4. Oktober 2006
Was ich an der FDP nicht mag - Teil II
Wird wohl eine Serie. Nach dem aus Pfälzer Sicht zum Glück in Richtung Berlin entschwundenen Schrecken aller Weinköniginnen sind jetzt die deutschen FDP-Vertreter im Europäischen Parlament dran.
Deren Rolle im Streit um Softwarepatente war nicht besonders ruhmreich. Man hat da eigentlich nur die Wahl zwischen mangelnder Kompetenz oder zweifelhafter Klientelpolitik. Auch die jüngsten Stellungnahmen zum European Patent Litigation Agreement (EPLA) zeigen deutlich, dass die Abgeordneten der FDP immer noch auf einen alten Trick (siehe zur Rolle der Parlamentarier und zum Trick selbst das Buch von Florian Müller) der Patentjuristen hereinfallen (aus heise online):
Von FDP-Volksvertretern im EU-Parlament werden Eingaben besorgter Bürger dagegen mit einem Musterbrief beantwortet. Demnach sei der Vorbehalt, dass das EPLA Softwarepatente durch die Hintertüre einführe, unbegründet. Die Frage, inwieweit computerimplementierte Erfindungen patentierbar sind, sei eine Angelegenheit des materiellen Patentrechts, welches hier nicht zur Diskussion stehe. Das Europäische Patentübereinkommen schließe Computerprogramme weiter ausdrücklich von der Patentierbarkeit aus. Dies bezieht sich aber nur auf Software zur Datenverarbeitung “als solche”.
Verfasst von Rayson um 23:17 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, International, Politik, Wirtschaftspolitik (Trackback)