Beck macht’s möglich

SPD-Chefdampfplauderer Beck hat sich für höhere Löhne eingesetzt. Wahnsinn. Wie müssen wir uns das vorstellen?

Boss (dickbäuchig, mit Cut, Melone und Zigarre): “Eigentlich wollte ich ja noch 20 Stunden Mehrarbeit pro Woche und 50% Lohnkürzung fordern. Aber man muss ja was für die Binnenkonjunktur tun, da hat der Beck Recht. Hm, mal rechnen… Wenn ich meinen 1.000 Beschäftigten 1 Euro mehr Lohn zahle und die daraufhin für ihr gesamtes Mehr an Geld Produkte meines Unternehmens kaufen, dann habe ich nach Berücksichtigung aller Abgaben und Steuern im nächsten Jahr ungefähr 1.200 Euro mehr Kosten und vielleicht 500 Euro mehr Umsatz. Nach Abzug der Kosten verbleiben davon ungefähr 10 Euro Gewinn. Äh… Verflixt… Aber wenn der Beck das sagt, dann ok, machen wir’s!”

Gewerkschafter (hager, im Overall, mit Helm): “Wir wollten in diesem Jahr eigentlich vorsichtig rangehen, um die Arbeitsplätze im Land zu halten. Aber wenn selbst Kurt Beck einen kräftigen Schluck aus der Pulle fordert, dann vertrauen wir ihm. Dann machen wir das!”

Natürlich nicht. So läuft das nirgendwo, aber der Beck hätte gerne, dass man sich das so vorstellt. Vielleicht ohne die Rechnerei… Es ist wieder mal nur Unpolitik: Beck fordert etwas von anderen, um selbst als Wohltäter gelobt zu werden. Nicht Empörung, Gelächter wäre die richtige Antwort.

Damit sei übrigens nichts gegen höhere Löhne gesagt. Die werden aber da, wo sie volkswirtschaftlich sinnvoll sind, schon automatisch, also jedenfalls ohne den Herrn Beck, kommen. Und in anderen Bereichen sind sie eben trotz anziehender Konjunktur immer noch nicht sinnvoll. Man nennt das auch Strukturwandel, aber das ist für Politiker schon zuviel an Komplexität. Auch, wenn sie es selbst begreifen: Sie trauen es ihren Wählern nicht zu. Ich wünschte, sie hätten nicht Recht damit.

Update:

Der Schweizer Wirtschaftsweise hat sich als investigativer Journalist betätigt und festgestellt, dass Becks Weisheiten in dessen Partei wohl noch nicht so angekommen sind.

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30 Kommentare zu “Beck macht’s möglich”

  1. 4.12.2006 | 7:15

    Merkwürdig, wieso erinnert mich Kurt Beck immer so an eine jüngere Ausgabe von Helmut Kohl?
    Eine möglicher Erklärung, wieso dieser bräsige (in südwestdeutscher, nicht etwa plattdeutscher, Bedeutung) Poltikertypus in Deutschland trotz schlechter Erfahrungen immer wieder Oberwasser bekommt: er entspricht in gewisser Weise der deutschen politischen Mentalität. (Ein Freund von mir nannte Kohl mal “den ungekrönten deutschen Sakralkönig”.) Typus gemütliche Dorfbürgermeister, der seine durchaus vorhandene Intelligenz gern versteckt, der niemanden überfordert, der überall rund ist, keine Ecken und Kanten, jederzeit zur einer anständigen Klüngelei bereit. Ich fürchte, Beck hat gute Aussichten, der nächste König Kanzler zu werden.

  2. 4.12.2006 | 9:54

    Um mal die Debattenkultur des SPD-Debattenblogs zu imitieren:

    Rayson, du bist also gegen höhere Löhne?? Schäm dich!

  3. R.A.
    4.12.2006 | 11:21

    Es gibt genau einen Bereich, wo Beck für die Lohnhöhe zuständig ist: Bei den Angestellten seiner SPD-Zentrale.

