Verlässlich

In einer sich schnell wandelnden Welt ist es wichtig, verlässliche Orientierungsmarken zu haben. Zum Beispiel den DGB: Er offenbarte auf seinem Bundeskongress nicht nur sein überlegenes Demokratie-, sondern auch sein ebenso solides Ökonomieverständnis. Das heißt, auch zukünftig wird man, wenn man nach sinnvollen demokratischen und ökonomischen Institutionen suchen sollte, gut damit fahren, das Gegenteil von Praxis und Empfehlungen des DGB in Betracht zu ziehen.

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2 Kommentare zu “Verlässlich”

  1. 25.05.2006 | 19:53

    Immerhin zeigt die Kampfabstimmung Ursula Engelen-Kefer vs. Ingrid Sehrbrock, dass demokratische Abstimmungen auch bei einem DGB-Bundeskongress möglich sind (nicht nur das Durchwinken der Kandidaten). Dass die Delegierten Angela Merkels Rede gestört haben, lässt mich eher auf mangelhaftes Benehmen und eine gewisse Beratungsresistenz der Funktionäre und Delegierten schließen. Denn wenn sie schon bei dieser relativ zurückhaltenden Rede lautstark protestieren, ist eigentlich jegliche Überzeugungsarbeit sinnlos. Eigentlich sind die Probleme viel drängender und schwerwiegender, als Bundeskanzlerin Merkel sie momentan anspricht.

  2. 25.05.2006 | 19:59

    Das wäre ja noch schöner, wenn die “Kampfabstimmung” verhindert worden wäre. Aber die Art und Weise, wie nach der Bekanntgabe ihrer Kandidatur gegen Engelen-Kefer “von oben” Stimmung gemacht wurde, war alles andere als vorbildlich. Letztendlich waren die Abstimmungen auf dem Kongress so demokratisch wie bei Parteitagen - also so gut wie nicht.

    Wenn ich das Demokratieverständnis kritisiere, denke ich aber auch an solche Dinge wie den SAP-Betriebsrat.

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