Die Islamisten gewinnen letztlich doch

Also sollten wir beginnen, die Bedingungen unserer Kapitulation verhandeln.

Denn wenn die Ministerin eines westlichen, liberalen Landes die Forderung muslimischer Lobbygruppen nach Einführung der Scharia nicht rundum und sofort ablehnt, und wenn dieser Skandal nur von wenigen als ein solcher wahrgenommen wird (zur Erinnerung: Minister können ohne Kündigungsfrist entlassen werden, Herr Blair) dann scheint mir doch etwas faul im Staate Dänemark bzw. im freien Teil der Welt zu sein.

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via Transatlantic Forum

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22 Kommentare zu “Die Islamisten gewinnen letztlich doch”

  1. Libero
    22.08.2006 | 10:01

    @Boche
    vielleicht verstehen Sie jetzt, daß nicht der terroristische, sondern der politische Islam gefährlicher ist. Was ist, wenn fundamentalistische christliche und islamische Parteien nicht nur bilden, sondern auch miteinander koalieren. Einige gemeinsame Wertevorstellungen, wie eine Gesellschaft zu sein hat, sind ja vorhanden.

    Sie merken nur die Gefahr aus der islamischen Parallelgesellschaft, nicht die Gefahr aus der christlichen Parallelgesellschaft.

  2. 22.08.2006 | 10:16

    Meine Ignoranz mag mit dem Umstand zu entschuldigen sein, dass man die Selbstmordattentate radikaler Christen so streng geheim hält.

  3. Libero
    22.08.2006 | 10:56

    @Boche

    Warum verzichten fanatische Christen auf Selbstmordattentate. Weil sie unpolitisch sind? Nein, weil sie wissen, wie sie ihre gesellschaftlichen Vorstellungen politisch durchsetzen können. Auch im Christentum gab es Phasen der Attentate und des Mob.

    Oh, pardon, ich vergaß, das können Sie ja alles gar nicht wissen.

    So groß sind die Unterschiede zwischen Islam und Frühchristentum nicht. Die Hinweise mehren sich, das der Islam eine Abschnürung des frühen östlichen Christentums ist, so wie das Christentum in seinen Anfängen auch nur eine jüdische Sekte war. Im Prinzip eine christliche Häresie in der Diaspora. Raten Sie mal, wer dann Mohammed ist?

    Buchhinweis

    Essay: Die dunklen Anfänge - Neue Forschungen über den Islam
    http://www.buchwurm.info/artikel/anzeigen.php?id=61

    Einzelne Veröffentlichungen aus diesem Buch finden Sie hier
    http://www.phil.uni-sb.de/projekte/imprimatur

    wie zum Beispiel
    “Ergebnisse der neueren Forschung zum Frühen Islam und ihre Folgen für unser Geschichtsbild”
    http://www.phil.uni-sb.de/projekte/imprimatur/2005/imp050805.html
    oder
    “Arabia in Nordmesopotamien und der Ursprung der Korangenese ”
    http://www.phil.uni-sb.de/projekte/imprimatur/2006/imp060207.html

  4. 22.08.2006 | 11:00

    Ähm, ja.
    Und welche Relevanz zum Heute muss ich nun der geschichtlichen Verquickung der beiden Weltreligionen zugestehen?
    Wo droht mir der Scheiterhaufen beim Fremdgehen? Oder die Ächtung wegen Fernbleiben von der Messe?

  5. Libero
    22.08.2006 | 11:10

    @Boche

    für dich persönlich hat das keine Relevanz.

    Es ist eher ein witziger kleiner Sprengstoff für eine überfällige Aufklärung über die Religion Islam.

    Ächtung wegen Fernbleiben von der Messe habe ich noch erlebt. Das ist nicht mehr Gegenwart.

    Was macht dich eigentlich so sicher, daß es nicht wieder Zukunft wird? Was tut du persönlich, damit es nicht wieder Zukunft wird? Was kannst du tun? Rayson scheint bei religiösen Fragen argumentieren zu können, er hat wohl das nötige Wissen und eigene Erfahrung.

  6. 22.08.2006 | 11:29

    Was macht dich eigentlich so sicher, daß es nicht wieder Zukunft wird?

    Sicherheit gibt es nie absolut. Aber ich möchte doch schon genügend Rauch sehen, bevor ich panisch aus dem Haus laufe und “Feuer!” rufe.

