Sag zum Abschied leise Schurke

Die Sau, die jetzt medial durchs Dorf getrieben wird, heißt Siemens/BenQ. Es muss eine sehr große Sau sein, gemessen an denen, die sich danach drängeln, sich auf sie zu setzen.

Was war geschehen? Siemens hat offensichtlich Probleme mit seiner Handysparte bekommen. Für das, was die Handys boten, waren sie anscheinend zu teuer, und für einen höheren Preis haben sie zu wenig geboten. Diesen Fall eines Unternehmens, das die Wünsche seiner Kunden nicht erkennt, kann man meinetwegen gerne “Management-Versagen” nennen. Ich nenne es normal. Auf einen Erfolgreichen kommen ungezählte Gescheiterte, und nationale Größe hat gerade in dynamischen weltweiten Märkten nichts mit Erfolg zu tun.

Nun hätte Siemens die Sparte dichtmachen können. Dass es das nicht getan hat, wird diesem Unternehmen heute vorgeworfen. Aber gerade die Stimmen, die sich jetzt höchstmöglich echauffieren, hätte ich wirklich gerne gehört, wenn das damals geschehen wäre. Stattdessen hat Siemens nach einem Strohhalm gegriffen, nach einem anderen Unternehmen, das die Sparte mit der Produktion kaufen wollte. Dass der Markenname einen Wert hatte, war klar. Die Produktion zusammen mit der Beschäftigungsgarantie war aber offensichtlich ein Malus, der in den Geboten der anderen Interessenten und in der “Mitgift” von 350 Mio Euro zum Ausdruck kam.

Jetzt hat der Erwerber doch beschlossen, die erworbene Produktion einzustellen. Viele der Entrüsteten werfen BenQ vor, das von Anfang an beabsichtigt zu haben. Das ist gut vorstellbar - warum sollte sich ein bereits in Asien produzierendes Unternehmen ausgerechnet eine viel teurere Fertigung in Deutschland ans Bein binden, wenn es irgendwie anders geht? Die Stukturentscheidungen, die gefällt (Aufteilung in verschiedene Kapitalgesellschaften) und die nicht gefällt (Management beibehalten) wurden, deuten jedenfalls darauf hin, dass der heutige Zustand von BenQ zumindest billigend in Kauf genommen wurde.

So weit, so schlecht. Gehen wir aber mal die Vorwürfe durch.

Der eine richtet sich gegen Siemens. Der deutsche Konzern habe “sich nicht die Hände schmutzig machen wollen” und sei deswegen jetzt noch in die Verantwortung zu nehmen. Dieser Vorwurf ist schon deswegen materiell nicht irrelevant, weil BenQ zur Schließung der Produktion einen Weg gewählt hat, der “im Markt” nicht als besonders seriös gilt, nämlich bei solventer Mutter eine Tochtergesellschaft einfach Pleite machen zu lassen. Das heißt, wenn der Plan aufgeht (und was soll ein deutscher Insolvenzverwalter gegen einen taiwanesischen Konzern tun?), bleiben die betroffenen Mitarbeiter ohne Abfindung. Ich meine, der Vorwurf an Siemens geht fehl. Ich nehme den Verantwortlichen ab, dass sie damals wirklich gemeint haben, nach einem Strohhalm gegriffen zu haben, der die Fortführung der deutschen Fertigung ermöglicht. Meine Begründung dafür ist eine Zahl: 350 Millionen. Ich glaube nicht, dass eine Schließung bei gleichzeitiger Restverwertung der Aktiva Siemens teurer gekommen wäre als 100.000 Euro pro Mitarbeiter.

Zitat aus dem Online-Angebot des Manager Magazins:

Ein Siemens-Sprecher wollte den Vorgang gegenüber manager-magazin.de nicht kommentieren. Er erklärte nur, dass sich Siemens damals für einen Verkauf an BenQ auch deshalb entschieden habe, weil es einen klaren Plan für die Entwicklung des Geschäfts in Deutschland gab - und entsprechende Standortzusagen. Seit dem Verkauf der Sparte würden Bewerber, die bei BenQ arbeiten, bei Stellenausschreibungen von Siemens bevorzugt behandelt, ergänzte der Sprecher: “Sie haben als Bewerber denselben Status wie interne Siemens-Mitarbeiter.”

Gegen Mittag meldete sich Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld zu Wort: “Die momentane Situation entspricht nicht der Intention der Parteien zur langfristigen Fortführung des Handygeschäftes. Unter den gegebenen Umständen wird Siemens seine Rechtsposition gegenüber BenQ prüfen.” Als Beleg dafür, dass Siemens bei Vertragsabschluss durchaus von einer langfristigen Lösung ausgegangen sei, führt Kleinfeld an, dass BenQ die Rechte an der Siemens-Marke für fünf Jahre übertragen wurden. “In der Vergangenheit wurde dies nur in ausgewählten Fällen bei langfristigen Partnerschaften getan, zum Beispiel in den Joint-Ventures Fujitsu Siemens Computers oder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH.”

