Lügner und Abzocker

Marian hat den Fokus auf einen jungen, wilden SPD-Linken gesetzt, der heute für das Steuererhöhen sein sozial gerechtes Patschehändchen heben wird.

Da mich das Thema auch nicht kalt lässt, ich von Sozialdemokraten aber sowieso nichts mehr erwarte, will ich den Skandal auch noch mit meinem Fazit kommentieren. Und der ist recht kurz und bündig:

Wahlbetrüger (SPD: “Merkelsteuer - das wird teuer”, Union: “Steuererhöhung komplett in Senkung der Lohnnebenkosten”) und Verschwender nehmen uns noch mehr Geld weg, als bisher schon.

Ein Grund, sich mehr als sonst aufzuregen, ist das bei genauerer Betrachtung längst nicht mehr.
Die Sozen haben unverschämt gelogen, die Schwarzen nur ein klein wenig verschämter. Und beide schröpfen lieber ihre Arbeitgeber (Wer, außer unseren demokratisch gewählten Schmarotzern kann das schon?) als ihre Arbeit zu tun, und für langfristigen Wohlstand zu sorgen.

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10 Kommentare zu “Lügner und Abzocker”

  1. 19.05.2006 | 14:13

    Ich wäre ja schon zufrieden, wenn sie uns nicht länger an der Arbeit am langfristigen Wohlstand hinderten … ;-)

  2. Boche
    19.05.2006 | 15:56

    Das wäre ihre Aufgabe.

  3. 19.05.2006 | 16:27

    Man kann zwar feststellen, dass CDU und SPD gelogen haben, aber kann man ihnen das auch zum Vorwurf machen? So läuft nun mal das Spiel und wir, das Volk, als diejenigen, die die Regeln bestimmen, lassen es zu.

    Leider befinden sich die meisten in einer Verweigerungshaltung nach dem Motto “die da oben machen sowieso, was sie wollen, und wir da unten werden nur abgezockt” und sind in dieser trotzigen Haltung indifferent zwischen Wahrheit, Halbwahrheit und Lüge.

  4. Boche
    19.05.2006 | 16:33

    Dirk

    So lange ich ebenfalls zum Volk gehöre, kann ich ihnen das sehr wohl zum Vorwurf machen.

    Die erwähnte Verweigerungshaltung macht Änderungen am traurigen Zustand tatsächlich schwierig. Allerdings prophezeie ich, dass sich viele aufraffen werden, wenn die Lage noch miserabler wird. Woran die Damen und Herren Großkoalitionäre ja fleißig arbeiten.

  5. 19.05.2006 | 17:45

    Man kann es kritisieren, ja, aber daraus einen Vorwurf zu machen ist zwecklos. Genauso wie Unternehmen vorzuwerfen nur Profite im Auge zu haben. Okay, nicht ganz, denn ein Gesetz beinhaltet immer noch die Anwendung von Gewalt. Aber davon abgesehen ist es dasselbe.

    Die Verantwortung für eine Sache haben immer diejenigen, die ein Interesse daran haben. Die Politiker haben kein (unmittelbares) Interesse an einer ehrlichen Politik. Also liegt die Verantwortung beim Volk. Das sind die Regeln des Spiels.

  6. 19.05.2006 | 18:04

    [...] Weitere Kommentare: Oliver Luksic Antibuerokratieteam Bissige Liberale [...]

  7. 19.05.2006 | 19:42

    @Dirk

    Der Unterschied zwischen Kritik und Vorwurf ist mir nicht ganz klar.

    Den Unterschied zwischen dem Angebot am Markt und dem aufgezwungenen “Angebot” im Staat ist mir dagegen deutlich klarer und ich halte ihn für nicht so gering wie du es anscheinend tust.

  8. 19.05.2006 | 22:18

    Ginge es nach euch, würde also die Mehrwertsteuer nicht erhöht. Erstens, weil Liberale natürlich nie ein Wahlversprechen brechen und zweitens, weil der verschwenderische Staat allein und ganz allein aus eigener Kraft, sprich Sparmaßnahmen, alles auch völlig anderes regeln könnte. Nee, is klar.