    Was tut du persönlich, damit es nicht wieder Zukunft wird? Was kannst du tun?

    An liberalen Werten festhalten und diese vertreten.

    Rayson scheint bei religiösen Fragen argumentieren zu können, er hat wohl das nötige Wissen und eigene Erfahrung.

    Das stimmt. Er hat das “Fach”wissen dazu. Ich kann nur mit meiner individuellen Sichtweise dienen. Aber die ist für mich relevant genug, um eine Meinung zu vertreten.

  7. spruance
    22.08.2006 | 12:59

    Es ist schon wirklich bescheuert, dieses “aber die Christen doch auch!” Wo denn?

  8. FAB.
    22.08.2006 | 13:23

    Um auf den Artikel zurückzukommen:
    Volle Zustimmung. Wer sich derart äußert, ist als Minister in einem demokratischen Rechtsstaat nicht tragbar. Wenn schon Vergleiche mit dem Christentum - man stelle sich nur mal vor, die KK (Katholische Kirche) verlangte allen Ernstes die Prädominanz des kirchlichen Eherechts vor dem staatlichen (keine staatliche Trauung ohne kirchliche, keine Wiederverheiratung Geschiedener - eigentlich alles sehr harmlos, wenn verglichen mit “Scharia”) - und die Ministerin wollte “prüfen” ob man dem nicht vielleicht willfahren sollte. Lächerliche Vorstellung, sie hätte wohl 30 Minuten um den Schreibtisch aufzuräumen und die Schlüssel beim Hausmeister abzugeben. Bei den Herren Muselmanen ist das anscheinend etwas anders.

    Oder, kurz gesagt:
    Der (britische) Fisch stinkt anscheinend vom Kopf her.

  9. Libero
    22.08.2006 | 13:47

    @spruance

    soso, was du nicht sagst.

    Wie interpretierst du es, wenn fundamentalistische Christen gegenwärtige Ereignisse mit Stellen aus der Bibel belegen. Die meinen das nicht im Spaß, die meinen das ernst.

    Wie erklärst du es weiterhin, wenn fundamentalistische Christen den wissenschaftlichen Fortschritt danach werten, ob er im Widerspruch zur Bibel steht. Das die Schöpfungsgeschichte in der Bibel nicht wortwörtlich zu verstehen ist, sollte klar sein.

    Jede religiöse Gruppe, die ihre Schriften wortwörtlich auslegt, obwohl sie längst nicht mehr in den Ursprungssprachen vorliegt, hat einen ganz gewaltigen Schuß.

    Man sollte sich seine Verbündeten im Kampf gegen den Islam ganz genau ansehen. Um zu verstehen, warum manche dieser Christen Israel unterstützen, muß man sich schon etwas auskennen.

    Hagil hat dafür eine eigene website aufgebaut
    http://juden.judentum.org/

    Als Übersicht ganz gut
    Strategien und Konzepte der Judenmission”
    http://juden.judentum.org/missionare.htm#warum
    Da vor allem den Abschnitt warum die Juden

    Diese Jungs haben einen ebenso gewaltigen Schuß in der Birne wie die moslemischen Fundamentalisten.

    Es ist ja kein Verbrechen, wenn Liberale in Fragen der abrahamitischen Religionen kein Hintergrundwissen haben. Es ist nur ein großes Unglück, denn religiösen Wahnvorstellungen haben politische Auswirkungen.

    Sag mal, kann es sein, daß ihr die websites dieser Gruppierungen, ihre Selbstzeugnisse und ihr propagiertes Gesellschaftsbild einfach unterschätzt. Deren Scharia heißt nur anders, aber das Leben in deren Idealgesellschaft ist genausowenig prickelnd.

  10. Llarian
    22.08.2006 | 13:48

    Zu dem Thema passt Broders neues Buch wohl sehr gut, wo es um die Kapitulation des Westens vor dem Islam geht. Sonderlich überraschend finde ich das nicht. Natürlich “prüft” die Ministerin die “Vorschläge”, es würde ihr vermutlich nicht allzu gut bekommen, etwas anderes zu sagen. Und bei 1500 potentiellen Selbstmördern im Land überlegt man es sich zweimal, ob man Lust hat die Zielscheibe zu machen.