Ich halte das, auch aus eigener Erfahrung mit deutschen Konzernen gleicher Größenordnung, für durchaus glaubwürdig.

Wenn es einen “Schurken” im eigentlichen Spiel gibt, dann heißt er BenQ. Die Schurkenrolle fällt ihm aber nur dadurch zu, dass die anderen Rollen mit allzu bereiten Naiven (Siemens), Pharisäern (Politik) und Moralisten (Öffentlichkeit) besetzt sind. Jeder, der schon einmal mit Chinesen beruflich zu tun hatte, weiß, welch knallharte Geschäftsleute das sind. Das kommt auch in dieser Meldung zum Ausdruck:

Inzwischen hat sich auch Benq-Strategiechef Rick Lei zu Wort gemeldet und eher moralisierende Vorwürfe gegenüber Siemens erhoben. Nach seinen Worten habe der Münchener Konzern seine ehemalige Handysparte in der Stunde der Not im Stich gelassen, so zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Manager. Noch in der letzten Woche habe die Siemens-Spitze finanzielle Hilfen für den Bereich abgelehnt, so Lei weiter. Als Konsequenz habe BenQ die Notbremse ziehen müssen. „Wir haben Siemens um Hilfe gebeten. Letzten Donnerstag haben wir die ganze Nacht lang mit hochrangigen Siemens-Managern gesprochen. Aber am Ende haben sie gesagt: ‘Geschäft ist Geschäft’“, sagte Lei. Ein Siemens-Sprecher kommentierte das mit dem Hinweis, Benq habe nach der Übernahme vor einem Jahr immer wieder Ansprüche an die Münchener gestellt.

Schon mal mit der Veräußerung von Unternehmen oder Unternehmensbereichen zu tun gehabt? Klingt bekannt, oder? Ein altes Spiel.

BenQ hat alle hereingelegt: Siemens, die übernommenen Arbeitnehmer und die Öffentlichkeit. Ist das schlimm? Moralisch betrachtet schon. Aber ganz nüchtern ökonomisch gesehen: Ist derjenige schuldig, der eine Illusion beendet? Siemens-Handys waren einfach nicht mehr wettbewerbsfähig, und es war leider niemand in Sicht, der das hätte ändern können. Der Wille, an etwas anderes zu glauben, hat erst die Enttäuschung und den Frust ausgelöst.

Kommen wir zum echten Schurken. Das ist einer, der wider besseres Wissen Versprechungen macht. Einer, der geltendes Recht missachtet. Jürgen Rüttgers, der Schweinereiter. Gut, dass er verlangt, verlustreiche Produktionen müssten weitergeführt werden, mag seiner Sozialisation als Politiker geschuldet sein: Schließlich kann man sich da benötigtes Geld erpressen und nach Herzenslust Schulden machen, was dem gemeinen Unternehmer als Instrumentarium nicht zur Verfügung steht. Aber dass er diese Situation dazu nutzt, seinem Unwort von den “Lebenslügen” der CDU neue Nahrung zu geben, das ist mehr als schäbig. Rüttgers’ Logik sei im Folgenden skizziert.

  • Behauptung: Lohnverzicht macht Arbeitsplätze nicht sicherer.
  • Feststellung: Mitarbeiter in der Siemens-Handy-Sparte verzichten auf Lohn, verlieren später aber doch ihren Arbeitsplatz.
  • Schluss: Die Behauptung stimmt.

(Erinnert mich an die Wochenshow mit Profitlich und Pastewka. Erklärbär: “Du bist so schlaaauuu, Jüüüürgen!” Ok, die Antwort Jürgens fällt nicht zugunsten des Erklärbärs aus, aber zu dem komme ich später…)

Ist das die Bildungsmisere in Nordrhein-Westfalen, die da zugeschlagen hat? Dass man den Unterschied zwischen Positiv und Komparativ nicht mehr kennt? Ok, dann eben Raysons Grundkurs der Lohnbildung, Teil I: Ein Lohnverzicht, nach dem der Lohn immer noch über der Arbeitsproduktivität liegt, macht einen Arbeitsplatz vielleicht sicherer, aber sicher nicht sicher. Klar, Jürgen?

Nächster Schweinereiter: Michael Glos. Das ist der ErklärProblembär. Wie kann sich ein Wirtschaftminister, der bisher vor allem durch Ahnungs- und Konzeptlosigkeit auffiel, nicht entblöden, den Mini-Konzernchef zu spielen:

Was Nokia geschafft hat, hätte Siemens auch schaffen müssen. Ich bin von den unternehmerischen Leistungen dort enttäuscht.

Jo mei. Was der Erhard Ludwig geschafft hat, solltest du doch auch hinkriegen, oder? Zeig’s doch mal. Und wette bitte dein eigenes Geld darauf.

