Erderwärmung?

Inzwischen ist der Novo-Artikel, auf den ich mich letztens bezog, online verfügbar:

Es gibt keine globale Erwärmung!

Ich werde mal versuchen, zu den darin genannten Behauptungen weitere Quellen zu finden.

———————————————————————
Zur Klimakurven-StatistikPolitik des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC):

Artikel bei LibLog
———————————————————————

Ähnliche Beiträge


27 Kommentare zu “Erderwärmung?”

  1. R.A.
    17.11.2006 | 10:52

    Sehr schöner Artikel.
    Da erkennt man doch seriöses wissenschaftliches Arbeiten.

    Problematisch finde ich nur den Satz:
    “ein unübersehbares Vorzeichen des Beginns der nächsten Eiszeit,”

    Das wäre den Klima-Katastrophikern natürlich zuzutrauen, daß sie da darauf einsteigen und in erneuter scharfer 180-Grad-Wendung nun politische Maßnahmen (welche auch immer …) gegen die Eiszeit fordern.

    “die allerdings nicht schon übermorgen vor der Tür stehen wird.”
    Das werden sie dabei nämlich unter den Tisch fallen lassen.

    Mein persönliches Fazit: Schade, so 2-3 Grad Erwärmung hätte ich gut gefunden.

  2. Libero
    17.11.2006 | 10:58

    1. Den Namen Marcel Leroux kannte ich noch nicht. muß man sich durchlesen
    2. Der Herr Gaertner ist im Centre for the New Europe. Das verschweigt Novo. Das die auch von Exxon finanziert werden, werte ich mal nicht.
    3. Das ist ein Artikel von ihm
    Wider den Klima-Totalitarismus
    http://www.welt.de/data/2006/11/08/1102863.html
    Hier erwähnt er Henrik Svensmark und Mitarbeiter. Er erweckt den Eindruck, daß das völlig neue Experimente wären. Dem ist nicht so. Das sind Versuche, die Henrik Svensmark seit vielen Jahren macht.
    Weiterhin wird der Eindruck erweckt, die Klimaforscher würden bestreiten, daß die Strahlung aus dem Weltraum zur Erwärmung führt. Das ist ehrlich gesagt, schon ein bißchen dreist.
    Svensmark mag es gar nicht, wenn man ihn für diese Zwecke instrumentialisiert. Der Abstract des Artikel nennt auch ganz andere Zusammenhänge.

    Seriöses wissenschaftliches Arbeiten ist das nicht.

    Mir sind die Eiferer unter den Umweltideologen zuwider. Das ist aber kein Grund, die Eiferer der Gegenseite zu mögen.

    Was mich an den Klimaskeptiker stört, daß sie über die Artikel schreiben, ohne sie wirklich gelesen zu haben.

    Ich erwähnte ja bereits das Beispiel mit dem Einfluß des CO2 auf die Pflanzenproduktion.

  3. 17.11.2006 | 11:00

    @R.A.

    Na ja, die Aussagen des Artikels sind aber schwer zu bewerten.
    Woher hat er z.B. die Prozentzahl des menschlichen Beitrags am gesamten CO2-Aufkommen?
    Wie gesichert ist die Theorie des Herrn Leroux tatsächlich?

    Das sind Fragen, die ein Laie schlecht beantworten kann.
    Es ist aber allein deshalb schon erfrischend, solche Thesen zu lesen, wenn man weiß, dass es Durchgeknallte gibt, die sie strafrechtlich sanktionieren wollen.

  4. 17.11.2006 | 11:15

    @Libero

    zu 2.: Das ist ohne Belang, wenn die Argumente schlüssig sein sollten. Dass du es erwähnst, scheint mir aber darauf hinzuweisen, dass du neben der Widerlegung der Argumente auch einen Angriff ad hominem in Betracht ziehst.

    zu 3.:

    Er erweckt den Eindruck, daß das völlig neue Experimente wären.

    Diesen Eindruck hatte ich nicht.

    Weiterhin wird der Eindruck erweckt, die Klimaforscher würden bestreiten, daß die Strahlung aus dem Weltraum zur Erwärmung führt.

    Auch dieser Eindruck hat sich bei mir nicht eingestellt. Vielmehr schien mir die Argumentation zu sein, dass die Sonnenaktivität ausreiche, die Erwärmung zu erklären.

    Svensmark mag es gar nicht, wenn man ihn für diese Zwecke instrumentialisiert.

    Ist es in der Wissenschaft nicht so, dass Ergebnisse allgemein genutzt werden können, unabhängig von persönlichen Sympathien der Wissenschaftler zueinander?
    (Woher weißt du eigentlich, was Herr Svensmark mag bzw. im konkreten Fall mögen würde?)

    Ich erwähnte ja bereits das Beispiel mit dem Einfluß des CO2 auf die Pflanzenproduktion.

