzeitung hat mich dann allerdings endgültig davon überzeugt, dass eine Weltmeisterschaft im eigenen Land auszureichen scheint, unsere Politiker (fast) komplett der Verblödung anheim fallen zu lassen.
Innenminister Schäuble fühlt sich zum Verteidiger dieses Fußballtrainers aufgerufen, irgend so ein CSU-Hansel (aber was erwartet man eigentlich von denen, siehe Glos) meint, demselben Trainer Tipps zur Gestaltung seiner beruflich-privaten Interessensabwägung geben zu müssen. Soze Wiefelspütz wiefelspützt herum…
Und die “Liberalen”? Springen sie auf und rufen sie: Was geht Fußball den Staat und seine Diener an?
Nein. Sie mischen mit im Kasperletheater:
Auch der FDP-Sportexperte Detlef Parr forderte eine dauerhafte Anwesenheit des Bundestrainers in Deutschland bis zur WM. «Es sind noch drei Monate bis zum Start. Das Länderspiel gegen Italien muss verarbeitet werden. Da gehört Jürgen Klinsmann mit seiner ganzen Autorität nach Deutschland», sagte der FDP-Obmann im Sportausschuss des Bundestages. Das permanente Hin- und Herreisen Klinsmanns zwischen Deutschland und den USA sei unverständlich.
Unverständlich ist mir, was es den FDP-Typen angeht, wie ein DFP-Angestellter seine Arbeit organisiert. Oder habe ich nur nicht mitbekommen, dass der Sport verstaatlicht und unter parlamentarische Kontrolle gestellt wurde?
Es ist wirklich bitter zuzugeben, aber: Die einzigen vernünftigen Stimmen kommen laut Netzeitung von Grünen und (wie gestern schon von Rayson zitiert) auch von der SPD.
Manchmal weiß ich wirklich nicht mehr, wozu ich noch wählen gehe. Wenn ich diese Trauergestalten sehe, die sich populistisch um jedes blöde (entschuldige, Rayson!) Thema reißen…
Verfasst von Boche um 16:15 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Politik (Trackback)