    Sobald verkündet wird, daß die jetzt eine kräftige Lohnerhöhung bekommen, fange ich vielleicht an, Becks Äußerungen überhaupt mal zu bedenken.

    Ansonsten bleibt er ein Heuchler und Schwätzer.

  4. 4.12.2006 | 15:32

    @R.A.: politisch gesehen… müsste man dies nun fordern. ich denke, ich werde da mal eine anfrage an die spd parteizentrale stellen.

    danke für diese anregung!

  5. 4.12.2006 | 19:26

    [...] Die Anregung hierzu entstand bei “Bissige Liberale“. [...]

  6. R.A.
    5.12.2006 | 10:36

    Es ist wirklich unglaublich, was Beck für ein Heuchler ist.

    Wirtschafsweise_ch hat ja schon eine Zahl gebracht.

    In unserer Lokalzeitung (und interessanterweise NICHT in der FR) kam das noch ausführlicher:
    2006 bekommen die 200 SPD-Angestellten KEINE Lohnerhöhung, 2007 ein halbes Prozent, 2008 und 2009 ein Prozent.
    Ihre Wochenarbeitszeit wird im Gegenzug um eine halbe Stunde erhöht.

    Mit anderen Worten: Die reichste Partei Deutschlands mit ihrem Milliardenvermögen mutet ihren Arbeitnehmern vier Jahre reale Lohnkürzungen zu.

    Und dann haben diese Arschlöcher (das muß jetzt wirklich mal sein) die Frechheit, an andere Leute Forderungen zu stellen.

  7. 5.12.2006 | 10:43

    Wer fürs Gute streitet, verzichtet gern auf materielle Nichtigkeiten.
    Die SPD-Angestellten opfern sich eben auf, damit es anderen besser geht. So geht doch das sozialdemokratische Märchen, oder?

  8. R.A.
    5.12.2006 | 11:43

    @Boche:
    Eigentlich geht das sozialdemokratische Märchen anders:
    Gut verdienende Angestellte schaffen mehr Binnenkaufkraft und sorgen deswegen für Aufschwung und Arbeitsplätze.

    Die SPD-Spitze müßte also ihren Angestellten, die selbstverständlich eigentlich lieber ehrenamtlich tätig wären, fette Lohnerhöhungen aufzwingen, damit es dem Land besser gehen kann.

    Beck und Genossen versündigen sich hier in unverantwortlicher Weise am Gemeinwohl.

  9. R.A.
    5.12.2006 | 12:52

    Es wird ja immer schöner.

    Auszug aus der öffentlichen Parteifinanzaufstellung des Bundestages (habe ich jetzt ungeprüft aus einer anderen Quelle übernommen):

    (Veränderung Gesamteinnahmen gegenüber dem Vorjahr in Prozent)
    SPD +9,4
    CDU -2,3
    CSU -1,0
    Grüne -2,2
    FDP -5,4
    Links -1,4

    Mit anderen Worten: Die SPD zählt also auch eindeutig zu den Arbeitgebern, die fette Zuwächse haben.
    Steilvorlage.
    Niebel, übernehmen Sie.

  10. AM
    5.12.2006 | 15:15

    Wieso soll Beck nicht für höhere Löhne plädieren dürfen, wenn andere jahrelang das hohe Lied vom Gürtelengerschnallen singen? Ökonomisch kann das durchaus sinnvoll sein. Mehr dazu im Blog ‘Herdentrieb’ unter http://blog.zeit.de/herdentrieb.

  11. 5.12.2006 | 15:23

    @AM

    Er darf ja, der Beck.
    Er darf nur nicht verlangen, ernst genommen zu werden.

    Genauso wenig, wie andere Mitspieler im Sozialkartell mit gegenteiligen Vorschlägen ernst genommen werden müssen, wenn sie über fremder Leute Eigentum und Unternehmung schwätzen.

