Zwischentöne

Auch wenn wir hier vielleicht bald in den Verdacht kommen, in Wirklichkeit eine Kosmoblog-Linkfarm zu betreiben:

Ich muss in einer Zeit, in der man sich auf manchen “pro-westlichen Blogs” und in ihren Kommentarspalten gegenseitig in salonmilitärischer Rhetorik, Fahneneiden und der Bekämpfung von Wehrkraftzersetzung zu überbieten versucht, einfach auf Ulrich Specks in meinen Augen äußerst wohltuend sachliche und abwägende Analyse “Zweierlei Realpolitik” verweisen.

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3 Kommentare zu “Zwischentöne”

  1. Libero
    4.09.2006 | 12:21

    @Rayson

    ich danke dir, dann kann ich mir den Kommentar bei Speck sparen.

    Richtig, das ist Fatalpolitik. Ein Wandel von autoritären zu demokratischen Staaten ist notwendig.

    Nur setzt das bei den Bewohnern dieser Staaten voraus, daß man sich als “Mitbewohner”, Bürger ist wohl zuweit gegriffen, eines Staates versteht, die sich zwar im Streit befinden können, der auch in einen Bürgerkrieg entarten kann, aber eben nicht zum Zerfall des Staates führt.

    Welcher Staat, außer Ägypten und vielleicht Iran erfüllt diese Bedingungen. Alle anderen sind Staaten mit einer begrenzten eigenständigen historischen Entwicklung, die so, wie sie in der Entkolonialisierung entstanden sind, selten, wenn gar nicht bestanden haben.

    Was soll bei einem democracy building herauskommen? Das, was wir im Irak erleben. Die gewalttätige Staatswerdung oder der Staatszerfall.

    Es ist zu fragen, ob der Libanon oder der Irak mit den gegenwärtigen Grenzen als Staat überlebensfähig sind. Der Libanon besteht aus einer Bevölkerung von Minderheiten, die von den Mehrheitsbevölkerungen in ihren gegenwärtigen Wohngebieten zusammengedrängt wurden und sich gegenseitig nicht als Verbündete, sondern als Gegner betrachten. Wie kann man da über eine Staatlichkeit des Libanons sich ereifern. Die sehe ich nicht. Das ist ein Staat, der seine Gründung Frankreich zu verdanken hat, mehr nicht.

  2. Stefan Eich
    4.09.2006 | 12:23

    Auch wenn wir hier vielleicht bald in den Verdacht kommen, in Wirklichkeit eine Kosmoblog-Linkfarm zu betreiben:

    Mit Verlaub in eigener Sache:
    Ich weiß, ich weiß
    Sollte dies stören, ziehe ich mich als Aktiver selbstverständlich zurück.
    Ausgangspunkt ist, daß ich davon ausgehe, daß ein Bilddenken als Bindeglied zu den bisweilen eitlen intelektuellen Diskusionen nicht hinderlich ist, bzw. zum Komplex gehört. Und es ist mir seit längerem ein Vergnügen immerwieder
    hier reinzuschauen, was ich auch weiterhin tun werde, zudem mir für weitere Blogs die Zeit fehlt — und hier bin ich nun einmal hängengeblieben.

  3. 4.09.2006 | 14:39

    @Stefan Eich

    Schlimm, wenn ich weder deinen Kommentar selbst noch den Zusammenhang zum Beitrag begreife?

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