Frau Beer und die Demokratie

Ich kann ja verstehen, dass man im Bürokraten-Raumschiff Brüssel/Straßburg vergisst, was Demokratie bedeutet und wer wem Rechenschaft schuldig ist bzw. wer wem nicht.

Aber ist Frau Beer in dem Moment, als sie den Rücktritt des amerikanischen Präsidenten forderte, nicht aufgefallen, dass sie keine Benachrichtigung zur stattgefundenen Wahl des amerikanischen Kongresses bekommen hat?

Aber vermutlich ging es nur darum, auf der deutschen Häme-Welle, die sich ob des Demokraten-Sieges erhoben hat, oben mit zu schwimmen.
Eine Häme, die mir angesichts der kaum reflektierten oder diskutierten alternativen Möglichkeiten amerikanischer Außenpolitik übrigens recht dümmlich erscheint. Aber dümmlich ist Häme ja immer.

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11 Kommentare zu “Frau Beer und die Demokratie”

  1. 9.11.2006 | 12:15

    Naja, für solche Sprüche braucht man keine Wahlbenachrichtigung. Gerade wir Blogger sind ja auch solche Senfgeber. Nur wird es wegen erwiesener Irrelevanz von den Medien gerechtfertigt ignoriert. Nur halt leider nicht bei Angelika Who. Oder vielleicht war es auch Absicht ;-)

  2. 9.11.2006 | 13:03

    Stimmt, die grüne Änschie hat nicht den Vorteil, sich im Schatten des Ignoriert-Werdens austoben zu können.

    Allerdings sollte sie das langsam auch mal wissen - also selbst schuld! ;-)

  3. Nobody
    9.11.2006 | 13:10

    Ich glaube, Frau Beer hat nicht bedacht, dass dann Dick Cheney Präsident werden würde.
    Erst Denken, dann Reden.

  4. 9.11.2006 | 14:01

    Jetzt hab ich mich in der Rezeption Deines letzten Satz doch tatsächlich vertan, lieber Boche (”Beer” statt “Häme”). Ein freudscher Verleser sozusagen ;-)

  5. 9.11.2006 | 14:24

    Mit Freud hätte dein Verleser nur dann zu tun, wenn Frau Beer irgendetwas mit deinem Triebleben zu tun hätte.

    Was ich natürlich nicht ausschließen kann.
    ;-)

  6. 9.11.2006 | 14:25

    “zu tun - zu tun” … Der Sprachbann treffe mich!

  7. 9.11.2006 | 16:23

    Freud, der alte Lustmolch, hat Fehlleistungen in seiner Psychopathologie des Alltagslebens auf die psychische Motivation allgemein bezogen, nicht nur auf die Libido, wenn ich mich recht entsinne.
    Und, Du kannst es ausschliessen, Boche: Angei … äh … Angelika ist nun wirklich nicht mein Geschmack :x

  8. 9.11.2006 | 16:39

    Stimmt wohl, du hast meine mangelnden Freud-Kenntnisse aufgedeckt.
    ;-)

  9. Franjo
    9.11.2006 | 18:06

    Angelika Beer und Alfred Mechtersheimer waren übrigens die beiden Grünen-MdBs, die im Jahre 1988 nach Lybien flogen, um Ghadaffi zu huldigen!

  10. 9.11.2006 | 18:14

    @Boche, jo@chim:
    Wenn ich mich jetzt an die Psychologie-Vorlesung vor zwei Wochen richtig zurückerinnere, bezog Freud den Libido-Begriff nicht ausschließlich aufs Sexuelle, sah Libido aber schon als universellen Motivator, auch für seine Fehlleistungen.
    Auf der anderen Seite war ich sehr müde, kann also sein, dass ich mich da jetzt irre. Und das Psychologie-Buch ist mir gerade mit ca. 10 kg zu schwer… ;)

  11. 9.11.2006 | 19:45

    Verzeih mir Karsten - ich hatte vor zwanzig Jahren meine letzte Psycho-Vorlesung.
    Du hast Recht und Boche & ich nicht: gemäss Fi … äh … Wikipedia verstand Freud die Libido in einem weiteren, das Sexuelle übergreifenden, Sinn.
    Ein Lustmolch war er trotzdem.

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