31. August 2006
Kalle, der Trickser
Kalles neuester Einstieg in seine Standardforderung, sich zur Lösung aller Probleme in guter, alter sozialistischer Manier doch einfach in den Taschen Anderer zu bedienen, waren publizistisch geschickt eingesetzte Schreckensmeldungen über Mehrbelastungen für die gesetzlich Versicherten.
Jetzt hat seine Genossin Ministerin ihm widersprochen, und Kalle muss seinen Trick offenlegen: Er hat keine realen Belastungen gemeint, sondern fiktive. Nämlich solche, die den gesetzlich Versicherten u.a. durch Zusatzversicherungen entstünden, wenn sie dasselbe Versorgungsniveau wie Privatversicherte erhalten wollten. Da diese durch ihr Verhalten aber bisher gezeigt haben, dass ihnen dieses Mehr an Leistung das entsprechende Mehr an Eigenbeitrag nicht wert war, die angedrohte finanzielle Belastung also nicht eintreten wird, muss man Kalles Vorgehen nicht nur als dreist, sondern auch noch als unredlich bezeichnen.
So langsam geht mir dieser spitznasige Propeller mit der quäkenden Stimme auf den Geist. Seitdem ich den Mann mal als Gast in Backes’ “Nachtcafé” erlebt habe, wo er in arroganter Anweise einem anwesenden jungen Krankenhausarzt eine Unterstellung nach der anderen an den Kopf warf und unverschämte Sonderforderungen an dessen Verhalten stellte, bin ich sowieso der Meinung, dass es sich bei diesem Burschen, der ja selbst nicht als Arzt tätig ist - obwohl dies das Einzige sein sollte, zu was er wirklich ausgebildet wurde (es sei denn, wir nähmen Harvard-Management-Kurse als Ausbildung ernst) - um einen üblen Pharisäer handelt, der seine höchste Befriedigung darin erfährt, Menschen zu maßregeln, die mehr leisten als er.
Verfasst von Rayson um 00:41 Uhr in der Kategorie Gesundheitspolitik, Politik, Rochus, Sozialpolitik (Trackback)