1. September 2006
Schiffbruch des Datenschutzes
Marian wies gerade auf die europäische Presseschau euro|topics hin, in der ich auch noch einen Verweis auf einen interessanten Telegraph-Artikel gefunden habe:
Die britische Regierung hat vorgeschlagen, eine zentrale Datenbank anzulegen, in der alle Kinder und ihre Eltern registriert werden, um so Kindesmissbrauch besser aufdecken zu können.
Auch der Guardian befasst sich mit diesem Thema:
Government plans to exclude details of celebrities’ children from a new national child database were today seized on as evidence that the system may pose a safety risk to those it is supposed to protect.
Ich habe langsam das Gefühl, dass die Sicherheitspolitiker heute fast überall zu Methoden greifen wollen, die noch vor zehn Jahren zum kollektiven An-den-Kopf-greifen geführt hätten. Diese Maßnahmen werden zu einem möglichst lückenlosen Überwachungsstaat und zu einem Niedergang der Demokratie führen.
Eine interessante Parallele ist übrigens, dass auch beim 100.000-Mann-Massengentest in Dresden die “Prominenten” ausgenommen werden sollen.
Verfasst von stefanolix um 18:26 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, Politik (Trackback)