20. November 2006
Richtig so!
Die Deutschen befinden sich auf der Suche nach der “sozialen Gerechtigkeit”.
Anders lässt sich die strukturelle Mehrheit nicht erklären, der sich sozialistische und sozialdemokratische Parteien (schwarze wie rote wie grüne) bei Wahlen sicher sein können.
Gerechtigkeit durch Umverteilung anzustreben ist aber ein Unterfangen, das nie zum Ziel führen kann.
Immer wird es eine Lobbygruppe geben, die sich ungerecht behandelt fühlt. Immer wird es eine neue Abgabe oder Steuer geben, mit der diese “Ungerechtigkeit” behoben werden soll. Immer wird es “Besserverdienende” geben, gegen die Neidreflexe in Stellung gebracht werden können.
Die logische, wenn auch selten von den “Sozialgerechten” anerkannte Folge, ist die verstärkte, krebsartige Wucherung der Bürokratie. Jede “sozial gerechte” Regel muss überwacht werden. Sie hat immer Folgen, die man vorher nicht bedacht hat (”ce qu’on ne voit pas“) und die mit weiteren Regeln beantwortet werden müssen. Alles wird immer komplizierter, undurchschaubarer, intransparenter.
Und das ist natürlich nicht nur ein Problem für uns, die Bürger. Sondern es ist auch eines für unsere kleinen Bürokraten in ihren Amtsstuben. Denn sie wollen (meistens jedenfalls) natürlich nicht willkürlich entscheiden sondern sich an die Regeln halten. An Regeln, die immer komplizierter werden, an Regeln, die des Deutschen Suche nach der “sozialen Gerechtigkeit” erst erschaffen haben.
Und wenn die Bürokratie für diese immer schwieriger werdende Arbeit vom Bürger bitteschön auch etwas mehr Beteiligung fordert, dann ist das doch voll und ganz berechtigt, oder?
Verfasst von Boche um 10:48 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)