16. Mai 2006
Ein Erzbischof in Sorge
Jerusalem ist so etwas wie die Welthauptstadt der großen Religionen. Demzufolge sitzt dort auch ein Erzbischof. Und dieser Erzbischof, Michel Sabbah heißt er, macht sich Sorgen ums palästinensische Volk. Radio Vatikan verbreitet diese Sorgen in die Welt.
Der lateinische Patriarch in Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah, hat den Stopp der internationalen Palästina-Hilfe kritisiert. … Man dürfe “nicht ein Volk fertigmachen um ein Regime fertigzumachen”.
Quelle: (1)
So weit so gut. Er fordert also unser Geld für die Unterstützung der Palästinenser, die sich gerade eine totalitäre, dem Terror zugeneigte Regierung gewählt haben. Seine Begründung ist eine formalistische:
Die Hamas-Regierung habe die international geforderten Wahlen gewonnen habe. Zudem habe die internationale Gemeinschaft auch die Regeln für diese Wahlen festgelegt.
Quelle: (1)
Das könnte man vielleicht noch als Grund gelten lassen, die Hamas als legitime Regierung der Palästinenser zu akzeptieren (ob das für Letztere eine schmeichelhafte und zum Zwecke der Eintreibung von Spendengeld werbewirksame Feststellung ist?).
Aber warum sollte das ein Grund sein, über die sowieso geleistete UN-Nothilfe hinaus Geld in dieses Gebiet zu pumpen?
Dem Erzbischof fällt auch darauf eine Antwort ein:
Die Hilfen seien eine “Verpflichtung”, weil die Palästinenser seit mehr als 50 Jahren unterdrückt würden. Die internationale Gemeinschaft habe dieser Unterdrückung aktiv oder stillschweigend zugestimmt.
Quelle: (1)
Lieber guter Patriarch, bitte schauen Sie doch einfach mal in ein beliebiges (vielleicht nicht gerade von der Hamas redigiertes) Geschichtsbuch. Was finden wir dort?
Die Unwilligkeit der arabischen Nachbarn Israels zur friedlichen Koexistenz. Seit 50 Jahren Versuche der Vernichtung der jüdischen Staatlichkeit. Geht man ein wenig weiter zurück, findet man sogar die enge, auf Judenvernichtung ausgerichtete Zusammenarbeit der (heutigen) Palästinenser mit Hitler.
Wenn Sie also die Palästinenser als unterdrückt ansehen, dann können Sie eigentlich nur die Unterdrückung durch die arabischen “Brüder” und die eigenen, korrupten und kriegstreiberischen Führer meinen.
Jetzt wurden genau diese Führer demokratisch bestätigt. Das soll tatsächlich ein Grund sein, diese genauso mörderische wie auch selbstmörderische Quasi-Staatlichkeit mit Finanzmitteln zu unterstützen? Oder geht es Ihnen letztlich vielleicht doch nur um das Ende der “Besatzung” im Hamas-Sinne?
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Quelle: (1) Radio Vatican
Verfasst von Boche um 14:29 Uhr in der Kategorie International, Politik (Trackback)