11. September 2006
Ist der Ruf erst ruiniert…
Es ist ja eine alte Weisheit: Hast du 1.000 Euro Schulden bei der Bank, behandelt man dich dort höchst ungnädig. Hast du dort 1.000.000 Euro Schulden, bemüht man sich hingegen, alles zu deinem Wohlergehen beizutragen.
Daran muss Berlins per Akklamation neu zu bestimmender Party-Löwe “Wowi” gedacht haben, als er, einem uralten Politikerreflex folgend, mit geliehenen Spendierhosen Wahlkampf machte und den Berlinern die Freiheit von den gerade mal wieder erhöhten Kita-Gebühren versprach.
Er fügt sich damit auch nahtlos in eine lange Tradition “Regierender” ein. Die Berliner sind es schließlich seit 50 Jahren gewohnt, ihr Leben von anderen finanziert zu bekommen. Das irgendwie zu ändern, wäre kalter Neoliberalismus, brutaler Sozialabbau und irgendwie ungerecht. Notfalls wird eben gebettelt, gefordert und geklagt, damit beweist man Volksnähe.
Ich kann verstehen, dass die Brandenburger sowas nicht brauchen können.
Verfasst von Rayson um 11:12 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Politik (Trackback)