16. Juni 2006
Splitting - Wurfanreiz oder steuersystematische Konsequenz?
Wir hätten drauf wetten können, dass das Ehegattensplitting irgendwann sturmreif geschossen wird. Auch die Begründung der CDU für die Abschussfreigabe lag auf der Hand: dem FührerKanzler werden zu wenig Kinder geschenkt.
Für Steuerlaien sei es hier erklärt, was das Ehegattensplitting eigentlich macht: Es legt die steuerliche Progressionszone so fest, als ob das gemeinsame Einkommen zu gleichen Teilen von beiden Ehepartnern erbracht wird, ungeachtet der tatsächlichen Verteilung. Aus der Vermeidung der aufgrund der Progression entstehenden zwangsläufigen Benachteiligung von Ehen, bei denen die beiden Partner ungleich zum gemeinsamen Einkommen beitragen, eine “Bevorzugung der Alleinverdiener-Ehe” zu basteln, wie sich der “familienpolitische” Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag nicht entblödet zu behaupten, dazu bedarf es schon einer grundsoliden sozialistischen Einstellung: “All your income are belong tu us!”
Unser lieber Staat setzt uns, weil er anderes nicht gelernt hat und auch nichts anderes beherrscht, die Pistole auf die Brust: Werft oder zahlt. Neudeutsch auch: “Familiensplitting“. Danke, SPDCDU!
Verfasst von Rayson um 21:27 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)