4. September 2006
Droge Keynes
Die anti-zyklische Finanzpolitik hat in Politik und Journalismus selbst nach dem Siegeszug des Monetarismus seit Ende der Siebziger noch viele Fürsprecher und Freunde. O.k., akzeptiert.
Aber es war absehbar, wann ihr zwangsläufig ein politischer Zwillingsbruder an die Seite gestellt werden würde: die pro-zyklische Finanzpolitik.
Ein Widerspruch wird dadurch nicht ausgelöst, denn es geht ja nur darum, eine Begründung dafür zu finden, Staatsverschuldung und Staatsanteil unabhängig von der aktuellen Wirtschaftslage weiter erhöhen zu können.
Über das Menschenbild, dass dieser Strategie notwendigerweise als Basis dient, hüllen wir besser den Mantel des Schweigens. Sonst müsste es Beleidigungsklagen für Regierungsparteien handeln.
Verfasst von Rayson um 23:38 Uhr in der Kategorie Politik, Wirtschaftspolitik (Trackback)