4. April 2006
Neue bzw. alte Freundschaften: Linke und Mörder, Hand in Hand
Ich gestehe, ich habe sie ein wenig aus dem Blick verloren, seit ich mit ihnen immer weniger inhaltliche Schnittmengen finde - die Linken und Antiglobalisierer um attac und Konsorten.
Um so mehr erschreckt mich dann hin und wieder, wenn ich sehe, was aus ihnen wird.
Die Akzeptanz des sich immer mehr als Linksnazi gebärdenden Lafontaines und die Vereinigung mit der Ex-SED kann ich mit viel gutem Willen als Sehnsucht erkennen, endlich Wählerstimmen im wahrnehmbaren Bereich zu erlangen. Dafür geht man eben auch mal einen Pakt mit dem fremdenfeindlichen oder diktaturverherrlichenden Teufel ein.
Aber dass man nun mit Mördern wie der Hamas gemeinsame Sache macht, deren offen ausgesprochene Verweigerung des Existenzrechts Israels akzeptiert und ernsthaft über die Einladung der Tochter Saddams nachdenkt, geht über mein wohlwollendes Verständnis hinaus.
Die Linke an ihren “antiimperialistischen”, globalisierungsfeindlichen Rändern scheint moralisch völlig zu verkommen. Das Weiterkämpfen gegen die alten Feinde - USA und “Zionisten” - scheint wichtiger zu sein als die Sorgfalt bei der Wahl der Verbündeten.
Paradox - in dem Moment, in dem die USA zu überlegen beginnen, dass es falsch gewesen sein könnte, sich aus strategischen Gründen noch mit dem hässlichsten Massenmörder zu verbünden, passiert auf der Seite ihrer Feinde genau das Gegenteil.
Wobei - neu ist das ja keineswegs. Wessen Namen riefen in den sechzigern die “progressiven” Studenten? Den eines der brutalsten Massenmörders der Geschichte.
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Gefunden über Lizas Welt
Verfasst von Boche um 10:18 Uhr in der Kategorie International, Politik (Trackback)