24. August 2006
Der ganz normale Wahnsinn
Wie heute bekannt wurde, hat die SPD neue Sparpotentiale der von ihr geschröpften Bevölkerung aufgetan.
So wird die Empfehlung eines Bundestagsabgeordneten kolportiert, der den Bürgern riet, beim “kleinen Geschäft” die Klospülung nur kurz zu betätigen.
“Die Deutschen spülen ihr Geld durch das Klo und jammern gleichzeitig wegen jeder kleinen Steuererhöhung. Das passt nicht zusammen.” wird der Bundestagsabgeordnete, dessen Name noch unbekannt ist, zitiert.
Diese Äußerungen stießen auf scharfen Protest in der eigenen Partei. Vertreter der Parteilinken sprachen von einer unerträglichen Forderung. Es müsse garantiert bleiben, dass auch weniger wohlhabende Menschen ihre Fäkalien ausreichend wegspülen könnten. Das gebiete die soziale Gerechtigkeit, die nicht an der Toilettentür Halt machen dürfe.
Aus den Reihen der Union wie auch der Grünen wurde der Vorstoß dagegen mit Interesse aufgenommen.
SPD-Chef Beck nannte die Diskussion dagegen überflüssig. Es sollte seiner Ansicht nach aber durchaus geprüft werden, ob die Besserverdienenden nicht viel zu große Spülbecken benutzen würden.
Minister Müntefering bereicherte die Diskussion mit dem Vorschlag einer gesetzlich vorgeschriebenen Mindestspülmenge. Er bedauerte dass dieses Vorhaben von der Union noch blockiert würde, obwohl Herr Rüttgers Diskussionsbereitschaft signalisierte hatte.
Verfasst von Boche um 15:50 Uhr in der Kategorie Politik, Sprache (Trackback)