  12. AM
    5.12.2006 | 15:46

    @ Boche
    Der Beck ist nicht ganz blöd. Er will vorne dabei gewesen sein, wenn bald die Angestellten in den Betrieben Gehaltserhöhungen durchsetzen können, was wohl passieren wird (über Marktmechanismen). Wie würde er dann dastehen, wenn er bekannt wäre als ein ewiger Gürtelengerschnaller? Das ist Politik. Sie können jaulen, wie Sie wollen, aber Rüttgers hat mit seinem jüngsten Vorstoß in der CDU auch gepunktet beim Wähler.

  13. 5.12.2006 | 15:53

    @AM

    Für blöd halte ich Beck keineswegs.
    Ich meinte nur, dass nicht ernst zu nehmen ist, was er schwätzt.

  14. R.A.
    5.12.2006 | 16:11

    Wird sich zeigen, wie blöde das von Beck war.

    Richtig ist, daß sein Populismus mit dem von Rüttgers zu vergleichen ist.

    Aber der Unterschied ist halt, daß Rüttgers sich nicht gleichzeitig dabei erwischen läßt, das Gegenteil zu tun.

    Beck weiß doch, wie die Gehaltsverhandlungen mit den eigenen Leuten laufen.
    Wenn er ein bißchen Pech hat, dann wird ihm das noch lange genüßlich eingerieben, daß er parallel Erhöhungen fordert und Kürzungen macht.

    So viel kann die reiche SPD an den paar Angestellten doch gar nicht sparen, wie hier politischer Schaden entstehen kann.

  15. 5.12.2006 | 16:18

    Politischer Schaden?

    Der ist doch ganz unabhängig vom Grad der Verlogenheit eines Beck oder Rüttgers.
    Der Schaden ist doch allein dadurch schon und in viel grundsätzlicher Weise gegeben, dass diese Herren und Damen sozialistische Illusionen am Leben erhalten.

  16. R.A.
    5.12.2006 | 16:51

    @Boche:
    Du hast natürlich völlig recht.

    Ich meinte “politischer Schaden” hier ganz eingegrenzt auf die Wahlchancen der SPD.
    Und aus Sicht eines Politikers wie Beck ist nur blöde, was diesen schadet.

  17. AM
    5.12.2006 | 17:13

    @ Boche
    “..dass diese Herren und Damen sozialistische Illusionen am Leben erhalten..”
    Quatsch mit Sosse! Beide Initiativen haben mit Sozialismus oder Illusionen nicht das Geringste zu tun. Sie sind legitim im Rahmen einer demokratischen und marktwirtschaftlichen Ordnung. Wie zielführend sie sind, bleibt dabei natürlich ebenso Gegenstand legitimer Debatten. Im Fall Rüttgers hat es bereits eine Mehrheit (in der CDU) gegeben. In Becks Fall wird es nie eine Abstimmung geben, weil die Politik da nichts zu entscheiden hat. Kein Anlaß also für einen Sturm im liberalen Wasserglas.

  18. 5.12.2006 | 20:38

    Beide Initiativen haben mit Sozialismus oder Illusionen nicht das Geringste zu tun.

    Aber latürnich. Sozialismus: Verfügung über fremdes Eigentum. Illusion: Der Staat könnte geben, ohne zu nehmen.

    Sie sind legitim im Rahmen einer demokratischen und marktwirtschaftlichen Ordnung.

    Ja und? Wir sind so frei, auch legitime Meinungsäußerungen heftig zu kritisieren. Woher immer nur dieser Reflex kommt, Kritik ziele auf das Verbot des Kritisierten ab…

  19. AM
    6.12.2006 | 13:12

    “Sozialismus: Verfügung über fremdes Eigentum.”
    Wo hat wer über Eigentum verfügt? Nirgends.

    “Illusion: Der Staat könnte geben, ohne zu nehmen”
    Es ging bei Rüttgers nur um die Frage, unter welchen Bedingungen das Genommene gegeben wird. Die Illusion haben Sie ganz allein dazugebastelt.

  20. 6.12.2006 | 13:20

    Wo hat wer über Eigentum verfügt? Nirgends.

