Hakenkreuze

In Malmö, Schweden, demonstrierten am Sonntag Palästinenser gegen den Krieg im Libanon - und trugen dabei Plakate mit Hakenkreuzen. (Das Hakenkreuz ist als Symbol in Schweden nicht verboten.) Liberale Politiker fordern, dass die staatliche Beihilfe für den Malmöer Palestinenserverein eingefroren werden muss.
Die Reaktion des Sprechers der Palästinenser: “Sie waren für die Meinungsfreiheit, als es um die Mohammed-Karrikaturen ging, aber in diesen Fall nicht. Weshalb nicht?”

Die Meldung auf Schwedisch: Sydsvenskan: Hakkors (mit einer Reihe weiterführender Artikel - ist im Moment Thema Nr. 1 in Südschweden) und zusammengefaßt auf Englisch: The Local: Liberals condemn demo swastika

Hinweis: Inger Sveinsson - Englische Meldung via fdog (War auch gut, mein Schwedisch ist nicht so toll.)

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7 Kommentare zu “Hakenkreuze”

  1. 24.07.2006 | 21:45

    Hallo,

    vielen Dank für den Link. Wenn ich den schwedische n Text richtig verstanden habe (ist bei mir 16 Jahre her, das ich mal schwedisch gelernt habe), dann ist der Besitz, oder das zeigen nicht strafbar. Allerdings und das steht bei “Fakta”, das sich die Demonstranten wohl strafbar gemacht haben, da wie bei uns auch, der Paragraph der, in Deutschland würde man sagen “Volksverhetzung,” erfüllt wurde.

    Viele Grüße
    Wolfram

  2. FAB.
    24.07.2006 | 22:50

    “Sie waren für die Meinungsfreiheit, als es um die Mohammed-Karrikaturen ging, aber in diesen Fall nicht. Weshalb nicht?”
    Vielleicht, weil es unser verdammt gutes Recht ist, zwischen akzeptablen und nicht akzeptablen Meinungsäußerungen nach unseren Maßstäben zu differenzieren?

  3. 27.07.2006 | 10:13

    tja, so schnell holt einen die eigene Ideologie der »Freiheitlichkeit«, »Presse-« oder »Meinungsfreiheit« ein. Wer vorher gegen die Mullahs gehetzt hat als Feinde der Demokratie etc., der kriegt halt jetzt Schwierigkeiten, und das zurecht. Und der vorhergehende post zeigt eigentlich nur, was von dieser Ideologie übrig bleibt, wenn Sie den Praxistest bestehen muß: Note sechs, Liberale setzen.

  4. 27.07.2006 | 19:26

    @mule

    Der Zwang zur Kollektivierung war schon immer ein Problem der Linken. Nicht alle, die hier kommentieren, sind auch Liberale. Q.e.d.

  5. der gute don
    27.07.2006 | 19:55

    Und der vorhergehende post zeigt eigentlich nur, was von dieser Ideologie übrig bleibt, wenn Sie den Praxistest bestehen muß: Note sechs, Liberale setzen.

    Eine Frage die ich mir schon lange stelle: Warum legen Anhänger der linken Ideologie die Fähigkeit der Liberalen zur Selbst-Reflektion immer als Schwäche aus. Und woran erinnert mich das bloß?

  6. 27.07.2006 | 20:00

    @ mule
    Ich finde nicht, dass der Grundsatz der Liberalität durch die hier getätigten Äußerungen angreifbar wird. Karikaturen sind bewußt überspitzt und satirisch. Hakenkreuze sind dies nicht, obwohl die nähere Betrachtung der Nazi-Ideologie für einige Schenkelklopfer gut wäre. Im Grunde sind sie aber Ausdruck abgrundtiefen Hasses - das ist die Satire nicht.

    Wer eine liberale Einstellung hat, muß quasi “nicht liberal” gegenüber Gruppierungen sein, die die Freiheit des Menschen nicht respektieren. Wer die Philosophie der Hakenkreuze vertritt, wird damit automatisch zum Feind.

    @ rayson
    Linksradikal oder rechtsradikal - das ist im Grunde das gleiche. Diejenigen, die früher in der NSDAP waren, fanden sich später in der SED wieder. Im Grunde haben beide extreme viel mehr gemeinsam als nur eine radikale Position.

  7. 27.07.2006 | 20:23

    @Hoppe

    Ich wollte zunächst mal nicht werten. Jedenfalls kommentieren hier auch sehr geschätzte Linke und Rechte, jeweils natürlich im demokratischen Spektrum, so dass man kaum einen Kommentar herausgreifen und ihn pars pro toto “Liberale” nehmen kann.

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