Eine reicht.

Wenn man sich in den Nahost-Konflikt und in Israels Angst vor einer iranischen Atombombe hineindenken möchte, hilft es vielleicht, sich die Größenverhältnisse in Erinnerung zu rufen:

Zum Beispiel, in dem man den Stadtplan von Berlin auf Israel projiziert.

Der iranische Präsident weiß, dass er nur eine erfolgreich platzierte Atombombe braucht, um als Held des Islam in die Geschichtsbücher einzugehen.

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9 Kommentare zu “Eine reicht.”

  1. Libero
    21.11.2006 | 16:49

    Ob mangelnde Größe im Falle der Atombombe ein Nachteil ist, bezweifele ich. Israel ist so klein, daß es praktisch bloß Grenzland ist.

    Es ist einfach, eine Atombombe zu bauen. Schwieriger ist es, eine Rakete zu bauen, die das vorgesehene Ziel trifft. Sicher ist der Treffer nur, wenn ein Flugzeug die Atombombe abwerfen würde. Sichere Raketen erhält man nur, wenn man die Chance hat, sie zu testen. Das dürfte ein Problem sein. Bliebe die Atombombe für die Westentasche.

    Solange diese Unsicherheit bleibt, hat der Erwähnte auch eine gute Chance, die gesamte Hizbollah auszulöschen. Damit würde er natürlich auch in die Geschichtsbücher eingehen.

  2. 21.11.2006 | 16:54

    Mir sind Äußerungen erinnerlich, in der iranische Politiker den Tod einiger Millionen Araber als leicht zu verschmerzen bezeichneten, so lange nur der kleine Satan endlich ausgelöscht wurde.

    Eine Religion, deren Anhänger mordende Selbstmörder verehren, könnte das, was du als Risiko ansiehst, ganz anders bewerten.

  3. Libero
    21.11.2006 | 17:59

    @Boche

    verständlicherweise zügeln die Araber, die diese ehrenvollen Aufgabe übernehmen sollen, ihre Begeisterung. Nichts ist so beständig wie die intensive Liebe, die Sunniten und Schiiten füreinander empfinden. Die Plünderungen der Schreine der Schiiten durch die Wahabiten haben diese nicht vergessen und das wissen die Saudis auch. Insofern halte ich eine verschwiegene Allianz zwischen Araber und Israelis hinsichtlich der derzeitigen iranischen Regierung für durchaus möglich. Immerhin würden solche Raketen nicht nur bis Israel reichen.

    Das der Iran mit einem vernichtenden Gegenschlag der USA rechnen müßte, dürfte auch klar sein. Man stelle sich nur die peinliche Situation vor. Der verborgene Iman verspätet sich und findet keine Perser mehr vor, sondern nur Amerikaner in Schutzanzügen. In dem Alter, wer lernt da noch Englisch? Ich glaube kaum, daß der iranische Präsident unter Paradies einen Dauerlauf auf der Flucht vor dem begreiflicherweise erzürnten verborgenen Iman versteht.

  4. 21.11.2006 | 20:24

    Eine verschwiegene Allianz der arabischen Staaten mit Israels ist vielleicht wirklich nicht ausgeschlossen.

    Ansonsten hoffe ich, dass der iranische Präsident nüchtern genug zu denken vermag, um die von dir beschriebenen, wahrscheinlichen Folgen einer Bombe auf Israel sehen kann. Aber vielleicht liegt die Vorstellung eines letzten Imams mit Verspätung auch außerhalb seiner geistigen Möglichkeiten.

  5. Libero
    21.11.2006 | 22:04

    @Boche

    Wie weit er durchgeknallt, weiß nur der Präsident. Aber nicht mal alle Schiiten teilen seine Begeisterung, mit dem verborgenen Iman zum last Hurray aufzubrechen. Er hat Macht, aber nicht die Allmacht. Auch wenn er versucht, die Konkurrenten auszuschalten. Da gibt es ein Hindernis. Man kann viele umbringen oder ausschalten, nur leider nie seinen Nachfolger. Vielleicht findet sich ja ein iranischer Fouche, der anders disponiert, ohne ihn zu fragen. Dann würden wir auch einen schönen Kranz schicken.

  6. 21.11.2006 | 22:25

    Das ist für mich der Anlass für eine Gedankenverbindung: hier in Deutschland wurden in den letzten Jahren zwei moderne Synagogen gebaut (in Dresden und in München). Sollte ich es in den nächsten Tagen schaffen, bringe ich mal ein Foto von der Dresdner Synagoge mit, es gibt aber auch welche in der Wikipedia. Beide Synagogen sind Beispiele für sehr ungewöhnliche Architektur und beide sind auch betont sicher, man könnte fast sagen »wehrhaft«, gebaut.

    Denn wenn man bei einem solchen Bau nicht an die Sicherheit denkt, reicht manchmal ein einziger Brandsatz oder ein Trupp Nationalsozialisten. Wie 1938 in Dresden und München.

  7. Libero
    21.11.2006 | 23:33

    Nur als historische Ergänzung. Es gibt in dem Jüdischen Museum des Braunschweiger Landesmuseum eine Ausstellung über die Synagogen im deutschsprachigen Raum.

  8. 22.11.2006 | 0:44

    [...] (via blog) [...]

  9. FG
    22.11.2006 | 8:10

    Es ist richtig, auf die geringe größe Israels hinzuweisen. Dieses Land ist so unglaublich übersichtlich, dass man sich manchmal fragen möchte, warum darum so ein Bohei gemacht wird und es nicht einfach so da sein darf. Deshalb ist der vergleich mit Berlin sehr gut und anschaulich. besser wäre er noch gewesen, wenn man sich bei den Größenverhältnissen etwas mehr Mühe gegeben hätte. Israel ist an der schmalsten stelle zwischen Mittelmeer un Westbank immer noch etwa 20 km breit. Die vergleichbare Strecke zwischen knapp jenseits Flughafen tegel und Alexanderplatz beträgt aber maximal 13 km bis 14 km. Der richtige Vergleich wäre immer noch beeindruckend genug gewesen.

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