24. Juni 2006
Weibliche Priester
Die Unkenntnis dessen, was unter “apostolischer Sukzession” zu verstehen ist, veranlasst katholische Feministinnen immer wieder dazu, “Priesterinnenweihen” durchzuführen.
Das mag ja ein nettes Instrument des Protestes sein, es bringt aber sonst nichts. Auch die sogenannten “Vagantenbischöfe” können daran nichts ändern. Solche Weihen sind dort, wo sie angeblich etwas bewirken sollen, einfach nur ungültig, und wer diesen Weg geht, stellt sich bewusst außerhalb seiner Glaubensgemeinschaft.
Nichtsdestotrotz ist die Frage, wer Priester und wer Bischof sein darf, für christliche Kirchen, die sich in der Tradition der Urkirche sehen, zu Recht ein Dauerbrenner. Die weltweite anglikanische Kirche droht gerade daran zu zerbrechen. Showeinlagen sind bei solchen Debatten, die wirklich ernsthaft geführt werden müssen, wenig hilfreich. Es geht hier nicht um Feminismus, sondern um komplexere Glaubensfragen. Es gibt Kirchen wie die meine, die sich dieser Diskussion gestellt und letztendlich trotz aller Bauchschmerzen, die Ökumene betreffend, sich dazu entschlossen haben, Frauen den Weg frei zu machen. Aber es bleibt bzw. wurde dadurch ein sensibles Thema. Die Showeinlagen à la Schweiz sind dabei wenig hilfreich.
Verfasst von Rayson um 21:36 Uhr in der Kategorie Steckenpferde der Autoren (Trackback)