Soweit zu den Schweinereitern. Gewerkschaften und Betriebsrat nehme ich ihre Verirrungen nicht übel. Die müssen das in so einem Fall tun. Vielleicht bleibt ja was übrig. Und ja, einen Hofnarren gibt es in dem Spiel auch, und der heißt Bisky von der SEDLinkspartei, die sich in der Vergangenheit durch ihre moralische Unangreifbarkeit einen Namen gemacht hat:

Das Vorgehen des taiwanesischen Elektronik-Konzerns und von Siemens sei “gemein und hinterhältig”, sagte Bisky in Hannover. “Man kann den großen Unternehmen nicht glauben, ihnen geht es nur um die Rendite”.

Aber was ist mit dem Aufruf des BenQ-Mobile-Geschäftsführers, jetzt doch bitte die Handys seines Unternehmens zu erwerben?

“Alle Erlöse kommen unmittelbar der Firma und damit den Mitarbeitern zugute”, sagte Joos am Samstag in München. “Es sind wettbewerbsfähige Geräte made in Germany auf dem Markt”, sagte er. “Kein Cent der Erlöse wird den Weg zu Siemens oder der BenQ Corp. in Taiwan finden”, ergänzte ein Sprecher.

Fangen wir von hinten an. Der letzte Satz stimmt wohl, zumindest was BenQ als Eigentümer betrifft. Dafür wird schon der Insolvenzverwalter sorgen. Der erste Satz stimmt nur halb, und zwar bis zu “der Firma”. Wer von Mitteln profitiert, die in einem insolventen Unternehmen übrig bleiben, hängt von der Struktur der Gläubiger ab. Und der Satz in der Mitte ist einfach nur eine Frechheit, die vielleicht zum Kern des Problems vordringt. Denn welche Geräte wettbewerbsfähig sind, das entscheidet nicht der Manager des Produzenten, sondern der Markt.

Aber das Problem löst das natürlich nicht. Selbst wenn die Deutschen wie verrückt Siemens-Handys kaufen würden, könnte das den Hersteller doch nicht daran hindern, sich unter mehreren Produktionsstandorten den günstigsten auszusuchen. Und das ist auch gut so, denn das Geld, das der deutsche Verbraucher nicht für überteuerte Handys ausgeben muss, hat er dann für andere Konsumwünsche frei.

Jetzt müssen wir abwarten, was der erfahrene Insolvenzverwalter hinbekommt. Besonderer Optimismus ist nicht angebracht. Das Handy-Geschäft ist ein globales, und bei Siemens hatten damals (außer BenQ) schon alle in Frage kommenden Konzerne abgewinkt. Es ist nicht das erste Mal, das ein deutscher Konzern einen Vorsprung verspielt. Aber das Dynamische liegt uns einfach nicht, wir setzen lieber auf Vergangenes.

Andere Beiträge zum Thema - zunächst zwei nahestehende Sozis:

Finger.Zeig.net
Pottblog

Dann im FTD-Blog “Kapitalist” Adrian Schimpf.
Und last but not least bei uns der Beitrag von Boche.

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25 Kommentare zu “Sag zum Abschied leise Schurke”

  1. 1.10.2006 | 1:59
  2. 1.10.2006 | 6:55

    >Ich halte das, auch aus eigener Erfahrung mit
    >deutschen Konzernen gleicher Größenordnung, für
    >durchaus glaubwürdig.
    –> Wetten dass es ein Dutzend andere gibt, die eine gegenteilige Erfahrung gemacht haben ?

    Ist ja ein netter Artikel, aber ich würde sagen, dass sich die Rolle von Siemens und BenQ allenfalls nachprüfen liesse, wenn Internas an die Öffentlichkeit kämen, die die Verantwortlichen entlasten oder belasten.

    Bis dahin bleibe ich bei meiner Meinung, dass sich Siemens auf eine sehr geschickte Art herausgewunden hat.

  3. 1.10.2006 | 8:29

    Mir ist bei der Überlegung, was Siemens da mit Ben Q gemauschelt haben könnte, zu viel Verschwörung drin.

  4. 1.10.2006 | 10:30

    @marcc
    Möglicherweise, aber im Grunde ist es sowieso egal: Vorbei ist vorbei.

  5. 1.10.2006 | 11:27

    Exellente Analyse.

    Der Punkt ist doch wohl einfach der:

    “Siemens-Handys waren einfach nicht mehr wettbewerbsfähig.”

    In einer Marktwirtschaft verkauft derjenige Produkte, der wettbewerbsfähiger ist als andere. Das tut kurzfristig mal einigen weh, nützt aber längerfristig allen.

    Man kann es freilich auch ganz anders machen. Das nennt man dann Staatssozialismus.