  11. spruance
    22.08.2006 | 14:29

    @libero
    Klar, durch ihre fundamentalistischen Auslegungen haben sie ja schon -zig U-Bahnen in die Luft gesprengt! Ja, und die Kontrollen an den Flughäfen haben wir allein den Christen zu verdanken…

  12. Libero
    22.08.2006 | 14:40

    @spruance
    auf die Dauer ist eine politische Religion immer erfolgreicher als eine terroristische Religion. Zu glauben, eine politische Religion würde dein Leben so lassen wie bisher ist reichlich naiv. Spruance, du hast den totalen Durchblick.

  13. 22.08.2006 | 14:42

    *räusper*
    Bitte keine persönlichen Attacken.
    Danke!

  14. Libero
    22.08.2006 | 15:14

    @Boche
    manchmal erleide ich noch einen Rückfall a la Broder.

    Wie ein fanatischer Moslem ist, muß mir keiner erklären. Wie sich ein Messer an meiner Kehle anfühlt, auch nicht.

    Meine persönlichen Erfahrungen mit religiösen Menschen sind nun mal breiter. Wer wiedererweckte Christen als Verwandte in seinem Umfeld hat, glücklicherweise in den USA, hält die nicht für harmlos. Die wollen ebenfalls das Ende der offenen Gesellschaft, nur eben mit politischen Mitteln.

  15. FAB.
    22.08.2006 | 15:18

    Ähem. Warum kommen diese exakt identischen Schuß- … äh, Wortwechsel eigentlich unfehlbar alle 2 Wochen wieder? Könnten wir uns vielleicht drauf einigen, daß wir weder sone noch sone religiöse Bevormundung wollen, und uns darauf konzentrieren, der jeweils akutesten Bedrohung entgegenzutreten? Klar kann sich die langfristig auch wieder ändern, wer weiß schon wie Christen, Muselmanen und Säkulare in 50 oder 100 Jahren zueinander stehen werden. Wer weiß, womöglich kommt ja sogar eine totalitär-säkulare Richtung wie der gute alte Kommunismus nochmal hoch.
    Aber hier und jetzt ist doch wohl offenkundig, welche der drei genannten Gruppen am vehementesten und gewalttätigsten versucht, unangemessenen Einfluß auf das Leben anderer und die Gesellschaft insgesamt auszuüben. Den Hinweis darauf, daß man auch andere Kandidaten im Auge bzw im Hinterkopf behalten muß in allen Ehren, aber echten Handlungsbedarf sehe ich, für das Jahr 2006, ehrlich gesagt nur in einer Richtung. Wenn die gewalttätigen Evangelikalen dann kommen, werden wir uns mit denen beschäftigen. Bis dahin allerdings brauchen wir sie nicht jeden Tag breittreten, oder?

  16. Libero
    22.08.2006 | 15:47

    @FAB

    Du übersiehst bloß eins.

    Bei der Abwehr des islamischen Terroristen und Fundamentalisten steht man mit Menschen in einer Reihe, die selbst Feinde der offenen Gesellschaft sind. Hältst du es nicht für naheliegend, daß sie diese Abwehr benutzen, um sich selbst zu stärken, um selbst die offene Gesellschaft zu eliminieren. Mit einigen Abwehrmethoden gegen Terroristen läßt sich bequem die offene Gesellschaft gleich mit erledigen. Ist ein Aufwasch.

  17. Llarian
    22.08.2006 | 16:10

    Von Hardcorechristen geht ungefähr die selbe Gefahr aus wie von den Zeugen Jehovas oder von den Mormonen, so um die null, Tendenz fallend. Die Kirche hat über die letzten 300 Jahre permanent an Macht verloren und es gibt wirklich wenig Gründe anzunehmen, dass sich irgendetwas daran ändern würde. Beim Islam ist es genau umgekehrt, er gewinnt mehr und mehr an Macht. Kein Mensch will eine Bevormundung durch Hardcorechisten, aber es will auch keiner eine Bevormundung durch Kaninchenzüchter, die Gefahr ist aber wohl überschaubar. Davon ab ist die Argumentation doch etwas hahnebüchen, einerseits macht man sich Sorgen darüber, dass sich Fundamentalichristen mit Islamisten verbünden, andererseits will man auf keinen Fall neben Fundamentalchristen stehen, wenn man den Islam bekämpft.
    Übrigens: Die Geschichte des christlichen Terrorismus, die würde ich wirklich gerne mal sehen, erscheint mir eher ne Story zu sein.