    Ich sprach von sozialistischen Illusionen. Noch ist es nicht so weit, dass Typen wie Beck Löhne befehlen können (auch, wenn mir der ideologische Boden in Deutschland für solche Entwicklungen fruchtbar scheint).
    Sie erwecken aber die Illusion, sie müssten es können dürfen, in dem sie sich mit Dingen beschäftigen, die sie einen feuchten Kehricht angehen.

    Es ging bei Rüttgers nur um die Frage, unter welchen Bedingungen das Genommene gegeben wird.

    “Verfügung über fremdes Eigentum” hatte Rayson das genannt, ja.

    Die Illusion haben Sie ganz allein dazugebastelt.

    Vor Bastelvorwürfe würde ich gern genaueres Lesen gesetzt sehen.

  21. AM
    6.12.2006 | 14:02

    @ Boche
    Ich denke, ich habe das sehr richtig gelesen. Beck sollte sich des Sozialismus schuldig gemacht haben und Rüttgers Illusionen verbreitet. Sie mischen sich in Dinge ein, für die sie wesentlich weniger ein Mandat haben als Rüttgers oder Beck. Wenn klar wird, wie unfundiert und ideologisch das Ganze ist, flüchten Sie sich in eine lächerliche Pedanterie.

  22. AM
    6.12.2006 | 14:11

    @ Boche, Rayson
    Wenn Sie sich mal von einer starren, leblosen Ideologie verabschieden und an einer lebendigen Debatte über solche Fragen beteiligen wollen, kann ich Ihnen diesen Blog empfehlen:
    http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=99

  23. 6.12.2006 | 14:41

    @AM

    Ich denke, ich habe das sehr richtig gelesen.

    Das Denken ist in den optimaleren Fällen ein fortschreitender Prozess, und ich hoffe, er führt sie noch in die richtige Richtung.

    Beck sollte sich des Sozialismus schuldig gemacht haben

    Mir ist es zu dumm, sie zum Scrollen aufzufordern oder meine eigenen Worte für Leute zu wiederholen, die des Lesens mächtig sein sollten.

    Sie mischen sich in Dinge ein, für die sie wesentlich weniger ein Mandat haben als Rüttgers oder Beck.

    Tut mir leid, das ist Unsinn.
    Beck und Rüttgers sprechen als Politiker. Die Politik erhält, wenn sie überhaupt etwas zu entscheiden hat, dafür ihr Mandat von uns, den Wählern. Diesem nun das Mandat ab- dem Mandatierten aber zuzusprechen scheint mir … na, sagen wir: nicht sehr durchdacht zu sein (um es milde auszudrücken).

    Wenn klar wird, wie unfundiert und ideologisch das Ganze ist, flüchten Sie sich in eine lächerliche Pedanterie.

    Kann ja sein, dass ich mich dieser lächerlichen Pedanterie schuldig gemacht habe.
    Verstehen Sie es bitte als eher hilflose und dadurch vielleicht verzeihliche Reaktion auf sinnarme, und beleidigend werdende Kommentare.

    Ihren Lesetipp habe ich zur Kenntnis genommen. Gern überlasse ich Rayson das Feld, um auf den dort verbreiteten Lohnzuwachs-Voodoo-Zauber einzugehen.
    Wenn er es für sinnvoll erachtet.
    Wovon Sie nicht unbedingt ausgehen sollten.

  24. 6.12.2006 | 22:34

    @Boche

    Ist schon witzig, diesen Link als angeblich unideologisch präsentiert zu bekommen. Der Text strotzt von suggestiven Halbwahrheiten. Wenn mich jemand auffordern würde, mal den Vulgärkeynesianer zu geben, würde ich sowas auch abliefern. Am nächsten Tag käme die Begründung, warum die Zinsen zu hoch sind, am übernächsten die Forderung, dass der Staat mehr Schulden machen müsse. Ich glaube, dann hätte ich den vulgärkeynesianischen Dreisprung sauber hingekriegt.