    In Deutschland hatten wir lange eine Mischung aus Marktwirtschaft und Staatswirtschaft: Großkonzerne und Staaten haben Hand in Hand gearbeitet. Das machte es möglich, Märkte gegen Wettbewerber abzuschotten und damit Arbeitsplätze zu sichern, weitgehend unabhängig von Leistung.

    Damit ist es unter den Bedingungen der Globalisierung vorbei. Das wissen die Verantwortlichen auch. Nur sagen will es keiner, weil er dann den Ärger abkriegt.

    Wir haben eben auch niemanden, der die Vorteile einer offenen Marktwirtschaft offensiv vertritt - als Ordnung der Freiheit und als Chance. Und niemanden, der klar macht, wie sehr gerade wir von Offenheit und Globalisierung profitieren.

    Das Trauerspiel der FDP ist, dass sie dazu nicht in der Lage ist. Weder intellektuell noch vom Führungspersonal her.

    Die FDP ist eben nicht die Partei des Marktes - der Chancen, der Offenheit -, sondern die Interessenvertretung von Berufsgruppen, die ihre Märkte gegen Wettbewerb schützen wollen.

    Mit Liberalismus aber hat das herzlich wenig zu tun.

    Zwei Lesetips: Rainer Hank, Ressortleiter Wirtschaft bei der FAS und einer der klügsten Köpfe, hat im letzten Heft der Zeitschrift “Merkur” einen exzellenten Artikel über die Entwicklung der bundesdeutschen Ökonomie geschrieben. Und von Nina Grunenberg gibt es ein Buch über “Die Wundertäter. Netzwerke der deutschen Wirtschaft, 1942-1966″ (Siedler). Ein Auszug daraus in der aktuellen “Zeit”. - In beiden geht es um die Verflechtung von Großunternehmen und Staat.

  6. der_gute_don
    1.10.2006 | 12:06

    Wir haben eben auch niemanden, der die Vorteile einer offenen Marktwirtschaft offensiv vertritt - als Ordnung der Freiheit und als Chance. Und niemanden, der klar macht, wie sehr gerade wir von Offenheit und Globalisierung profitieren.

    @ulrich:

    die Frage ist ggfs. von der Politik an die “Bildungsmisere”, sprich an Familien, insbesondere Lehrer also an die “Gesellschaft” weiterzugeben. Wer nicht vom Elternhaus Rückendeckung, bestenfalls sogar Motivation, unternehmerisch zu wirken, mitbekommt, der wird es gewiss nicht in der Schule vermittelt bekommen: “Marktwirtschaft ist geil!” Dort unterhält man sich lieber über Managementabzocker, fiese Großkapitalisten und die Sorgen der Arbeitnehmer. Niemand der vermittelt, das Selbständigkeit und unternehmerisches Wirken untermauert, unterstützt oder sogar fördert. Das fehlt, der Rückhalt, und nicht die klare Linie einer Partei die diese Werte mal besser mal schlechter vertritt.

  7. Parker8
    1.10.2006 | 12:11

    Benq ist eine ziemliche Bruchbude. Von 82 Mio. Euro Betriebsgewinn in 04 (runter von 153 in 03) auf 247 Verlust in 05, trotz einer Spritze durch Siemens in Höhe von einem Zehntel des Gesamtumsatzes. Weder diese Entwicklung wird den angeblich so besorgten Siemens-Leuten beim ‘Verkauf’ unbekannt gewesen sein, noch die unmittelbar erfolgte Aufteilung der Kapitalgesellschaften. In Wirlichkeit dürfte Kleinfeld eher das PR-Problem mit dem Lohnverzicht gefürchtet haben.

  8. 1.10.2006 | 12:24

    Nachtrag: Im gerade laufenden Presseclub geht es mal wieder um Moral der Wirtschaft.

    Ökonomie wird hierzulande vor allem unter Moral-Aspekten verhandelt (Stichwort “obszön”).

    Und Moral heißt eben: Beschränkung der marktwirtschaftlichen Kräfte, die als negativ und destruktiv gesehen werden.

    Dass der Markt auch eine Moral hat - Förderung von Freiheit, Selbständigkeit, Entwicklung, Wohlstand -, dafür gibt es kaum Verständnis.

    @ Don: Bildung ist sicher ein Teil. Aber der Punkt ist, dass es eben hierzulande nur viel zu wenig unternehmerische Milieus gibt. Wenn vierzig Prozent der Menschen von Staatstransfers leben, ein Großteil der übrigen auf Staatstransfers hofft, weitere Großteile in Großunternehmen und im Staatsdienst arbeiten - wo soll dann ein lebenweltlich fundiertes Verständnis für Marktwirtschaft herkommen?

