Fußball als Gefährdung islamischer Moral

Bewohner Mogadischus sagten, die Milizen seien am Freitag auf einen Platz vorgerückt, auf dem Fußballfans auf mehreren Fernsehern gemeinsam das WM-Eröffnungsspiel Deutschland gegen Costa Rica verfolgen wollten. Sie hätten die Fernseher abgestellt und die Menge vertrieben.

(Quelle)

Somalische Islamisten sind offenbar gegen alles, was Spaß macht. Und warum?

Die Leiter der einflußreichen islamischen Gerichte Mogadischus lehnen Filme aus dem Westen und aus Indien ab, weil diese ihrer Ansicht nach die Moral im größtenteils von Moslems bewohnten Somalia gefährden.

Kann vielleicht mal jemand dem iranischen Vizepräsidenten Mohammed Aliabadi schonend beibringen, dass bei dem Spiel heute nachmittag, zu dem er extra angereist ist, auch leicht bekleidete Mexikanerinnen (ohne Kopftuch!) anwesend sein werden, deren Anblick seine Moral gefährden könnte?

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3 Kommentare zu “Fußball als Gefährdung islamischer Moral”

  1. 11.06.2006 | 17:24

    Na ja, bei der iranischen Regierung ist die Sache ja nicht so einfach. Unser Lieblings-Holocaustleugner will ja zum Beispiel auch Frauen zu Fußballspielen lassen, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Ob er deswegen weniger schlimm ist als die Mullahs selbst? Ich fürchte kaum, eher glaube ich, dass diese Variante des Islamismus gefährlicher sein könnte, weil sie nicht so schnell an Attraktivität verliert wie ein System von Mullah-Spaßbremsen mit versteinerten Gesichtern.

  2. 11.06.2006 | 20:07

    Mit das Schlimmste am Verhalten der Islamisten ist die doppelte Moral, mit der sie einerseits als Wesen männlichen Geschlechts weitreichende Freiheiten geniessen, die sie andererseits ihren Partnerinnen notfalls aber mit Gewalt verweigern.

  3. 12.06.2006 | 17:38

    Den extremen Muslimen muß man nicht erklären, daß sie hierzulande auf leicht bekleidete Fußball-Anhängerinnen treffen werden. Genau deswegen finden sie ja unsere Gesellschaftsform so verwerflich.

    Aber man darf auch nicht den Fehler machen, nun alle Muslime in einen Topf zu werfen. Während es bspw. Frauen in Suadi-Arabien strikt verboten ist, das Haus auch nur ohne einen männlichen Verwandten zu verlassen, ist dies in Syrien, dem Libanon oder Persien völlig akzeptiert. In diesem Zusammenhang muß man den Vorstoß des Iranischen Minsterpräsidenten, Frauen in Stadien zuzulassen, verstehen. In Saudi-Arabien wäre alleine der Gedanke daran unannehmbar. Der Vorschlag des Präsidenten endete am Veto sehr konservativer Mullahs in den eigenen Reihen.

    Und was die Somalis angeht - das steht alles noch auf einem ganz anderen Blatt. Dieses Land tendiert von einer einstmals freien, toleranten muslimischen Gesellschaft unter dem Einfluß der Sudis in die extremisitsche Ecke. da gibt es fast schon keinen Unterschied mehr - nur daß die Suadis mit viel geld ihr Image im Westen besser polieren können. Besser sind die aber auch nicht.

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