  25. Parker8
    7.12.2006 | 18:01

    Eine Lohnsteigerung ‘Inflation + Produktivität’ ist doch vollkommen harmlos. Angesichts der Verfassung des deutschen Tarifwesens - ‘Wir wollen auch weiterhin Streikenthaltsamkeits-Weltmeister sein’ - dürfte aber schon das ein gewaltiges Problem darstellen. In dieser Form wird der Käufermarkt zementiert. Das positive Gegenbeispiel haben in diesem Jahr die Klinikärzte geliefert.

  26. AM
    7.12.2006 | 18:37

    Die Herdentrieb-Hirten sind nicht vulgärkeynesianisch, sondern kompetent und moderat keynesianisch. Sie haben mehr als einmal bewiesen, dass sie in der konkreten Vorhersagekraft ihrer Analyse fast allen “Wirtschaftsweisen” und sonstigen Pessimisten himmelweit überlegen sind. Daneben ist die Diskussion meist sehr kontrovers.

  27. 7.12.2006 | 19:59

    @Parker8

    Wie gesagt - ich habe nichts gegen Lohnerhöhungen. Von mir aus sollen alle Arbeitnehmer 20% mehr bekommen. Zumindest, so lange die EZB keine nennenswerte Inflation zulässt.

    @AM

    Mein Urteil bezog sich nicht auf deine Säulenheiligen, sondern auf den konkreten Beitrag. Und die Qualität der Diskussion hängt dort schon sehr davon ab, wer tatsächlich mitmacht.

  28. 7.12.2006 | 20:09

    @AM

    Ach ja, und was die angeblich besseren Vorhersagen betrifft: Schon mal an Zufall gedacht? Kein ernstzunehmender Wissenschaftler kann auf die Nachkommastelle genau im Sommer ein Wachstum für das nächste Jahr vorhersagen. Dazu sind zu viele externe Parameter (z.B. Ölpreis, Tarifabschlüsse, Politik) zu volatil. Wer es dennoch behauptet, sollte sich ernsthaft um den Nobelpreis bewerben. Aber natürlich, die Welt wimmelt von Börsendiensten, die stets die richtigen Kurse vorhersagen und das natürlich auch belegen können. Zumindest, so lange sie uns den Gefallen tun, uns nicht mit echter Statistik zu langweilen.

    Es ist Nonsens, anhand dieser Lotterie etwas über Qualität von Wissenschaft sagen zu wollen.

  29. AM
    7.12.2006 | 22:49

    @ Rayson
    Um die Nachkommastellen geht es nicht. Bei den deutschen Wirtschaftsweisen und Sachverständigen schafft es selbst der Zufall nicht, dass einmal auch nur die grobe Richtung stimmt. Es geht eben darum, dass es sich hier nicht um eine exakte Wissenschaft handelt und das keiner so tut, als hätte er diese anzubieten. Wenn einige Leute das mit plausiblen Argumenten und einer erfolgreichen Wette gegen den pseudowissenschaftlichen Mainstream zeigen können, dann ist das ein Gewinn für die Freiheit.

  30. 7.12.2006 | 23:06

    @AM

    Bei den deutschen Wirtschaftsweisen und Sachverständigen schafft es selbst der Zufall nicht, dass einmal auch nur die grobe Richtung stimmt.

    Solche starken Behauptungen sollte man belegen können.

    Es geht eben darum, dass es sich hier nicht um eine exakte Wissenschaft handelt und das keiner so tut, als hätte er diese anzubieten.

    Ist das Kennzeichen einer “exakten Wissenschaft” die Fähigkeit zur Prophezeihung zukünftiger Ereignisse? Kaum. Was man verlangen kann, ist die Belastbarkeit von “Wenn-Dann”-Aussagen. Die gilt allerdings nur dann, wenn die anderen Parameter konstant gehalten werden können.

    Welche Argumente plausibel sind und welche nicht, kann man ja gerne in der Diskussion ergründen. Ich halte die des o.g. Links für wenig plausibel. Aber Zufallsergebnisse taugen nicht als Beweis. Weder für etwas, noch gegen etwas.

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