    Vielleicht wird das ja mal kommen: Die freie, befreite “Gesellschaft”, die eher euren Wünschen entspricht, (sagen wir in 3-5000 Jahren) ist durch Einsicht der Völker der EU entstanden und siecht stabil vor sich hin. Dann, aber auch nur dann, werdet ihr euch in diesem Land vielleicht auch mal wohlfühlen.

    Bis dahin muss ich leider mit der Angst leben, dass die Kräfte des freien Marktes wirklich obsiegen. Aber bis dahin halt ich es vielleicht doch noch aus.

  9. 19.05.2006 | 23:17

    Apollon, da begibst du dich lieber in die treusorgenden Hände Anderer, nicht wahr? Mach doch bitte keinen Zirkus, wenn wir mal sagen, dass uns ein Staatsanteil von ca. 50% eigentlich mehr als genug ist. “Freier Markt”, dazu bedarf es viel mehr als nur des Verzichts auf eine Mehrwertsteuererhöhung. Ein vollkommen freier Markt ist keine realistische Perspektive, weder hier noch in den USA mit ca. einem Drittel Staatsanteil, und wird und wurde von uns nie vertreten. Wenn du das als Gegenbild brauchst, musst du libertäre Blogs besuchen.

    Aber vielleicht findest du die vielen Unternehmenssubventionen ja wirklich toll. Was sind schon Märkte gegen einen fürsorgenden und vor allem allwissenden Staat. Komisch - wenn wir uns die Nasen in Berlin anschauen, dann macht keiner den Eindruck eines Supermanns, aber nur weil sie die Macht haben, sollen sie auch über höhere Einsicht verfügen?

    Und was die Wahlversprechen betrifft: Wir haben hier nun die einmalige Situation, dass beide an der Regierung befindliche Parteien für ein bestimmtes Problem eine Lösung gefunden haben, die für beide den Bruch eines Wahlversprechens bedeutet. Und nicht etwa, um dem Anderen in seinem Versprechen entgegenzukommen, nein, beide satteln fröhlich einen oben drauf und finden das auf einmal toll.

    Aber die Rente ist sicher…

  10. 20.05.2006 | 0:03

    @Boche

    Vielleicht existiert der Unterschied zwischen “kritisieren” und “vorwerfen” nur in meinem ganz privaten (Eigentum!) Sprachgefühl. Ich verstehe unter “kritisieren” das deutlich machen einer ablehnenden Haltung im Sinne von “ich würde es anders machen” oder “mir wäre lieber…”. Ein Vorwurf dagegen ist richtig abwertend. (”Ich finde es verwerflich, dass…”).

    Den Unterschied zwischen Zwang und Gewalt durch den Staat und privater Initiative der Unternehmen sehe ich auch sehr klar (und vermisse ihn in öffentlichen Diskussionen wahnsinnig). Das ist auch ein ethisches Argument, aber von Politikern zu fordern “Ihr müsst euch bewusst sein, dass ihr Gewalt ausübt und deswegen moralisch handeln, auch wenn es gegen eure eigenen Interessen verstösst” ist etwas dünn. Das wird nicht funktionieren. Schon gar nicht, so lange uns als Volk nicht die Gewalttätigkeit des Staates bewusst ist und wir noch so lächerliche gewalttätige Freiheitseinschränkungen wie Ladenöffnungszeiten oder Pfandpflicht akzeptieren.

    (Ich ärgere mich wahnsinnig, wenn ich als jemand, der sich kein Auto leisten kann, nicht nur Getränke mit dem Fahrrad einkaufen muss, sondern am Lenker zwei Plastiktüten voller leerer Pfandflaschen schwanken habe, die zurückgebracht werden wollen. Pfandgesetz - Du bist Deutschland)

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