Sprache als Waffe

Der Titel ist natürlich ein wenig geklaut.

Aber wenn ich davon lese, dass die Spuren der in den USA offiziell als unbedenklich eingeschätzten Reis-Sorte LL601 in deutschen Medien als “Verunreinigung” bezeichnet werden, frage ich mich dann doch, wer hier welche Ängste gegen welche Produkte erzeugen möchte.

———————————————————————-
angeregt durch diesen (auch sonst lesenswerten) Nachbar-Blog hier

Ähnliche Beiträge


21 Kommentare zu “Sprache als Waffe”

  1. spruance
    14.09.2006 | 11:33

    Naja, da wirkt dasselbe Prinzip, das CO2 als Schadstoff bezeichnen will, obwohl es für die lieben Pflanzen seit Jahrmillionen als Nahrung dient. (Übrigens hat einmal eine Mitarbeiterin von Greenpeace Fluor für eine teuflische menschliche Erfindung gehalten).

  2. 14.09.2006 | 11:37

    Hast du einen Link zu dieser Fluor-Geschichte? Ich will auch mal lachen.

  3. 14.09.2006 | 12:12

    der unmündige kunde…

    ich frage mich schon lange, warum man diesen reis hier nicht will. sollen die hersteller es doch deutlich draufschreiben und dann sehen, wer es kauft.

    schönes nebendetail: der “verunreinigte” reis gehörte zu einer “öko”-produktreihe.

  4. R.A.
    14.09.2006 | 12:12

    Wir reden hier übrigens über “bis zu sechs Körner pro zehntausend”.

    Und das gibt dann Schlagzeilen auf der Titelseite …

  5. R.A.
    14.09.2006 | 12:48

    @christian:
    > sollen die
    > hersteller es
    > doch deutlich
    > draufschreiben …
    Was dann aber dazu führen würde, daß attaccis/Greenpeace und Konsorten alle Läden mit Boykottaufrufen tyrannisieren würden, die solche Produkte führen.

    > und dann sehen,
    > wer es kauft.
    Würde ich gerne machen.

    > der “verunreinigte”
    > reis gehörte zu
    > einer
    > “öko”-produktreihe.
    Zu Recht. Genverbesserter Reis schont die Umwelt, weil er weniger Pestizide etc. braucht.

  6. 14.09.2006 | 12:56

    Zu Recht. Genverbesserter Reis schont die Umwelt, weil er weniger Pestizide etc. braucht.

    Es entspricht aber nicht der Erwartung des Verbrauchers und ist deswegen eine Irreführung.

  7. Libero
    14.09.2006 | 12:59

    Ach hier Herzileins begreift wieder mal nicht die Tragweite.

    die interessante Frage ist, wie gelangte diese Reiskörner in LL601. Die naheliegende Antwort wäre: Durch Vermischung von Saatgut. Die wesentlich gefährlichere Antwort wäre: Durch Pollenflug. Dafür gab es letztes Jahr Nachweise aus England.

    Da wäre es besonders delikat. Die Pollen landeten nicht etwa auf der Ursprungspflanze, sondern auf einem Unkraut, daß mit der Eigenschaft, gegen Herbizide resistent zu sein, natürlich etwas anfangen kann. Wir sollten darüber nachdenken, ob wilder Senf nicht als crop zu gebrauchen ist. Jetzt, wo er ohnehin resistent ist. Nicht wahr das versteht ihr doch?

    Zudem, wer hebt Saatgut 4 Jahre lang auf. Die letzte Ernte von LL601 war 2001. Festgestellt wurde LL601 im Reis des Erntejahres 2005.

    Eine kleine Nettigkeit am Rande. Normale Pollen findet man im Umkreis von 1 km um das Feld. Bei den genmodifizierten sind das bis zu 13 km. Man das sind ja echte Liberale, kampf- und todesmutig.

    Das dumme an genmanipulierten Pflanzen ist ihre sozialistische Einstellung. Nun auch im Pflanzenreich. Die dumme Pflanzen begreifen einfach nicht, daß sie patentiert sind und verstreuen leichtsinnig ihre Pollen. So etwas gehört verboten, was natürlich wieder illiberal wäre.

  8. Libero
    14.09.2006 | 13:03

    R.A.

    warum braucht man mehr Herbizide. Weil man in den Staaten anders als in Europa den Boden viel weniger umbricht. So mit Traktor und Pflug. Logisch, daß man dann das Saatgut mit dem Herbizid ausbringen muß.