  9. der_gute_don
    1.10.2006 | 15:32

    dass es eben hierzulande nur viel zu wenig unternehmerische Milieus gibt.

    mit Sicherheit ist auch das ein Teil des Problems. Boche hatte zu dem Thema auch mal einen interessanten Beitrag, wenn ich mich recht erinnere. Im Kern bleibt mir nur die Schlußfolgerung, das Problem an der Wurzel zu packen, was seine Blüten bei den Gwerkschaftsfunktionären treibt. Zu wenig gesellschaftlichen Rückhalt, zu wenig Motivation (oder nennt es Anreize) für junge Menschen etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Unser Bildung erzeugt Angst und Skepsis gegenüber Unternehmertum, statt die Eigeninitiative zu fördern. Ganz im Gegenteil, die 68er scheinen die Schulen niemals verlassen zu wollen. Weg durch die Institutionen hieß das damals glaube ich. Geglückt. Diesen Weg müssen wir umkehren. Naja und dann wohl 20 Jahre warten.

    Vermutlich ist es auch die aus der Bildung resultierende Naivität die jetzt viele Menschen im Fall Siemens-benQ erstaunt hochblicken lässt.

  10. 1.10.2006 | 16:11

    “… wettbewerbsfähige Geräte made in Germany auf dem Markt …” - dazu passt der heutige Dilbert-Cartoon :-)

  11. R.A.
    2.10.2006 | 11:25

    Die Siemens-Handy-
    Geschichte sollte man entspannt sehen.
    Das ist m. E. KEIN Grund, über den Standort Deutschland allgemein zu jammern.

    Siemens war erfolgreich bei Handys, als das noch ein Technologie- getriebener Bereich war, da konnte eine deutsche Firma mit der typischen Ingenieurs-Denke punkten.

    Dann kam (recht schnell und unerwartet) der Punkt, als Handys technisch weitgehend ausgereift waren und die Gimmicks zählten, da ging es um schnelle Produktzyklen und Mode-Orientierung.

    Bei so etwas sind deutsche Unternehmen (vor allem Großkonzerne) notorisch schlecht, das werden wir auch nie ordentlich hinkriegen, die deutschen Stärken liegen eben woanders.

  12. 2.10.2006 | 17:25

    @marcc

    Ich halte die Aufspaltung für nicht sehr üblich. Deswegen nehme ich sie im Beitrag auch als Indiz, dass die heutige Situation für BenQ von Anfang an eine sehr realistische Option war. Um es vorsichtig zu sagen.

    @Parker8

    Die “Bruchbude” war aber wohl der einzige ernstzunehmende Bewerber, der die Produktion (heute muss man sagen: angeblich) fortführen wollte. Wo ist der Vorwurf an Siemens? Dass sie die Produktion nicht gleich dicht gemacht haben? Laut FAZ von heute hätte schon v.Pierer diese Konsequenz ziehen müssen.

    @ulrich

    Danke für das Lob.

    Es ist aber schon eine Menge Konzernfolklore in diesem Thema. Und gerade das halte ich für fast ebenso fatal wie die Abwesenheit wirtschaftlichen Know-hows allgemein: Dass Wirtschaft für viele Menschen als Konzernhandeln vermittelt wird. Auch gefördert durch die Politik, die sich immer freut, wenn sie ihre täglichen Instrumente anwenden kann.

    Ich will Konzerne da gar nicht verteufeln. Aber mit unternehmerischem Handeln haben die nicht viel zu tun. Eher mit politischem.

  13. DerGriller
    2.10.2006 | 21:36

    Man kann es sich kaum vorstellen, was zur Zeit in Deutschland los wäre, wäre BenQ ein US-amerikanischer Konzern.
    … obwohl, eigentlich …

  14. 3.10.2006 | 13:27

    [...] Dabei geben sich doch viele Leute wirklich Mühe, uns die wahren Zusammenhänge näherzubringen. Dass wir, das gemeine Volk, es dennoch einfach nicht raffen wollen, liegt auch an solch einfältigen Politikern, wie „dem Herz-Jesu-Sozialisten“, Herrn Rütters oder unserem Wirtschaftfachmann in Dienstes des Bundes, Herrn Glos. Immer noch wecken sie bei scheinbar immer weniger werdenden Zuhörern (Wahlbeteiligung) den Eindruck, das Primat der Politik hätte trotz Globalisierung noch Bestand. Wie albern. Wir hören es auch vor dem Hintergrund des Verlustes von 3000 Arbeitsplätzen gern, dass die Globalisierung gerade für uns Deutsche positiv sei, und wir einen großen Nutzen hätten. Vollkommen zu vergessen scheinen diejenigen, die uns solche euphorischen Zukunftsprognosen liefern, jedoch, dass wir im Jetzt leben und unseren Lebensunterhalt nicht in einigen Jahren verdienen wollen und müssen, sondern hier und jetzt. [...]

