19. Juni 2006
Gleichberechtigung
Den Titel mit der “ewigen Wiederkehr” habe ich heute leider schon verbraucht…
Die britische Sportministerin Jowell entblödet sich nicht, für Männer und Frauen in Wimbledon das gleiche Preisgeld zu fordern. Das ist schon deshalb Nonsens, weil Tennis und Damentennis, wie Boris Becker schon richtig bemerkt hat, zwei unterschiedliche Sportarten sind. Oder welche Frau aus den Top 20 kann so etwas wie Serve-and-volley spielen?
Aber sehen wir das Ganze nüchterner und gehen wir, gewerkschaftlich korrekt, nach der Arbeitszeit: Die Herren spielen von Anfang an “Best of five”, stehen also mindestens 50% länger auf dem Platz (meist mehr, weil die Leistungsdichte größer ist), beziehen aber nur ein 4,8% höheres Preisgeld.
Die gerechte Lösung wäre also entweder eine Kürzung des Damenpreisgelds oder eine entsprechende Erhöhung bei den Herren. Wir könnten natürlich auch nach dem Nutzen für den Zuschauer gehen, aber da wären wir wieder bei den unterschiedlichen Sportarten: Tennis oder Modelposing.
Verfasst von Rayson um 20:13 Uhr in der Kategorie Politik, Steckenpferde der Autoren (Trackback)