26. März 2006
Landtagswahlergebnisse - Freude und Beunruhigung
Die ersten Prognosen der Langtagswahlen sind raus - und sie sind so eindeutig, dass ich hier schonmal das schreiben kann, was mir wichtig ist:
1. Ich freue mich sehr darüber, dass es endlich mal wieder Landtagswahlen gegeben hat, die von den Spindoktoren und Journalisten nicht zu “kleinen Bundestagswahlen” hoch geschraubt werden konnten. Die Wählerinnen und Wähler haben offenbar landestypisch gewählt - und so soll das bei Landtagswahlen auch sein.
2. Die Wahlbeteiligung war wohl durchgängig sehr niedrig. Das Fachblatt für Anti-Amerikanismus titelte heute nachmittag kurzfristig “Wahlbeteiligung auf USA-Niveau” (oder so ähnlich). Das ist natürlich die größte Ohrfeige, die der SpOn zu vergeben hat. Ein schlauer Politikwissenschaftler hat gerade im DLF die geringe Wahlbeteiligung darauf zurück geführt, dass wegen der in Berlin regierenden großen Koalition ein Wahlanreiz weg gefallen sei. Kann sein; das würde meinem Punkt 1 widersprechen. Es könnte aber auch sein, dass die Leute mit den bisherigen Regierungen zufrieden waren. Dann wäre es ja gut. Aber: Alternativlosikeit wäre auch eine Möglichkeit. Und das beunruhigt mich etwas: Wie tief soll die Wahlbeteiligung denn noch sinken, bis die Parteien merken, dass sie offenbar an einem Großteil des Wahlvolkes vorbei agieren?
Übrigens: Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege, aber meines Wissens ist die Wahlbeteiligung in den USA seit Jahrzehnten gleichbleibend niedriger als bei uns, während sie bei uns flächendeckend sinkt. Nur mal so…
Verfasst von Marian Wirth um 18:25 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)