  9. 14.09.2006 | 13:14

    Libero hat recht, es handelt sich wahrscheinlich nicht um gezielt angebauiten und als solchen verkauften genetisch veränderten Reis, sondern um die Folge einer r ungeplanten und unvorhergesehenen Ausbreitung von LL601.
    Greenpeace usw. täten gut daran, ihre Kritik auf die wahrscheinlich nicht sehr erfreulichen ökologischen Folgen des Anbaus transgener Pflanzen zu konzentrieren. Leider ziehen sie es vor, dem Verbraucher heillos übertriebene Angst einzujagen - bringt eben mehr Aufmerksamkeit. :(

  10. Olaf Petersen
    14.09.2006 | 13:34

    Indem wir gentechnisch veränderte Nahrung boykottieren, erschweren wir sehr elegant und effektiv Afrikas Exporte nach Europa.

  11. 14.09.2006 | 14:32

    [...] … aber wenn ich DAS hier lese könnt ich schon wieder ausrasten. Heut nicht mehr. [...]

  12. 14.09.2006 | 15:15

    Wenn ich mir hier schon reinegemogelt habe, sollte ich doch ein paar Zeilen dazu schreiben:

    Der Reis darf nicht enthalten sein, weil er in der EU nicht zugelassen ist, in den USA ebenfalls nicht und die Unbedenklichkeitserklärung durch das USDA referiert lediglich die Unbedenklichkeit des betreffenden Proteins in anderen Arten. Dieses genügt nicht den EU Vorschriften, das mag man kritisieren aber das ist der Stand der Dinge.

    Die Tatsache, dass die Verunreinigung in Ökoprodukten nachgewiesen wurde ist lediglich ein Beleg für die seit langem bekannte Tatsache, dass die vorgeschriebene saubere Trennung bei Erfassung und Transport nicht funktioniert.

    Der Hinweis zu den Pestiziden sollte noch die Gefahr der sich entwickelnden Resistenzen erweitert werden. Durch den massiven Einsatz eines speziellen Herbizids oder den permanenten Kontakt von tierischen Schadorganismen bilden sich zwangsläufig Resistenzen aus. Das ist keine Horrorversion sondern Realität.

    Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen, sofern hier zugelassen, dürfen durchaus verkauft werden, sie müssen nur entsprechend gekennzeichnet sein.

    Alle in Afrika angestoßenen GMO Projekte sind bisher grandios gescheitert. Vor zwei Wochen als bisher letztes das mit Millionen Dollarn, auch aus US-Steuermitteln geförderte Projekt einer Virienresistenten (cassava mosaic disease - CMD)Cassava Varietät.

  13. 14.09.2006 | 16:33

    Das Wort “Verunreinigungen” zeigt wer die Lufthoheit hat. Als ich damals - im doppelten Wortsinne - für die Grüne Gentechnik schrieb, hieß das “Beimengungen” (PDF) .

  14. R.A.
    14.09.2006 | 16:52

    @balou:
    > Der Reis darf nicht
    > enthalten sein,
    > weil er in der
    > EU nicht
    > zugelassen ist,
    Das ist ja im Prinzip unstrittig.

    Die Frage ist nur, ab welcher Menge man von “enthalten” sprechen kann.
    Das ist je nach Stoff sehr unterschiedlich.

    6 Gramm Blausäure auf 10000 Gramm Reis wäre skandalös, 6 Körner anderer Reis auf 10000 Körner Normalreis ist uninteressant.

    Insofern kann man eben auch nicht schließen:
    > saubere Trennung
    > bei Erfassung und
    > Transport nicht
    > funktioniert.

    > Lebensmittel aus
    > gentechnisch
    > veränderten
    > Pflanzen, sofern
    > hier zugelassen,
    > dürfen durchaus
    > verkauft werden,
    So die Theorie.
    In Praxis habe ich sie noch nie in einem Laden gefunden.

