Grenzen des Wachstums als Diagnoseproblem

Über den PSD Blog bin ich auf ein paar interessante Artikel gestoßen. Im Kern geht es darum, dass zur Erleichterung von Wachstum in sich entwickelnden Ländern nicht ein durch Glaubenssätze diktierter Allerweltsansatz gewählt werden sollte, sondern dass es darauf ankommt, für jedes Land sozusagen den jeweiligen Wachstumsengpass zu finden.

Das scheint mir als solche Herangehensweisen gewohnter Auch-Betriebswirt ein interessanter Ansatz in der Lücke zwischen Sachs’ Modell für die ärmsten Länder und den Empfehlungen für die Industrieländer zu sein. Vielleicht äußert sich ja irgendwann ein ökonomisches Schwergewicht (no pun intended…) unter den liberalen Bloggern dazu.

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3 Kommentare zu “Grenzen des Wachstums als Diagnoseproblem”

  1. 13.03.2006 | 22:48

    Ach so PSD, nicht PDS… Wobei wir ja tendenziell auch gleich den Ansatz für unseren Wachstumsengpaß identifiziert hätten.

  2. Rayson
    13.03.2006 | 22:55

    Habe ich erwähnt, dass es nur um die relevanten Wachstumsengpässe geht?

  3. 14.03.2006 | 8:55

    Ich bin zwar vielleicht kein ökonomisches Schwergewicht, aber ich sehe es so, dass es wohl tatsächlich so ist, dass es von Land zu Land unterschiedliche Wachstumsengpässe gibt, die sich teilweise bereits durch Geographie und Klima ergeben.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass die beste Politik für die armen Länder* darin besteht, ihnen ein vernünftiges Gerüst an sozio-ökonomischen Institutionen zu geben. Dazu gehören vor allem Vertragsfreiheit, rule of law und property rights, aber auch ‘good governance’.

    Bsp.: Die Weltbank hat in einer Studie Ende letzten Jahres ermittelt, dass sich 57 Prozent des intangiblen Kapitals über die Vertragsfreiheit erklären lassen. Mit anderen Worten: Länder mit Vertragsfreiheit waren wesentlich besser in der Lage, einen Kapitalstock aufzubauen und Wohlstand zu schaffen. Ähnliches sagen auch die entsprechenden Indizes zur wirtschaftlichen Freiheit aus.

    Insofern denke ich, dass es durchaus lokal unterschiedliche Wachstumsengpässe gibt, aber eben darüber hinaus auch viele Voraussetzungen für Wachstum, die global gelten.

    * Sprechen wir doch nicht immer von “Entwicklungsländern”. Viele von ihnen entwickeln sich leider kaum oder gar nicht. Auf der anderen Seite gibt es viele “entwickelte Länder”, die aber nicht ein für allemal entwickelt sind, sondern sich immer noch weiterentwickeln. Welches Land ist dann ein Entwicklungsland? “Entwicklungsländer” ist ein oft beschönigender, politisch-korrekter Begriff. Nenn wir die Dinge lieber beim Namen: Arme und reiche Länder.

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