27. November 2006
Doitsche Welle
Was aus Fakten wird, wenn sie den Weg durch ein antisemitisch verbohrtes Hirn genommen haben, ist erneut bei Peter Philipp vom Staatsfunk “Deutsche Welle” zu beobachten.
Da wird der - mir verzweifelt erscheinende - Versuch Israels, den palästinensischen Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen, mal wieder durch Nicht-Zurückschlagen und zum Waffenstillstand ausgestreckte Hand zu beantworten, zum kalkulierten Politikmätzchen erklärt.
Merke: Wenn du in Vorleistung trittst (Abzug aus Gaza), dann trotzdem ständig auf die Mütze bekommst (Kassam-Beschuss aus Gaza mit Toten und Verletzten) und wenn du dann trotzdem wieder in Vorleistung zu treten bereit bist (Verzicht auf militärische Antwort auf Kassam-Beschuss) - dann bist du ein verlogener Schweinehund.
Wenn deine erneute Vorleistung wieder mit Schlägen beantwortet wird (Kassam-Beschuss nach gerade erst verkündetem Waffenstillstand), bist du auch dafür noch schuld. Oder wie Philipp es ausdrückt:
Aber die ersten Stunden nach Verhängung der Waffenruhe haben gezeigt, dass nicht alle Angriffe unterbunden werden können. … Eine Waffenruhe alleine reicht nicht. Sie muss durch entsprechende politische Schritte begleitet werden, um wirklich Entspannung zu bringen.
Die politischen Schritte sind nach Philipp natürlich von Israel zu unternehmen. Denn selbstverständlich ist der Angegriffene der Böse und eigentlich Schuldige. Wenn er Jude ist.
Disclaimer: Eine monströs einseitige, massiv gegen den jüdischen Staat Partei ergreifende Berichterstattung ist natürlich kein Anzeichen von Antisemitismus. Sondern irgend etwas anderes.
Verfasst von Boche um 15:56 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, International, Politik (Trackback)