  15. 14.09.2006 | 17:29

    Verunreinigungen: Über den Begriff mag man streiten. Nur wenn diese Beimengungen z.B. in zertifizierter Ökoware enthalten sind, sind es Verunreinigungen da sie nicht drin sein dürfen und zur Aberkennung des Zertifikates führen. Wenn es, wie 2005 in Australien zu ungeklärten Beimengungen von gentechnisch verändertem Raps zu GMO frei produziertem Raps kommt, die betroffenen Farmer dadurch die Existenz gefährdende Preisabschläge hinnehmen müssen, dann ist es aus Sicht des Farmers weder eine Verunreinigung noch eine banale Beimengung sondern eine Verseuchung.

    6 Körner auf 10.000 sind uninteressant – nach Ihrer Meinung vielleicht, nicht nach den Rechtsvorschriften und da verhält es sich dann analog zur Blausäure. Das mag alles Haarspalterei sein, nur die Rechtsordnung gilt für alle. Das ist keine Frage unserer persönlichen Bewertung sondern in erster Linie auch eine Frage der Rechtssicherheit. Die Grenze ist klar: Null, bei als GMO frei deklarierten Lebensmitteln.

    Kein GMO Lebensmittelangebot: Das mag ja sein, nur das ist doch kaum ein Problem der Produzenten von GMO freien Produkten. Wir wollen doch, in einer marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaft, dem Handel keine Vorschriften über sein Sortiment machen oder gar Staatliche Abgabestellen für GMO Produkte einführen - Sonderwünsche sind halt oft nur mit zusätzlichen Aufwand zu befriedigen, das gilt zum Beispiel auch für meinen Tabak.

  16. Llarian
    14.09.2006 | 17:40

    Durch den massiven Einsatz eines speziellen Herbizids oder den permanenten Kontakt von tierischen Schadorganismen bilden sich zwangsläufig Resistenzen aus. Das ist keine Horrorversion sondern Realität.

    Das ist schon so eine triviale Realität, dass man sich fragt, warum überhaupt noch Herbizide zugelassen sind. Und warum “normaler” Ackerbau noch zugelassen ist, wo deutlich mehr Herbizide eingesetzt werden und somit die Erzeugung von Resistenzen höher liegen müsste. Ich vermute Resistenzen sind nur dann böse, wenn sie von bösen Gentechnik Firmen erzeugt werden ……

  17. R.A.
    14.09.2006 | 18:08

    > Das mag alles
    > Haarspalterei sein,
    Richtig. Deswegen halte ich die Medien-Berichterstattung für lächerlich überzogen.

    > nur die
    > Rechtsordnung gilt
    > für alle.
    Selbstverständlich.
    Da wird es jetzt irgendein Prozedere geben, das sollen die ruhig machen.
    Nur daß eine Grenze von Null eher realitätsfern ist, und der Verstoß dagegen halt den Skandalisierungsgrad von Falschparken hat - letzteres ja unbestritten auch in der Rechtsordnung geregelt.

    > Kein GMO
    > Lebensmittelangebot:
    > Das mag ja sein,
    > nur das ist doch
    > kaum ein Problem
    > der Produzenten
    > von GMO freien
    > Produkten.
    Gegen die Produzenten habe ich ja gar nichts gesagt.

    Die Schuld trifft die Fanatiker von attac/Greenpeace und Genossen, das habe ich doch explizit geschrieben.

  18. 14.09.2006 | 18:43

    @Llarian

    Grundsätzlich ist bei jedem massiven Einsatz – Menge und Zeitspanne – mit der Entstehung von Resistenzen zurechnen. Setzen Sie ein Insektizid ein, orientieren Sie sich normalerweise an der Schadensschwelle – ist nämlich auch eine Kostenfrage. Ich habe während meiner ganzen Zeit als Normaler Landwirt nie gegen Maiszünsler gespritzt. Somit konnten sich auch keine Resistenzen entwickeln und im Falle eines Falles wäre eine Bekämpfung leicht und erfolgversprechend möglich gewesen. Beim Einsatz von Bt-Mais bekämpfen Sie den Zünsler permanent und erhöhen dadurch, ohne zu spritzen, die Wahrscheinlichkeit der Resistenzbildung. Ein Problem, das die Gentechnik durchaus erkannt hat und durch ein Refugienmanagement der beschleunigten Resistenbildung vorzubeugen. Funktioniert leider nicht wirklich.

