5. Dezember 2006
Rinks
Wenn man diesen Artikel (Titel: “Neue Linke an der Macht”) mit dem Ziel liest, herauszufinden,
- was die Autorin unter “links” versteht
- und was sie im konkreten Fall meint, wenn sie die von ihr betrachteten Regierungen als “links” bezeichnet
dann landet man in einem ziemlichen sprachlichen Wirrwarr.
Einerseits scheint Frau Gehrke selbst unsicher zu sein, was der Begriff bedeuten soll, schließlich setzt sie ihn gleich zu Beginn in Anführungszeichen.
Zudem versucht sie sich, recht erfolglos, per Ausschlussverfahren (”nicht mehr an Moskau oder China orientiert”, “keine geschlossene Ideologie”) zu einer Definition zu gelangen.
Andererseits verwendet sie trotzdem fröhlich weiter dieses Etikett “links” oder gar “rot”.
Ein Journalist hat meinem Verständnis nach die Aufgabe, Licht in das von ihm Betrachtete zu bringen. Mit Nebelbegriffen ist das wohl nicht zu schaffen.
Verfasst von Boche um 13:36 Uhr in der Kategorie Politik, Presse / SPON- und taz-Blog (Trackback)