Spörl, Aust, Bednarz. Oder: Wie man einen Antisemiten auch interviewen kann.

Reisen entspannt.

So brachte es meine Abwesenheit mit sich, dass mir etwas Spannendes entging. Nämlich das SPIEGEL-Interview mit dem Knallkopf aus Teheran, dem die Chef-Mullahs erlauben, sich Präsident zu nennen.

Mit den Herren Spörl, Aust und Bednarz hat der SPIEGEL nun wirklich einiges aufgeboten, was an Hochkarätigem zu finden war.

Und trotzdem reicht es nur zu einer journalistischen Bankrotterklärung, zu peinlich-harmlosem Gestammel. Die drei lassen sich das Butter vom Brot nehmen, beantworten gelegentlich mehr Fragen als sie stellen und geraten gar unter Rechtfertigungsdruck.
Dabei verpassen sie es, den offensichtlich ideologisch Verwirrten mit Argumenten und Fakten in die Enge zu treiben.

Alan Poseners Kritik habe ich da schlicht nichts mehr hinzuzufügen.

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Gefunden bei “Freie Gedanken”

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4 Kommentare zu “Spörl, Aust, Bednarz. Oder: Wie man einen Antisemiten auch interviewen kann.”

  1. Marian Wirth
    7.06.2006 | 16:10

    Ich würde gerne mal lesen, was heraus kommt, wenn Du den Herrn interviewen würdest ;-).

  2. Boche
    7.06.2006 | 16:12

    Die Ironie ist mir nicht entgangen, lieber Marian. ;-)

    Ich wette, du tippst auf eine ordentliche Handgreiflichkeit?

  3. Marian Wirth
    7.06.2006 | 16:26

    Nee, das war nicht ironisch gemeint. Das Emoticon hat sich da so eingeschlichen, weil ich mir am Ende dann doch vorgestellt habe, wie das konkret aussehen soll. Beide hinter Panzerglas wäre da schonmal eine gute Maßnahme.

    Ich denke nicht, dass man mit Seiner Exzellenz überhaupt ein sinnvolles Interview führen kann. Auf Deine Fragen hätte er sich sicher auch was einfallen lassen.

    Gab es überhaupt einen nachvollziehbaren Grund, ihn zu interviewen? Mir fällt da nur einer ein: Gewinnmaximierung. Ein weiteres Indiz dafür, dass DER SPIEGEL und SpOn nicht links sind, sondern neoliberal ;-).

  4. Boche
    7.06.2006 | 17:08

    Gab es überhaupt einen nachvollziehbaren Grund, ihn zu interviewen?

    Nun ja. Neben dem Gewinnmotiv (es lebe hoch!) gäbe es da noch die journalistische Pflicht zur Reportage dessen, was ist. Nur sollte man dies dann eben nicht so veranstalten, dass man hinterher selbst als Würstchen erscheint.

    Ob ich persönlich den Würstchen-Effekt hätte vermeiden können, bezweifle ich. Ich heiße aber auch nicht Austspörlbednarz und bin nur der Haudraufbissige vom Dienst.
    ;-)

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