10. Juni 2006
Merkel für Kinder - Staatsverschuldung einfach erklärt
Also, langsam beschleicht mich das Gefühl, dass die Internetpräsenz der Bundeskanzlerin von einem Autorenkollektiv, bestehend aus Wiglaf Droste, Pete Doherty und Johannes Heesters, gekapert worden ist. Oder ist das folgende ernst gemeint?
Besonders interessant ist das Kapitel Staatshaushalt:
(…)
Wer es gut macht, teilt sich sein Geld so ein, dass es reicht, bis wieder neues kommt. Wer es sehr gut kann, wird immer ein bisschen sparen.
Wer es schlecht macht, dem flutscht das Geld nur so durch die Finger. Wer schlecht haushaltet, wird eher früher als später in große Schwierigkeiten kommen.
Beim Staat ist es etwas komplizierter als zu Hause
Geht man davon aus, müsste man wohl sagen, dass der Staat eher schlecht mit seinem Geld umgeht. Denn er macht regelmäßig Schulden. Staatsschulden eben. Nun ist die Sache im Falle eines Staates allerdings etwas komplizierter als zu Hause oder in einem kleinem Betrieb.
Das beginnt schon mit der Frage, ob man denn wirklich sagen kann, dass der Staat eigenes Geld besitzt. Denn wer ist das denn, der Staat? Und wer bestimmt, wofür wie viel Geld ausgegeben werden soll?
Ein Kindergarten oder lieber eine Autobahn?
Der Staat, das sind wir alle. Und das Geld des Staates kommt von uns, weil wir Steuern zahlen. Es ist also unser Geld, das wir den staatlichen Verwaltungen und Behörden überlassen. Die bauen davon Straßen, Kindergärten oder Krankenhäuser.
(…)
Verfasst von Marian Wirth um 10:31 Uhr in der Kategorie Politik, Sprache, Wirtschaftspolitik (Trackback)