19. Oktober 2006
Neidreflexe
Mal abgesehen davon, dass es auf den ersten Blick (”ce qu’on voit”) nachvollziehbar erscheinen kann, dass Menschen, die nur vorübergehend in Deutschland leben, nicht alle staatlichen Subventionen erhalten müssen, so eigenartig erscheint mir doch der Unterton dieser CDU-Verlautbarung:
Die Union konnte damit sicherstellen, dass mit der Neuregelung keine Anreize zur Zuwanderung nach Deutschland gesetzt werden.
Das klingt doch ein wenig danach, als wäre Zuwanderung grundsätzlich von Übel. So nach dem Motto: “Machen wir Deutschland unattraktiv für Ausländer, dann kommen endlich keine mehr.”
Hat die Union sich immer noch nicht von ihrem isolationistisch-völkischen Gedankengut verabschiedet?
Vielleicht ließe sich das Problem ja einfacher lösen, wenn man die Almosen des Staates an seine Bürger (die ja keine echten Almosen sind, weil er ihnen das Geld dafür vorher aus der Tasche genommen hat) generell auf den Prüfstand stellt und dann radikal kürzt?
Das würde die Portemonnaies der Bürger voller werden lassen, ihren Bedarf an Staatsalmosen senken und praktisch von allein dafür sorgen, dass die Leute, die zu uns kommen, ihren Teil zum Wohlstand beitragen, weil sie von ihrer Hände (oder Köpfe) Arbeit leben müssen.
Das wäre eine Lösungsstrategie, die keiner Neidreflexe bedarf und keine solchen Reflexe erzeugt.
Verfasst von Boche um 12:05 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)