31. August 2006
IMK: Europäischer Arbeitskostenvergleich bestätigt Position im Mittelfeld
Laut einer Meldung der (gewerkschaftsnahen) Hans-Böckler-Stiftung stiegen auch in den letzten Jahren die deutschen Arbeitskosten im europäischen Vergleich weit unterdurchschnittlich. Das bestätigten die Ergebnisse aus der aktuellen Arbeitskostenerhebung des Statistischen Bundesamtes. “Damit setzt sich ein Trend fort, den wir seit etlichen Jahren auch bei den für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich wichtigeren Lohnstückkosten beobachten,” sagt PD Dr. Gustav A. Horn, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK).
“Allerdings hat diese Entwicklung zwei Seiten: Das relativ geringe Wachstum der Löhne in Deutschland stärkt die Unternehmen, doch es gibt nur geringe Impulse für die Binnennachfrage.”
Äh - wie war das? Eine schwache Binnennachfrage infolge bescheidener Löhnerhöhungen stärkt “die Unternehmen” in Deutschland? Produzieren die alle nur für den Export?
Wobei ich an den Ergebnisse des statistischen Bundesamtes als solche gar keine Zweifel hege - das “Hochlohnland Deutschland” ist in vielen Branchen mitlerweile nur noch Lobbyisten-Legende.
Ich bin gespannt, wie die entsprechende Nachricht z. B. seitens der “Inititative Neue Soziale Marktwirtschaft” aussieht. Das arbeitgebernahe Institut IW beschränkt sich dem Vernehmen nach auf die Betrachtung der (relativ hohen) Arbeitskosten in der Industrie.
Quelle: Meldung vom “Informationsdienst Wissenschaft” ->
IMK: Europäischer Arbeitskostenvergleich bestätigt Position im Mittelfeld -
Deutsche Arbeitskosten steigen erneut unterdurchschnittlich
Verfasst von MartinM um 20:07 Uhr in der Kategorie Politik, Wirtschaft, Wirtschaftspolitik (Trackback)
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