Rotationsgeräusche in Fresenhagen?

Wenn eine wie Claudia Roth ihr Mittun an links-anarchistischer Liedgutgestaltung dadurch verteidigt, dass sie die Überzeugungen Rio Reisers und seiner “Scherben” (Zitat: «Keiner hat das Recht, Menschen zu regieren») als der damaligen Zeit angemessen erklärt, sie also als Ideen abwertet und zu taktischen Notwehrprinzipien herunterdefiniert, und sogar die Frechheit besitzt, als Vertreterin der staatlichen Bevormundung Jugendliche aufzurufen, “so zu leben, wie sie wollen” - könnte es da nicht sein, dass der gute Rio langsam anfängt, in seinem Grab zu rotieren?

Solche selbsterklärte Erben hat niemand verdient.

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5 Kommentare zu “Rotationsgeräusche in Fresenhagen?”

  1. der gute don
    3.11.2006 | 11:23

    «Keiner hat das Recht, Menschen zu regieren»

    Naja, ich würde die Musikstücke nicht überbewerten, Rio Reiser hat doch auch das Lied «König von Deutschland gesungen» Musik kann provozieren und überspitzen, das ist ihr gutes Recht. Betrachte das eher als experimentelle Selbstfindung von Künstlern.

    Claudia Roth ist da ein anderes Kapitel, fand sie damals noch die Texte «Ich bin nur frei zu wählen, welche Diebe mich bestehlen,…» für richtig, ist sie heute eine 1a-Oberdiebin durch ihr politisches Eintreten für höhere verordnete staatliche Zwangsabgaben.

  2. 3.11.2006 | 11:29

    Nö, ich bewerte da nichts über sondern wollte eigentlich nur das ausdrücken, was du in dem zweiten Absatz auch geschrieben hast.

  3. Wurzel
    3.11.2006 | 23:33

    Rio wollte ganz sicher auch keine liberale Auslegung seiner Ideen.
    Er wurde Anfang der 90er Mitglied der PDS.

  4. 4.11.2006 | 0:04

    Rio wollte ganz sicher auch keine liberale Auslegung seiner Ideen.

    Wir unternehmen ja auch keine Versuche in dieser Richtung.

  5. 4.11.2006 | 1:51

    Mir ist ziemlich egal, was er wollte. Wenn man etwas irgendwie auslegen kann, dann kann man es. Da ist höchstens der eigene Wille beteiligt.

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