SED: Zynismus, fast wie früher

Die mit Hilfe westdeutscher Linker gesamtdeutsch gewordene SED hat Respekt vor den Opfern ihrer früheren Herrschaft.

Diesen Respekt bezeugt sie durch die Forderung, die Überprüfung von Staatsbediensteten auf eine mögliche frühere Stasi-Betätigung einzustellen.

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Siehe dazu auch diese Meldung:
Thüringer Sozialminister äußert Verständnis für Protest der SED-Opfer

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6 Kommentare zu “SED: Zynismus, fast wie früher”

  1. R.A.
    26.10.2006 | 14:12

    Das geht ja noch, von der SED war eh nichts anderes zu erwarten.
    Und in der Praxis wird das keine große Rolle mehr spielen, wer von den StaSi-Spitzeln in den letzten 16 Jahren nicht im öffentlichen Dienst untergekommen ist, wird das jetzt auch nicht mehr versuchen.

    Was ich viel schlimmer finde sind die Pläne von SPD und Union, daß es künftig verboten sein soll, einen StaSi-Spitzel auch öffentlich zu nennen.
    Das wäre für mich eine ganz unfaßbare und politisch skandalöse Einschränkung der Meinungsfreiheit.

  2. 26.10.2006 | 14:14

    @R.A.

    Derlei Pläne dürften doch vor dem Verfassungsgericht scheitern, oder?

  3. R.A.
    26.10.2006 | 17:27

    @Boche:
    Ich hoffs mal, aber bei Gerichten ist man ja nie sicher.

    Und auf jeden Fall ist es unglaublich skandalös, daß Politiker von SPD/Union (also eben nicht von der SED selber) solche Ideen entwickeln.

  4. Llarian
    26.10.2006 | 19:17

    Skandalös ist so eine Sache, wenn ein bestimmtes Schema eigentlich völlig normal ist. Zum Beispiel darf der Staat ja auch nicht sagen, welche Firmen alles in Gammelfleischskandalen stecken, wäre ja auch zu blöd, wenn der Verbraucher das mitbekäme. In ein Arbeitszeugnis darf man auch nicht schreiben, dass der Betreffende geklaut hat, auch wenns noch so sehr stimmt. Man darf es eigentlich nicht einmal sagen, wenn man danach gefragt wird, zumindest wenn die Frage von einem potentiellen neuen Arbeitgeber stammt. Einen Vergewaltiger darf man auch nicht öffentlich als Vergewaltiger denunzieren, auch keinen Kinderschänder.
    Mit der Meinungsfreiheit ist es in Deutschland nicht viel her, wenn die Wahrheit irgendwie weh tut. Ich finds ohne Frage scheusslich, aber es taugt nicht wirklich zum Skandal, wenn das Muster vertraut und eingearbeitet ist.

  5. 27.10.2006 | 21:33

    @Boche: Wir kennen diese Wahrheitsverdrehung doch von früher. Die “Linke/SED/PDS” hält die ehemals Stasi-Betätigten längst für die eigentlichen Opfer der Wende. Das sieht man auch an dem Engagement der beiden PDS-Politikerinnen Kaiser und Jelpke bei einer “Kundschaftertagung” ehemaliger Stasi-Offiziere.

    Und von Respekt vor den Opfern konnte wohl bei der PDS noch nie die Rede sein, auch wenn Christoph Links es in dem taz-Gespräch anders darstellen möchte.

  6. 27.10.2006 | 21:53

    @Stefan

    Ja, genau diese Erinnerung an früher, dieses erschreckende Gefühl, genau diese Art zynischer Lüge von irgendwoher genau zu kennen, hatte mich beim Lesen der Meldung gepackt.

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