18. Juni 2006
Danke, Ghana!
War mein Afrikameter gestern noch ziemlich weit unten, schöpfe ich heute wieder Hoffnung. Dennoch, ich muss von “L’Afrique, mon amour” noch immer nicht abgehen: Die afrikanischen Mannschaften schwanken zwischen unter- und überirdisch. Wenn sie inspiriert werden, dann leisten sie Grandioses. Wenn es um Graubrot geht, Grottenschlechtes. Wie sympathisch menschlich, also auch: wie ineffektiv.
Ein zum Glück frei einsehbarer FAZ-Artikel am Tag meiner schmerzvollen Liebeserklärung an Afrika bringt viele Dinge auf den Punkt.
Und natürlich hat MomoRules Recht: Afrika hat uns auch viel zu geben. Wir tun diesem großartigen Kontinent, der Wiege der Menschheit, wirklich großes Unrecht, ihn dauerhaft in der Rolle des Bittstellers zu sehen. Austausch ist es, der uns weiterbringt. Austausch von Menschen und von Waren wie Dienstleistungen - darf ich an dieser Stelle Hayeks “Katallaxie” ins Spiel(!) bringen?
Ist das vielleicht ein Teil der Tragik? Dass (nicht zuletzt von einem begeisterten deutschen Publikum) inspirierte Afrikaner Großes zu leisten vermögen, wenn sie nicht von ihren eigenen korrupten Funktionären behindert werden und wenn faire Wettbewerbsbedingungen herrschen? Ich bleibe dabei: Wir müssen den Weg von Jeffrey Sachs zumindest einmal ausprobieren. Es ist nicht der ideale Weg, aber ein gangbarer.
Verfasst von Rayson um 01:03 Uhr in der Kategorie International, Politik, Steckenpferde der Autoren (Trackback)