    Ich gebe zu, dass ich dieses Argument von dir nicht so recht verstanden habe.

  5. Libero
    17.11.2006 | 11:16

    @boche

    Wie arbeitet man wissenschaftlich?

    Ein Artikel erscheint. Wie der “Reconstructing Past Climate from Noisy Data” von Hans von Storch, den das liblog nennt. Damit meint man ist der wissenschaftliche Prozess schon abgeschlossen.

    Nein

    Auf den Artikel wurde reagiert. In dem Fall innerhalb von 2 Jahren mit über 50 Veröffentlichungen. Auf diese wurde auch reagiert. 100 Veröffentlichungen werden es sein. Erst wenn alle Einwände entkräftet wurden, kann es als Tatsache bewertet werden.

    Herr Gärtner nennt einen Artikel vom Oktober 2006. Es ist noch viel zu früh, festzustellen, ob die Schliußfolgerungen zutreffen. Entgegnungen fehlen.

    Vor allem würde mich interessieren, ob Svensmark das geschrieben hat, was Gärtner behauptet.

  6. 17.11.2006 | 11:20

    @Libero

    Das heißt, Gärtners These ist nicht unwissenschaftlich (diesen Eindruck hattest du ja erweckt) sondern nur noch nicht ausreichend verifiziert?

  7. Libero
    17.11.2006 | 11:20

    Lieber Boche

    Bei einer Marsreise steht die Rückgewinnung des Sauerstoffes im Vordergrund. Also kann man Weizengras ohne Körner erzeugen. Das ist bis zu einer sehr hohen CO2 Konzentration möglich.

    Auf der Erde steht die Feldfrucht im Vordergrund. Das Weizenkorn. Die Pflanze produziert Weizenkorn nur bis zu einer deutlich geringeren CO2 Konzentration.

    Soll es auch noch keimfähig sein, ist die kritische CO2-Konzentration noch geringer.

    Das ist doch verständlich, hoffe ich.

  8. 17.11.2006 | 11:22

    Lieber Libero,

    Die CO2-Konzentration ist also ab einer bestimmten Dosis der Fruchtbarkeit von Weizengras abträglich. Verstanden.
    Ich versteh nur nicht die Relevanz dieser Aussage.

  9. Libero
    17.11.2006 | 11:29

    Vor allem ist es nicht Gärnter, der verifiziert.

    Gärtner verfolgt auch nicht, wie auf Veröffentlichungen reagiert wird.

    Er wartet auf die nächste Neue.

    Lies mal “Zoff in der Wissenschaft”. Da sind etliche Paradigmenwechsel beschreiben. Dann ist der Streit immer besonders polemisch. Du lernst in dem Buch einige Weltberühmte Wissenschaftler von ihren abgründigen dunklen Seite kennen.

  10. 17.11.2006 | 11:34

    Vor allem ist es nicht Gärnter, der verifiziert.

    Na gut, Gärtner ist auch kein Wissenschaftler sondern wohl eher Wissenschaftsjournalist.
    Und als solcher beobachtet und berichtet er eben nur, oder?

    “Zoff in der Wissenschaft” - ist das ein Buch?

  11. Libero
    17.11.2006 | 12:07

    @Boche

    Ja, das ist ein unterhaltsames Buch

    Auf WMD kannst du meine Entgegnung auf einen anderen Experten lesen.

    Wohlstand oder Klimaschutz

    und so eine Polemik von einem Fachkollegen. Man muß sich ja schämen.

    für heute reichts mir

  12. R.A.
    17.11.2006 | 13:37

    @Boche:
    > Wie gesichert ist
    > die Theorie des
    > Herrn Leroux
    > tatsächlich?
    Das kann ich natürlich auch nicht sagen.
    Aber das wissenschaftliche Arbeiten sehe ich auch schon darin, daß er es als Theorie vorstellt, und nicht als dogmatische Wahrheit.

    Vom Bauchgefühl her würde ich sagen: Leroux wird wohl einen ordentlichen Schritt nach vorne geschafft haben. Es ist wahrscheinlich, daß noch einige Details geändert werden müssen, und möglich, daß sehr viel am Ende anders aussieht.
    Aber es wird wohl ein Puzzlestück für das Gesamtbild “Verständnis des Weltklimas” werden.

    Während umgekehrt das IPCC immer so tut, als hätten sie dieses Gesamtverständnis schon in allen wesentlichen Punkten - obwohl genau das nachweisbar falsch ist.

    Ich finde es bestürzend, wie eine so großmäulige, aber in wesentlichen Punkten klar widerlegte Theorie immer noch so allgemein als Dogma akzeptiert wird.

