Phantastische Leistungen der Bundesagentur für Arbeit

Soeben hatte ich das Vergnügen, den Erlebnisbericht einer Bekannten zu hören, die vor Kurzem ihre Ausbildung beendet hat, nun in Hessen eine Stelle sucht und aus diesem Grund bei der Bundesagentur für Arbeit vorstellig wurde. Der dort gebotene Service bestand maßgeblich aus:

-Dem Ausdrucken einer Liste von Internet-Jobbörsen
-Der Konsultation von Internet-Jobbörsen, was hauptsächlich darauf hinauslief, Angebote von Zeitarbeitsfirmen weiterzuleiten
-Dem mehrmaligen Versuch, der Bekannten eine Stelle in Österreich schmackhaft zu machen, trotz wiederholter und eindeutiger Bekundung: “Ich will nicht nach Österreich” und obwohl die Frau noch lange nicht als im Wunschgebiet unvermittelbar eingestuft werden kann (wie gesagt: Ausbildung erst vor Kurzem abgeschlossen).

Ich ziehe daraus den Schluß, daß das Potenzial der Bundesagentur, Gewinne zu machen, noch lange nicht ausgereizt ist.

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8 Kommentare zu “Phantastische Leistungen der Bundesagentur für Arbeit”

  1. 6.10.2006 | 19:03

    Kleiner Zynismus:

    Wow, da hat sich doch was verbessert, seit ich mal “betriebsbedingt gefeuert” wurde (Ende 2003): Drei Monate vor Beschäftigungsende als arbeitssuchend gemeldet, einen Tag vor Beschäftigungsende eine Veranstaltung um micht über meine Pflichten aufzuklären (nicht über die Rechte, da gab es eine Broschüre) … und das war’s. Kein Angebot zu nichts (allerdings hatte ich auch nichts erwartet). Immerhin kennen die jetzt Internet, das ist ein großer Fortschritt.

  2. 6.10.2006 | 19:29

    … und sie kennen Östereich. Genau so, wie sie bei uns im Norden Dänemark kennt. Nein, natürlich nicht das “dänische Modell” einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik - Kündigungsschutz völlig weg, dafür Arbeitslosengeld in vernünftiger Höhe und Vermittlungs- und Weiterbildungs-Agenturen, die diese Namen tatsächlich verdienen, her. Sondern Dänemark als Ort, an dem es tatsächlich noch offene Stellen z. B. für Handwerker gibt - und nicht nur ziemlich unverblühmte Nachfrage nach Schwarzarbeit.

  3. 7.10.2006 | 11:24

    Deine Bekannte sollte auf jeden Fall nicht den Fehler begehen und sich auf das Arbeitsamt verlassen.

    Aus meinem näheren Umfeld kenne ich niemanden, der durch das Arbeitsamt eine vernünftige Stelle vermittelt bekommen hat. Es geht nur über Privatinitiative.

    Das Arbeitsamt verwaltet Arbeitslose, es vermittelt keine Jobs…

  4. 7.10.2006 | 11:29

    “Deine Bekannte sollte auf jeden Fall nicht den Fehler begehen und sich auf das Arbeitsamt verlassen.”

    Keine Sorge, das tut sie nicht. Sie war nur da, weil sie sonst in der Übergangszeit kein Geld bekäme.

  5. 7.10.2006 | 13:55

    als Österreicher wüsste ich freilich gerne, was für eine Stelle hierzulande denn verfügbar wäre, die in Deutschland nicht frei ist?

  6. 7.10.2006 | 13:57

    Es geht um eine Stelle als Gesundheits- und Krankenpflegerin.

  7. der gute don
    7.10.2006 | 22:43

    und warum tauschen wir nicht die Bundesagentur für Arbeit gegen Internetcafes?

  8. 8.10.2006 | 1:46

    Das wäre ohnehin die Lösung aller Probleme: Staatlich finanzierte Kombinationen aus Internetcafés und Kneipen, rauchfrei, in jeder Stadt. Ersetzt die Agenturstellen und das Rauchverbot.

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