    Die Vorstellung, dass Gentechnik insgesamt zu einem geringeren Pestizideinsatz führt hat sich bei fast allen Kulturen nach einigen Jahren erledigt – aufgrund der Resistenzbildung. Im Gegenteil der Einsatz steigt an, weil ehemals sehr wirksame Mittel wie Roundup nicht mehr oder nur noch eingeschränkt wirksam sind. Dadurch werden höhere Gaben und teilweise eine Kombination mit anderen, wesentlich giftigeren alten Herbiziden notwendig z.B. 2,4-T.

    ‘When Roundup Ready crops came into our program, I thought we’d received a gift. But it wasn’t a gift — it was just a loan. And now we’re going to pay it back.’

    http://deltafarmpress.com/news/060405-tolernat-pigweed/

    Den letzten Satz hätten Sie sich eigentlich sparen können …

    @R.A. Sorry, da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen auch wenn ich Ihre Einwände durchaus nachvollziehen kann.

  19. 15.09.2006 | 9:44

    Noch mal zur Klarstellung von mir, obwohl das hier auch schon anklang:
    Selbstverständlich ist es nicht in Ordnung und ggf. gerichtlich zu ahnden, wenn ein Kunde wegen betrügerischer oder fahrlässiger Vorspiegelung falscher Tatsachen nicht das erhält, was ihm angeboten worden ist. Wenn mir im Laden Milch verkauft wird, die ausschließlich von zwergwüchsigen Kühen stammen soll, diese Milch aber in Wirklichkeit pro Liter einen Tropfen Milch normaler Kühe enthält - dann wurde ich betrogen.

    Mir ging es vor allem um die tendenziöse Darstellung offenbar gesundheitlich unbedenklicher Beimengungen als “Schmutz”.

    Was nun die Gentechnik im Allgemeinen angeht, gestehe ich, Laie zu sein. Mir scheint es aber bei dieser Technologie nicht nur potentielle Nachteile wie Resistenzen geben zu können. Denn dann würde sich das Thema wegen Nicht-Funktionieren von selbst erledigen. Stattdessen scheinen ja die Anbauflächen weltweit ständig zu wachsen und Länder wie China und Indien investieren stark in diese Technologie. Warum sollten sie das tun, wenn so einfache Argumente dagegen sprechen sollen?
    Ich habe auch davon gelesen, dass die Gentechnik z.B. auch die Züchtung von Pflanzen anstrebt, die weniger Wasser brauchen und mehr Kälte abkönnen. Gentechnik scheint also etwas mehr positives Potential zu besitzen, als panikmachende Grünfriedler und Bioladenverkäufer uns weismachen wollen.

  20. Llarian
    15.09.2006 | 11:06

    @balou: Ich muss unweigerlich an Konfuzius denken und seine gezielte Verwirrung der Begriffe wenn ich das lese. Was hat denn jetzt BT Mais, der sein eigenes Gift produziert, bitte mit gesprühten Pestiziden zu tun ? Nix. Gibts da einen Vergleich mit herkömmlichem Anbau ? Nee. Wenn dann sollte man schon bei einem Thema bleiben.
    Der letzte Satz trifft es sehr gut, Dinge sind nur böse, wenn sie aus der Gentechnik kommen. Im normalen Landbau wirf erheblich mehr gesprüht, aber keine Sau interessiert sich dafür. Weil das ja “normal” ist. Mag wohl sein, dass sich irgendwann gegen Resistenzen gegen Roundup bilden. Aber in der selben Zeit war die Wahrscheinlichkeit gegen Resistenzen von XYZ dagegen ziemlich null. Das aber widerum interessiert nicht, weils ja Gentechnik ist. Monsato wird sich in einigen Jahren, wenn sich Resistenzen weiter ausgebreitet haben, was neues überlegen müssen. So ist das Leben. Passiert bei gentechnischem Anbau wie im normalen. Der Unterschied ist nur, eins ist böse und das andere nicht.

  21. 15.09.2006 | 12:22

    @Boche – sorry, dass ich nicht auf Deine Einwendungen eingehe. Das ist Stoff für mehrere Artikel – besser Bücher d.h. ich könnte Dir lediglich Gegenbeispiele anführen nur selbst das sprengt den Rahmen. Nur soviel: Natürlich stellt sich auch für mich die Frage warum wird es eingesetzt wenn es doch nicht wirklich funktioniert. Da gibt es keine allgemein gültige Antwort, der Kleinbauer in Indien, vielleicht noch Analphabet entscheidet anders als der Manager eines xTausend acres Betriebes im US-Cornbelt, der sich die Frage stellt: weitermachen mit erhöhten Dosen oder Rückkehr zur traditionellen Bestellung mit Pflugfurche und das bei steigenden Ölpreisen. Insofern funktioniert Gentechnik partiell, ohne die Versprechungen bezüglich geringeren Pestizidbedarfs einzulösen.