  13. Llarian
    17.11.2006 | 13:41

    Danke !
    Meine ich ganz ernst, weniger, weil ich ähnlicher Meinung bin, sondern weil der bei LibLog verlinkte Artikel wirklich ziemlich klasse und ausgesprochen erhellend ist. Auch die Schlußfolgerungen sind die lange Lektüre von 18 Seiten dicke wert. Ich glaube keiner von uns versteht allzuviel von Bohrkernanalyse oder Jahresringen bei Bäumen (vielleicht mal ab von denen, die auch keine Ahnung von neuronalen Netzen haben), aber die Methodik mit der das IPCC und seine Zuträger wie Mann arbeiten, ist derart demaskierend, dass man schon alleine daraus eine Menge Schlüsse ziehen kann. Auch die Schlussfolgerung kann man als wohlbegründed ansehen: Die Katastrophenfraktion ist nervös und hat zunehmend Angst vor denen, die ihre Ergebnisse überprüfen, man kann fast dran fühlen, dass es hier weniger darum geht eine andere Meinung zu unterdrücken, sondern dass sie eigentlich wissen (!), dass sie im Unrecht sind.
    Es sollte eigentlich neben einem Nobelpreis einen Scharlatanpreis geben, mit der durchaus auch nach 30 oder 40 Jahren die größten wissenschaftlichen Scharlatane ausgezeichnet werden, deren wissenschaftlicher Betrug der Menschheit nachhaltig geschadet hat. Rachel Carson zum Beispiel. Oder in 20 Jahren dann eben Mann.

  14. spruance
    17.11.2006 | 13:59

    Hm. Habe mir das Buch von Leroux besorgt & lese es gerade. Neu kostet es 160 Ocken, gebraucht habe ich es für 98 bekommen. Der Preis allein wird schon dafür sorgen, daß es nicht allzuweit verbreitet wird.
    Ich bin kein Klimatologe, habe aber eine naturwissenschaftliche Ausbildung und hoffe, daß ich die Argumentation begreife. Im ersten Teil schießt er sehr auf die verwendeten Modelle - da rennt er bei mir offene Türen ein! Ich bin aber sehr gespannt auf seine MPHs…

  15. 17.11.2006 | 14:03

    Und ich wäre glücklich, wenn du anschließend dein Fazit hier vielleicht mal vorstellen könntest?!

  16. R.A.
    17.11.2006 | 14:26

    > Ich glaube keiner
    > von uns versteht
    > allzuviel von
    > Bohrkernanalyse
    > oder Jahresringen
    > bei Bäumen
    Da das historische Hilfswissenschaften sind, verstehe ich schon ansatzweise etwas davon ;-)

    Ich kann mich noch gut erinnern, als das Thema aufkam. Von den Hintergründen hatte ich noch keine Ahnung, nur eben ein paar Brocken, die in den Medien rüberkamen.
    Und deswegen habe ich diverse Katastrophenmeldungen nicht dem IPCC, sondern unseriösen Journalisten angelastet (Der Panik-Artikel auf dem GEO-Titel über das “überschwemmte Köln” hat mein Vertrauen in den Hamburger Journalismus nachhaltig erschüttert).

    Für Historiker sind die Klimaschwankungen allgemein bekannt.
    Und es heißt eben bewußt nicht “Temperaturmaximum”, sondern “Klimaoptimum”, wenn es in Antike und Hochmittelalter einige Grad wärmer war.
    Aus allen uns bekannten Quellen läßt sich unisono schließen, daß das die besten Zeiten waren, mit Fruchtbarkeit, Kulturblüte etc.
    Und die Kaltzeiten dazwischen waren fürchterlich, mit Mißernten, Naturkatastrophen und Krankheitswellen.

    Aber Historiker und Klimaforscher leben an den Unis auf verschiedenen Planeten, den IPCC-Leuten war das offenbar alles völlig unbekannt.

    Angemessen wäre maximal ein Fazit der Art: “Es wird wärmer, das ist fein, könnte aber auch Risiken bergen, weil der Anstieg diesmal aus anderen Faktoren erfolgt/zu schnell erfolgt”
    Das wäre sehr einleuchtend gewesen.

    Aber erstens wäre damit nicht der Alarmismus begründbar gewesen, mit dem das IPCC die Milliarden abzocken konnte.
    Und zweitens hätte so eine Darstellung automatisch die Frage gebracht, was denn die “normalen Faktoren” bzw. die “normale Anstiegsgeschwindigkeit” wäre.
    Und auf diese Frage kann das IPCC natürlich nicht antworten.

    Weil diese Scharlatane bis heute nicht mal einen Ansatz für eine Erklärung haben, wie denn das mit der natürlichen Klimaentwicklung funktioniert.
    Und deswegen dieses Beharren auf dem Hockeyschläger und der Lüge, ohne menschlichen Einfluß wäre alles stabil.

