Karl Philipp Moritz und das Ideal einer vollkommenen Zeitung

Aus Anlass des 250. Geburtstages von Karl Philipp Moritz hier ein Auszug aus einem Text über “Das Ideal einer vollkommenen Zeitung“, der vor zwei Jahren in der taz erschienen ist:

Schon lange habe ich die Idee mit mir herum getragen, ein Blatt für das Volk zu schreiben, das wirklich von dem Volke gelesen würde, und eben dadurch den ausgebreitetsten Nutzen stiftete. Diesen Gedanken, nahm ich mir vor, erst hinlänglich bey mir reif werden zu lassen, ehe ich ihn je zur Ausführung brächte. Seitdem ist aber diese Idee durch verschiedene elende Schmierer so oft gemißbraucht und herabgewürdigt worden, daß ich es manchmal nicht ohne Aerger und Unwillen habe mit ansehen können.

Endlich fiel ich darauf, daß eine einmal eingeführte und gelesene Zeitung vielleicht das beste Vehikel sey, wodurch nützliche Wahrheiten unter das Volk gebracht werden könnten.

Die Ideale, die Moritz dann nennt, sind schon sehr ideal. Aber wir haben es ja heute besser als er damals. Wir haben BILD und SpOn.

Zum 250. Geburtstag von Karl Philipp Moritz siehe auch: Ein Liebling Goethes. Von Ariane Thomalla, Deutschlandfunk

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