  18. R. A.
    22.08.2006 | 16:19

    Sehe ich so wie Llarian. Auf jeden Fall für Europa, da laufen Fundi-Christen als Bedrohungspotential für die offenen Gesellschaft so was von unter ferner liefen …

    In den USA mögen sie durchaus lästiger sein und bekommen wegen ihrer größeren Zahl auch mal irgendeinen Unsinn durch. Die drohende Einschränkung für die eigenen Freiheit ist aber trotzdem noch deutlich geringer als hierzulande durch Sozi-Gesetzgebung.

    Und fast alle Fundi-Christen sind doch eher christlich-friedlich. Was da an wenigen Militanten rumläuft würde von den Islamisten als Weicheier nicht ernst genommen.

  19. Libero
    22.08.2006 | 18:24

    @R.A.

    Unterschätze nicht das Wachstum dieser christlichen Sekten. Das sie jetzt nur eine geringere Gefahr sind, sind wir uns einig.
    Aber dieser Satz hier:

    “alle Fundi-Christen sind doch eher christlich-friedlich.”

    zeigt, das du das zukünftige Gefahrenpotential unterschätzt.

    Diese Christen halte nicht die andere Wange hin. Für sie ist der Islam ein Werkzeug des Satans. Du bist, ebenso wie ich, in deren Augen natürlich auch ein Geschöpf des Satans, denn ich glaube kaum, daß du glaubst, das Gott Himmel und Erde schuf. Solche Christen sind gegenüber verdammenswerten Geschöpfen des Satans, zu denen nicht nur alle Moslems, sondern auch die Juden und natürlich die damned liberals gehören, alles andere als christlich-friedlich.

  20. 22.08.2006 | 18:43

    Übrigens: Die Geschichte des christlichen Terrorismus, die würde ich wirklich gerne mal sehen, erscheint mir eher ne Story zu sein.
    Da verweise ich auf Karlheinz Deschners vielbändiges Werk “Kriminalgeschichte des Christentums”. Obwohl ich mit Deschners religionsgeschichtlichen Positionen nicht immer einverstanden bin (vorsichtig ausgedrückt), an den “harten Fakten” über Massenmord, Unterdrückung, Ausbeutung und Terror “im Namen Christi” gibt es wenig zu deuteln. Auch wenn das meiste zum Glück Vergangenheit ist: die Denkstrukturen - zu denen die “Kreuzfahrermentalität” gehört, ebenso das “Hexenjagt-Schema” - vergehen nicht von alleine, sie sind m. E. ebenso tief in die “westliche Metalität” eingezogen, wie der Antisemitismus.
    Ich halte die “Religious Right” in den USA auch nicht für harmlos. Sie ist m. E. die einzige antidemokratische Gruppe, die der offenen Gesellschaft USA wirklich gefährlich werden kann. (Und das US-Bildungssystem gefährdet sich jetzt schon nach Kräften.)

    In Europa laufen Fundi-Christen als potenzielle Gegner der Demokratie tatsächlich unter “ferner liefen”. Allerdings vermag ich, auch eigener Erfahrung, nicht die Einschätzung zu teilen, sie seien christlich-friedlich. Gegenüber ihren tatsächlichen und vermeindlichen Feinden - die sie “natürlich” für die Feinde Gottes halten, deshaln gilt das mit der “Feindesliebe” nicht - sind sie gnadenlos.

  21. 22.08.2006 | 21:17

    Ich halte das Gerede über angebliche Gefahren durch fundamentalistische Christen für extrem absurd.

    Unterhalten wir uns lieber über die aktuelle, konkrete Situation und durch wen die offene Gesellschaft tatsächlich bedroht ist.

    Der weltweite Terror ist heute ein islamistischer Terror und nichts anderes. Und es sind Islamisten und radikale Muslime, die ihre religiösen Vorschriften über demokratische Gesetze stellen und dies offensichtlich auch öffentlich vertreten.

    Ich wüsste nicht, welche Funktion außer der Ablenkung eine “religionskritische” Diskussion bei diesem Thema zu suchen hätte.

  22. 22.08.2006 | 21:21

    ersetze “suchen” durch “erfüllen”…

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