  15. 3.10.2006 | 20:37

    Wir haben das Thema aus Schweizer Warte auch etwas diskutiert. Das Problem in Deutschland ist der wenig flexible Arbeitsmarkt. So hart es tönt: es ist oftmals billiger, einen Betrieb zu schliessen als Restrukturierungsmassnahmen einzuleiten. Die Macht der Gewerkschaften, die betriebliche Mitbestimmung und die einschlägige Gesetzgebung lassen sehr oft nichts anderes zu. Wenn ich höre, dass VW - ein Unternehmen, das am Abgrund steht - nach langen Verhandlungen mit den Gewerkschaften einen Kompromiss geschlossen hat, wonach die Arbeiter statt 26 Stunden pro Woche nun 30 Stunden arbeiten sollen und das flexibel, dann kann ich ehrlich nur noch lachen. Wir haben in der Schweiz die 42 Stunden Woche und vier Wochen bezahlte Ferien. Die Kündigungsfrist beträgt zwischen einem und drei Monaten, je nach Betriebszugehörigkeit. Gekündigt werden kann ohne weitere Begründung. So etwas macht man auch bei uns nicht einfach aus Spass. Doch dank dieser Flexibiltät - auch auf Seiten der Arbeitnehmer - stelle ich auch viel schneller wieder Leute ein. In gut qualifizierten Jobs haben wir seit einem Jahr einen Mangel an Arbeitskräften.Allein die Grossbanken haben derzeit weit über tausend nicht besetzte Jobs (offene Stellen Banken Schweiz googeln). Letztes Jahr sind 14000 Deutsche eingewandert, alles gut ausgebildete MitarbeiterInnen. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 3,1%. Im Landkanton Uri (bei der Gotthardautobahn, sind es nur 0,9 %, in der Umgebung von Zürich 2,1% und rund um Basel auch nur 2,7%. Falls das jetzt etwas überheblich tönt, bitte ich um Nachsicht, ist nicht so gemeint. http://arlesheimreloaded.twoday.net/stories/2748365/

  16. der gute don
    4.10.2006 | 0:08

    @rayson,
    Die Stukturentscheidungen, die gefällt (Aufteilung in verschiedene Kapitalgesellschaften) und die nicht gefällt (Management beibehalten) wurden, deuten jedenfalls darauf hin, dass der heutige Zustand von BenQ zumindest billigend in Kauf genommen wurde.

    In der Tat, eine sehr effektive Vorgehensweise, schon fast bewundernswert “offensichtlich”. Im Übrigen freut mich Deine ideologiefreie Herangehensweise an das Thema.

    @MM,
    so sehr ich diverse Regelungen in der Schweiz schätze, wollen wir dochmal etwas Wesentliches nicht vergessen.

    Die Schweiz hat 7.4 Mio Einwohner und hat zu Gunsten potentieller Kapitalanleger auch Neutralität bzgl. ethischer und moralischer Werte eingenommen. Die Lösungskonzepte einer 85 Mio. Gemeinschaft müssen nicht zwangsläufig die Gleichen sein, wie die der Schweiz.

    Zweifelsohne erfüllen BW und der Freistaat ebenfalls hervorragend Kennzahlen, die zu Bewertung einer Volkswirtschaft herangezogen werden …

    In den von Dir genannten Punkten des Arbeitsmarktes kann ich Dir allerdings uneingeschränkt zustimmen. Leider ist das Wissen um diese Fakten kein Treiber für die politische Umsetzung.

    @RA
    Dann kam (recht schnell und unerwartet) der Punkt, als Handys technisch weitgehend ausgereift waren und die Gimmicks zählten, da ging es um schnelle Produktzyklen und Mode-Orientierung.
    Bei so etwas sind deutsche Unternehmen (vor allem Großkonzerne) notorisch schlecht, das werden wir auch nie ordentlich hinkriegen, die deutschen Stärken liegen eben woanders.

    herrvoragend festgehalten!

  17. 4.10.2006 | 8:46

    Der mit den Banken musste kommen, spielt aber inzwischen nur noch in B-Movies eine Rolle. Interessant ist nämlich, dass trotz Zinsbesteuerung der EU-Bürger-Konten in der Schweiz, der Zustrom weiter anhält. Die Amnestien in Deutschland und in Italien waren ein Flop. Dass der deutsche Finanzminister gerne direkten Zugriff auf die Bankkonti deutscher Bürger in der Schweiz hätte, so wie er jedes Konto in Deutschland einsehen kann - unglaublich - werden wir schon zu verhindern wissen. Und zwar nicht wegen den Deutschen, sondern wegen uns. Ich gehe noch immer davon aus, dass mich der Staat nicht als potenziellen Betrüger betrachten muss, sondern als verantwortungsbewussten Bürger. Sonst können wir es doch glatt vergessen. Selbstveständlich wollen bei uns die Sozialdemokraten eine deutsche Lösung, aber die werden nie die Mehrheit erlangen. Also was soll’s. Und mit der bei einer solchen Frage zwingend nötigen Volksabstimmung haben wir, das Volk, eh das letzte Wort.

