10. April 2006
Kaiserlautern-Fan wird neuer SPD-Vorsitzender
Der SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck ist „auf ärztlichen Rat” von diesem Amt zurückgetreten. „Ich mußte in den letzten Tagen die bisher schwierigste Entscheidung meines Lebens treffen”, sagte Platzeck am Montag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Berlin. Er stand somit nur für 146 Tage an der SPD-Spitze. Den Parteivorsitz übernimmt nun Kurt Beck. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und bisher stellvertretende Parteivorsitzende kündigte an, er werde das Amt zunächst kommissarisch übernehmen und auf einem außerordentlichen SPD-Parteitag Ende Mai für den Vorsitz kandidieren.
„Ich mußte zum Jahreswechsel erste gesundheitliche Einschränkungen hinnehmen”, sagte Platzeck. Schon damals habe er einen ersten Hörsturz erlitten, ihn aber zunächst nicht ernst genommen. Am 1. Februar folgte laut Platzeck ein Kreislauf- und Nervenzusammenbruch. Am 29. März kam es zu einem zweiten Hörsturz „mit erheblichem Verlust des Hörvermögens”.
(Quelle)
Ich wünsche Matthias Platzeck gute Besserung und vollständige Genesung. Ich fand ihn im Vergleich zu Franz Müntefering sehr angenehm. Apropos Münte:Wie ich gerade im DLF erfahren habe, soll er über Platzeck gesagt haben, dieser zeige “Führungsstärke auf Kreisliganiveau”. Da ich die Journalisten beim DLF für integer halte, unterstelle ich mal, dass das Zitat korrekt wiedergegeben wurde. Wer braucht noch politische Gegner, wenn er solche Parteifreunde hat?
Wie ich diesem FAZ-Artikel entnehme, ist der designierte SPD-Vorsitzende Kurt Beck Stammgast beim 1. FC Kaiserslautern. Das passt.
Platzeck hat die SPD-Mitglieder aufgefordert, sich “eng um Kurt Beck zu scharen”. Tut mir leid, dass ich dieser Aufforderung nicht nachkommen kann. Mein Parteisoldatentum ist insoweit doch sehr begrenzt.
Wenn das mit der SPD so weiter geht, dann ist nicht die Frage, ob sie zusammenbricht, sondern wo die Trümmer hinfallen.
Verfasst von Marian Wirth um 13:05 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Politik (Trackback)