    Das ist schon erstaunlich verlogen, kommt aber einem verbreiteten Denken entgegen.

  17. 17.11.2006 | 14:42

    [...] Gefunden bei: B.L.O.G.  [...]

  18. 17.11.2006 | 15:05

    Hier noch ein trefflicher Kommentar zum Thema Klimaforschung und der Macht der Fleischtöpfe, aus denen sie nascht.

  19. 17.11.2006 | 20:09

    @Boche

    Laut Lexikon der Ökoirrtümer liegt der menschliche Beitrag an allen jährlichen C02 Emmissionen bei 3.2%. Die angegbene Referenz ist: Volkswagen Umweltbericht 1996/OECD/IEA

    Was auch immer das ist.

  20. 18.11.2006 | 18:16

    Dirk: Zusaetzlich sollte man noch bedenken, dass CO2 nicht das einzige Treibhausgas ist und - im Gegensatz zu Wasserdampf - einen relativ geringen Anteil an der Menge der gesamten Treibhausgase hat (um die 10%, IIRC). Das macht die ganze CO2-Diskussion in meinen Augen noch laecherlicher.

  21. 18.11.2006 | 19:03

    @Schlens:

    Richtig. Und man braucht die PC-Simulationen auch nur wegen dem Wasserdampf. Den direkte Erwärmungseffekt von C02 könnte man ganz simple ausrechnen, aber der reicht dem IPCC nicht. Die sagen: Mehr C02 führe zu höheren Temperaturen, führe zu mehr Wasserdampf, führe zu noch höheren Temperaturen. Genau dieser Feedback Mechanismus ist der einzige Grund für die Computersimulationen.

    Das perverse daran ist, dass es nicht ein einziges Klimomodell gint, das den Prozess der Wolkenbildung modelliert. Kurz: Die Computermodelle taugen nicht für das, was sie leisten sollen: Den Rückkoppelungseffekt einer C02 induzierten Erwärmung abzuschätzen. Für den direkten brauchen wir sie nicht.

  22. 18.11.2006 | 20:48

    [...] gefunden bei: Bissige Liberale [...]

  23. 19.11.2006 | 13:46

    [...] Selektierte Information ist Manipulation 19.11.2006 in: Gedöns, Leben | 1 x gelesen Im LibLog ist ein interessanter Beitrag zum Thema Klimaerwärmung zu lesen. Wie soll sich der Otto-Normalbürger bei all diesen „selektierten Informationen” überhaupt noch ein Bild machen? Boche von den B.L.O.G.’s beschäftigen die Widersprüche der Wissenschaftler ebenfalls sehr. Er verweist in seinem Beitrag auf einen Artikel des Novo-Magazins von Edgar Gärtner. Titel ist: „Es gibt keine globale Erwärmung!”. [...]

  24. 21.11.2006 | 8:35

    [...] Hat er mal wieder kräftig zugelangt der Kollege von den B.L.O.Gs und alle Ökos, ratz fatz über einen Kamm scherend, als religiöse Eiferer kategorisiert. Denke mal ich werd es überleben, zumal ich die Wirtschaftsfuzzies ganz gern ebenso sehe, wobei ich allerdings die Verortung meiner Person im Lager der Asketen und Genußverweigerer schon als etwas beleidigend empfinde. Auf der anderen Seite warte ich seit Tagen auf die von Boche angekündigten wissenschaftlichen Belege für einen NOVO Artikel zum Thema Erderwärmung und es ist schon etwas verwunderlich, dass eben dieser Artikel erneut als Stand der wissenschaftlichen Forschung dargestellt wird. Lassen wir das, dazu gibt es einen schönen Kommentar bei den B.L.O.Gs, den unterschreibt ich halt mal: [...]

  25. 20.01.2007 | 16:24

    Habe hier ein Video zum Thema Erderwärmung produziert. Wie findest du es?

    http://www.yigg.de/31421_5_vor_12

  26. 20.01.2007 | 18:39

    Nette Pilze.

  27. Rainer
    27.01.2007 | 8:51

    Es entsteht so etwas wie eine neue Religion. Mit Glaube, Dogmen und Hohepriestern den Klimaforschern. Endlich ist etwas da, was das unterschwellige Schuldgefühl von vielen Menschen in den Postmodernen Industriegesellschaften bedient. Es gibt jetzt so was wie einen modernen Ablass. Der funktioniert heute über Steuern, Abgaben und CO2 Rechtehandel usw. Mit der Ideologie der Alleinschuld des Menschen an der Klimaerwärmung wird auch suggeriert das der Mensch in der Lage ist das Klima wieder so zu gestalten wie es ihm passt. Das ist nun wieder ein typisch menschlicher Machbarkeitswahn.

Bad Behavior has blocked 1594 access attempts in the last 7 days.