    Die Logik, die hinter der Aussage steht, einer Bevölkerung mit 7,2 Mio. habe quasi systembedingt weniger Probleme als eine mit 85 Mio., kann ich nicht recht nachvollziehen. Die schweizerische Wirtschaft wurde in den 90er Jahren ziemlich radikal umgebaut. Allein bei den Banken gingen über 10′000 Arbeitsplätze verloren. Die Leitindustrie Basels, Pharma, baute 3′000 Stellen ab. Fünf Jahre später sind die Stellen alle wieder da. Auch mit Neugründungen. Allein rund um Basel wurden als Spinoffs der Firmen Roche und Novartis zehn neue Pharmaunternehmen gegründet, darunter beispielsweise Actelion, das mit 20 Mitarbeitern vor sieben Jahren auf dem Weg zum Weltkonzern ist.

    In Deutschland stimmen die Rahmenbedingungen nicht. Ich meine das nicht überheblich, sondern mit Besorgnis. Deutschland ist mit der wichtigste Handelspartner der Schweiz.

    Doch zum Thema: In der Schweiz gilt BenQ inzwischen als B-Brand. Im Mai 2006 war noch jedes 10. Mobile das über den Landentisch ging, eines von BenQ Siemens. Heute ist es jedes 25ste. Marktanteil gerade noch 4%. Die Schweiz ist ein Hochpreis- und Trendmarkt, also gut für Siemens. Marktanteile eroberten im gleichen Zeitraum LG und SonyEricsson.

    PS. Wäre nett, wenn ihr Arlesheim Reloaded in eure Blogroll aufnehmen würdet. Ihr seid bei mir schon drin.

  18. 4.10.2006 | 9:07

    @M.M.

    Danke für den Hinweis. Vielleicht zur Klarstellung noch einmal unsere interne Regel, wie etwas auf die Blogroll kommt:

    In die Blogroll aufgenommen wird ein Blog dann, wenn dieses von mindestens von einem von uns regelmäßig gelesen wird, wenn einer von uns das wünscht (warum auch immer) und wenn keiner von uns widerspricht.

    “Arlesheim Reloaded” haben wir jetzt im Radar. Der Rest ergibt sich basisdemokratisch-kompliziert.

  19. der gute don
    4.10.2006 | 9:42

    Die Logik, die hinter der Aussage steht, einer Bevölkerung mit 7,2 Mio. habe quasi systembedingt weniger Probleme als eine mit 85 Mio., kann ich nicht recht nachvollziehen. Die schweizerische Wirtschaft wurde in den 90er Jahren ziemlich radikal umgebaut.

    Dann gebe ich es als Frage zurück, warum ist ein radikaler Umbau in Deutschland nicht möglich, war es aber wohl in der Schweiz? (und in anderen Ländern)

  20. 4.10.2006 | 9:45

    Das mit der Blogroll war ja auch nur so ein Marketingdingsbums-Schwenker von mir :-)).

  21. 4.10.2006 | 10:01

    Der radikale Umbau ist a) nicht möglich, weil ihr eine grosse Koalition hat und Frau Merkel enttäuscht, b) weil die Gewerkschaften zu grossen Einfluss haben (Mitbestimmung), c) weil ihr Milliardensummen in den Aufbau Ost lenken müsst (ich sage das wertneutral) und d) weil ihr noch immer der Zahlmeister Europas seid, e) weil ihr zu hohe Steuern bezahlt. Dabei ist das Potenzial Deutschlands enorm. Auch stimmungsmässig. Mann haben wir uns über eure Freude während der WM gefreut - und das war für die Schweizer ein riesen Schritt (vergleichbar verharrend im 2. Weltkrieg wie die Engländer.) Und alle dachten, ran an den Speck. Und jetzt? Gesundheitsreform, Gewerkschaftsverhandlungen. Warum zum Geier kann Siemens keine Spitzenhandys herstellen? Die sind doch nicht blöder als die Finnen. Es sind die gedanklichen Strukturen. Dieses nach Links und Rechts schielen müssen. Die Arbeitsgesetze. Wenn Siemens vor drei Jahren, sagen wir, die Hälfte der Belegschaft hätte entlassen können, sich ein paar junge Typen in die Designabteilung geholt hätte (virtuell, die würden in der Schweiz und in Kalifornien sitzen) dann hätten die doch das glatt geschafft. Es beginnt im Kopf und das ist wohl auch so ein blöder Satz. Aber es ist nun mal so. Weshalb kommen so viele Deutsche in die Schweiz? Nicht wegen den Bergen und wegen der tiefen Steuern. Sondern weil hier einfach weniger gejammert wird (es wird auch gejammert, auf hohem Niveau).

  22. 4.10.2006 | 11:15

    @M.M.

