23. März 2006
“Global Player” - a German Expression?
Bei Siemens wurden einige Vorstandsposten ausgetauscht. Recht des Anteilseigners, also was geht es mich an. Im Grunde nichts, aber…
Der neue Finanzvorstand heißt Joe Kaeser. Yeah, werden da meine globalisierten Leser nicken, wieder einer dieser ungeheuer dynamischen Nachkommen deutscher Einwanderer. Daran ist leider nur das Wort “deutsch” richtig, denn der Herr Joseph Käser hat sich offensichtlich in den USA, in die er für seinen Mutterkonzern entsandt wurde, entschlossen, dem German Ballast “farewell” zu sagen und sich businesstechnisch richtig zu positionieren.
Naive Menschen wie ich fragen sich da doch glatt: Wenn dieser Mensch schon keine Skrupel hat, seinen Namen Moden zu unterwerfen, welchen Schwachsinn aus der vulgär-betriebswirtschaftlichen Welt von Harvard und McKinsey macht der noch bedenkenlos mit, um sich mit den Insignien geliehener Macht auszustatten?
Liebe Angela, wenn es für dich noch eines Beweises bedurft hätte, der Liebedienerei deiner Möchtegernkonkurrenten Schröder und Stoiber besser nicht zu folgen, dann nimm diese kleine Geschichte als solchen. Und denk drüber nach, wer sich warum für unmäßige Patentierungen weltweit einsetzt. Und, Edmund, auch wenn es dir widerstrebt: Vergiss Siemens.
Verfasst von Rayson um 00:16 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)