13. November 2006
Irak - welche Lösung soll es denn sein?
Ganz gleich, ob der Irak-Krieg nun tatsächlich das wahlentscheidende Thema in den USA waren oder nicht - bei all der europäischen Kritik an Amerikas Wirken im Nach-Saddam-Irak frage ich mich immer häufiger, welche Handlungsalternative denn vorgeschlagen wird?
Gut, die einen werden sagen: “Ich war von Anfang an gegen den Irak-Krieg (und damit - das sagen sie aber meist nicht - für die weitere Duldung der Saddam-Diktatur), deshalb muss ich mich auch an keiner Lösungssuche für das angerichtete Schlamassel beteiligen.”
Ok, das ist eine irgendwie schlüssige Position. Wer sie vertritt, verabschiedet sich natürlich aus der weiteren Diskussion, seine Kritik am heutigen Geschehen im Irak ist dann nicht mehr als irrelevantes Hintergrundrauschen.
Eine weitere Position ist die Forderung, alle westlichen Besatzungstruppen müssten sofort das Land verlassen.
Angesichts der Bürgerkriegsgefahr, des blutigen Krieges der Terroristen gegen das irakische Volk und dessen gewählte Regierung scheint mir eine solche Forderung nicht realistisch zu sein. Außer, man befürwortet die Kapitulation und ist bereit, noch schlimmere Zustände als die heutigen in Kauf zu nehmen.
Welche Position bleibt denn aber nun noch übrig? Was könnten die USA denn nun tun, um es ihren Kritikern recht zu machen?
Verhandeln? Dazu zeigt Zettel eine erschreckende Parallele auf.
Verfasst von Boche um 11:24 Uhr in der Kategorie International, Politik (Trackback)