    @Llarian

    Das mit der Begriffsverwirrung tut mir aufrichtig leid - läßt sich bei einem derart komplexen Thema oft nicht vermeiden und es ist natürlich ein Unterschied ob man selbst aus dem Bereich Landwirtschaft kommt oder sich einfach dafür interessiert. Empfinde dies bitte nicht als Beleidigung oder Abwertung - auch mein wissenschaftliches Wissen ist partiell veraltert nur erschließt sich vieles anders wenn man auf eine Basis zurückgreifen kann.

    Zu Bt-Mais. Natürlich gibt es da einen bezug zu real existierenden Pestiziden: Eine Suspension aus Sporen des Bt-Bazillus wird seit ca. 50Jahren im Pflanzenschutz eingesetzt, u.a. auch im Öko-Landbau als Notfall Insektizid zugelassen. Dieses war einer der Gründe, dass die Gentechnik auf das Bt-Bazillus zurückgriff: Erforscht, mit wenigen Nebenwirkungen und vorallem Inaktivierung der Sporen nach 2-3 Tagen. Nur unterscheiden sich die Wirkungsweise und Applikation vom Bt-Mais:

    1. Mit der Suspension werden die Sporen aufgebracht, das Insekt nimmt die Sporen auf und im Verdauungstrakt entwickelt sich das Bakterium, Bt-Toxin wird abgegeben – Exitus. Unter Einwirkung von Licht werden die Sporen innerhalb von 2-3 Tagen inaktiviert – handelt sich um ein Bodenbakterium. Einsatz erfolgt nach Schadensschwelle, d.h. bei Bedarf und selbst hier ist es bereits zur Bildung einer Resistenz gekommen. Gartenbau irgendein Kohlschädling.

    2. Beim Bt-Mais bewirkt das eingepflanzte Gen eine permanente Produktion des Bt-Toxins, d.h unabhängig vom Befall gerät jeder Saugschädling in Kontakt mit dem Bt-Toxin – der Kontakt ist um vielfaches intensiver. Daher die Refugienlösung: ca. 20% des Bestandes sollten mit konventionellem Mais bestellt werden um die Möglichkeit einer Fortpflanzung ohne Kontakt mit Bt-Toxin zu ermöglichen - wird nur nicht konsequent umgesetzt. Auf Dauer verliert damit das herkömmliche Bt-Mittel seine Wirksamkeit das weltweit, weit über den Ökoanbau hinaus, eingesetzt wird.

    Zu den Herbizid Resistenzen siehe einfach mal den verlinkten Artikel. Roundup Resistenzen sind keine Vision sie sind real. Roundup war immer das Mittel für schwierige Fälle, nur nicht im stehenden Bestand einstzbar weil es sich bei Roundup um ein Totalherbizid handelt. Der Einsatz wurde vor der Einführung von RR Varietäten sorgfältig geplant da entsprechende Zeitspannen zwischen Applikation und Neuaussaat einkalkuliert werden mussten. Diese Situation hat sich grundlegend verändert und zwar durch den Masseneinsatz.

    Natürlich werden irgendwann neue Mittel eingesetzt und zwar in immer kürzeren Zeiträumen. Bt-Baumwolle ist nur gegen ein enges Saugerspektrum resistent und der Einsatz von Sprühmittel ist nach wenigen Jahren auf dem Ausgangslevel. Mittlerweile wird im Bt und RR Anbau wieder genauso gesprüht wie im Normalen Anbau.

    … und den letzten Satz hättest Du Dir auch dieses Mal sparen können. es ei denn Du möchtest eine ideologische Diskussion nur dann sollten wir das Thema ändern. Hier ging es mir lediglich um die Auswirkungen im Pflanzenbau wobei ich natürlich die sozialen, politischen und gesellschaftlichen Kollateralschäden der Gentechnik durchaus nie aus dem Auge verliere. Nur sehe ich nicht, dass man mir dieses, mit Bezug auf die letzten Beiträgn vorwerfen könnte.

Bad Behavior has blocked 682 access attempts in the last 7 days.