26. September 2006
Verbraucherschützer
Dass der Staat das uns abgepresste Steuergeld verschwendet, ist bekannt und wird immer wieder bekannt gemacht.
Was heißt aber eigentlich: Verschwendung? Schließlich gibt der Staat das Geld vielleicht nicht optimal für die Zwecke aus, die er zu erreichen vorgibt. Fließt das Geld aber nicht letztlich doch an die Bürger zurück? Nämlich in Form von Aufträgen an die private Wirtschaft (wie z.B. die Agentur, die Hotte Seehofer mit neuem Briefpapier beglückte)?
Mir scheint der eigentlich Skandal nämlich weniger im Umstand zu liegen, dass die Bürokratenkaste nicht mit Geld umgehen kann. Denn dieser Umstand ist so offensichtlich, dass er nicht skandalisiert werden muss. Jeder weiß, dass man mit fremden Geld nicht sparsam umgeht, wenn niemand einen dazu zwingt.
Nein, das grundlegende Problem beim staatlichen Geldausgeben (und nicht nur beim Verschwenden!) ist doch der Umstand, dass den Menschen mit jedem Steuer- und Abgaben-Euro die Selbstständigkeit beschnitten wird, über die Früchte der eigenen Leistung verfügen zu können.
An diesem Grundsatz würde sich auch dann nichts ändern, wenn der Staat das Geld zu 100% effizient ausgäbe. Es bleibt Bevormundung des Menschen durch eine per Zählung von Zettelchen “legitimierte” Kaste. Mit jedem Euro, den der Staat ausgibt sagt er seinem Bürger: “Du bist Untertan. Du bist unmündig. Wir wissen, was gut für dich ist.”
Verfasst von Boche um 13:16 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, Politik (Trackback)