    Große Koalition (wobei die Schweiz doch eigentlich die denkbar größte Koalition hat), Gewerkschaften und hohe Steuern sind nur Symptome einer anderen kulturellen Entwicklung. Ich glaube, dass in der Schweiz schon geschichtlich die Eigenverantwortung einen hohen Wert hat. Die Schweizer haben sich ihre Unabhängigkeit und Einheit selbst erkämpft, die Deutschen bekamen sie von oben geschenkt oder meinetwegen auch verordnet. Der junge deutsche Nationalstaat war dann später als kriegführender darauf angewiesen, die Bevölkerung durch Wohltaten von oben auf seine Seite zu ziehen. In der Schweiz ist der Staat von Anfang an mit Demokratie von unten, d.h. bei hoher Subsidiarität (was bei der Vielfalt auch kaum anders geht), verbunden, in Deutschland wurde die Demokratie, die bis heute hält, erst im letzten Jahrhundert zwangsimportiert und von oben nach unten durchgesetzt.

    Packen wir dann noch etwas Zwingli in die Mischung und tatsächlich auch die historische Rolle als Kapitalfluchtburg, dann kommt eine ganz andere Mentalität dabei heraus, was das Verhältnis von Staat und Bürger betrifft.

    Die Probleme von Siemens sind damit aber nicht erklärbar. Da geht es dann um reine Größe und die Probleme, als primär technisch orientierter Konzern auch ein wenig auf Markenartikler zu machen, was nach meinem Dafürhalten noch nie gut gegangen ist.

  23. 4.10.2006 | 11:23

    @ M.M.

    Die Logik, die hinter der Aussage steht, einer Bevölkerung mit 7,2 Mio. habe quasi systembedingt weniger Probleme als eine mit 85 Mio., kann ich nicht recht nachvollziehen.

    Beispielsweise steigen Verwaltungskosten überproportional mit der Größe der Verwaltung.
    Ich glaube aber nicht, dass man mit sogenannten “anekdotischen Ländervergleichen” (Statler) weiterkommt. Warum das eine dort und nicht hier funktioniert muss man meines bescheidenen Wissens nach mit ökonometrischen Methoden erklären. Leider scheinen die etwas aufwändiger zu sein.

  24. 4.10.2006 | 14:44

    Einverstanden, das mit dem Vergleich. Am Schweizer Wesen kann nichts genesen. Doch eines gilt für alle Länder: Je mehr der Bürger, der Citoyen, sich verantwortlich für sein Gemeinwesen fühlt, desto eher habe ich die Kosten im Griff. Das fängt beispielsweise beim Steuersystem an, das in der Schweiz dreistufig geregelt ist: Gemeinde, Kanton, Bund. Du bezahlst dreimal steuern. Und den Steuerfuss der Gemeinde, oftmals auch derjenige des Kantons legst du in einer Abstimmung fest. Zusammengezählt kommst du auf eine Einkommensteuerbelastung so um die 25% herum. Jede Investition in deiner Gemeinde wird von den Bürgern in einer Gemeindeversammlung beschlossen, sei es die Erneuerung einer Strasse oder der verkehrsfreie Stadt/Dorfkern. In diesem System der direkten Demokratie gibt es verschiedene Kommissionen, zum Beispiel für Soziales, die Finanzen, Schule, Kindergarten usw. In diese Kommissionen - am ehesten mit einem Aufsichtsrat zu vergleichen - werden von der Bevölkerung BürgerInnen gewählt, also Steuerzahler. Und da fängt die Verantwortung des Einzelnen an. Und da wird - im Sozialbereich oder Kindergarten - nicht einfach der Hahn abgedreht oder die Mittel zum Fenster rausgeworfen. Sondern du trägst die Verantwortung und nicht die da oben. Es ist selbstverständlich nicht so weiss, wie ich das schildere, aber immerhin ein helles Grau. Aber alle vier Jahre mal jemanden wählen und dann nichts mehr zu melden haben, das ist schwierig. Und das hat nichts mit der Bevölkerungszahl zu tun. Ich behaupte mal, dass sich keine Bevölkerung Europas derart intensiv mit der EU - wir hatten mehrere Abstimmungen - beschäftigt hat, wie die schweizerische. Die nächste steht im November an. Da geht es darum, ob die Schweiz eine Milliarde an den Aufbau der neuen Mitgliedsländer zahlen soll. Das entscheidet in Deutschland die Bundesregierung. Selbstverständlich hat eine solche Vorlage ans Volk ihre lautstarken Gegner. Aber am Schluss ist es nicht eine kleine Elite mit Privilegien, die entscheidet, sondern die Stimmbürger (machen jeweils zwischen 30 und 55% mit).

    Das ist mein letzter Beitrag in dieser Sache, ich möchte da nicht mit einem nicht sehr wichtigen Thema, den Lauf der Dinge hier blockieren.

    Gruss aus Basel
    Manfred Messmer

  25. 14.10.2006 | 13:26

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