Wege der Integration

Dass eine meiner Lieben dem Berliner Bundesliga-Verein gilt, weiß mancher vielleicht schon. Aber es gibt etwas, das mich zur Zeit besonders stolz macht, Hertha-Mitglied zu sein.

Lokalkolorit ist Programm, denn sie kommen aus Reinickendorf, Wedding und Steglitz. Sie heißen zwar nicht Paul, Fritz oder Willi und auch nicht Lukas, Leo oder Luis, sondern Kevin Boateng, Ashkan Dejagah, Sofian Chahed und Malik Fathi.

Ihre Namen mögen für Nazis aller Art Provokation sein, aber es sind - Berliner Jungs. Mit allen Stärken und Schwächen. Ich neige dazu, die Schwächen zu ignorieren und die Stärken überzugewichten, aber das werden andere Deutsche anders sehen. Wie auch immer - es geht um Berliner und andere, nicht um Deutsche und Nichtdeutsche.

Nun haben die Hertha-Fans nicht gerade eine ruhmreiche jüngere Vergangenheit. Aber was bleibt ihnen übrig? Die Zukunft des Hauptstadtklubs liegt bei den Söhnen der Einwanderer. Und dass ein Bastürk bei Hertha spielt - ja Mensch, gäbe es noch Vernünftigeres?

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