taz-Scheich Adolf äh Achmed

Die taz hält sich einen Scheich.
Und was der so in seinem taz-Blog treibt und welche Sprüche dort hoffähig sind (”Ich frage mich nur, wo die jüdische Intelligenzia ist - die offenen Auges sieht, wie ihre mosaischen Glaubensgenossen ihr eigenes Grab schaufeln… mal wieder.“; [Hervorhebung von mir]), deckt recht lesenswert das Telegehirn auf.

Aber dieses linke Blättchen wars ja auch, das einen Schreiberling mal von “gaskammervollen” Diskotheken schmieren ließ, oder?
Das* scheint also nur Ausdruck einer gewissen links-alternativen Kontinuität zu sein.

* Disclaimer: … was in Deutschland aus historischen Gründen natürlich nicht Antisemitismus genannt werden sollte …

——————————————————————–
gefunden über martin hagen

Ähnliche Beiträge


12 Kommentare zu “taz-Scheich Adolf äh Achmed”

  1. 6.12.2006 | 21:24

    Libanon - Chile - Vatikanstadt…

    Im Libanon wird Präsident Siniora von Nasrallahs Hizbollah zum Rücktritt gezwungen - der will nicht mehr in Nasrallahs Kalifatstaatsreigen mitspielen und wird deswegen weggeputscht. Merke: Wer sich in der Frage Israel einig ist, muss innenpolitisch n…

  2. Achmed Khammas
    8.12.2006 | 8:23

    Oha! Ich werde von der TAZ also ‘gehalten’ … na, dann hoffe ich nur mich hier nicht anzustecken - sonst ist’s bald aus mit der Freiland…. äh… Freisschreibhaltung, was? ;-)

    Trotz unserer recht unterschiedlichen Ansichten:

    “Ein kluger Feind ist besser als ein dummer Freund!” (*)

    (*) Arabisches Sprichwort

    …meint der
    Datenscheich

  3. T. Albert
    8.12.2006 | 21:59

    “Die Juden haben eine Heimat: Israel.” Tollster Satz in der ganzen antianti-antisemitischen Aufgeregtheit dieser Antwort auf den vermeintlichen Feind Khammas. Den Jargon müssen wir noch üben.

  4. 9.12.2006 | 21:32

    Tja, T.Albert, mit der Realität hinter diesem Satz müssen so einige zu leben lernen.

  5. T. Albert
    10.12.2006 | 0:45

    Ja, ich fürchte. Es laufen wieder immer mehr Leute in Europa rum, die anderen Leuten gerne sagen, wo deren Heimat sei, weil sie das statt derer genauestens zu wissen meinen. Einige denken, das wäre nett von ihnen.

  6. 11.12.2006 | 14:55

    Ich wurde auch schon oft in die Türkei geschickt - in meine vermeintliche Heimat; obwohl diese Deutschland ist.

  7. 12.12.2006 | 17:19

    @T.Albert

    Es laufen wieder immer mehr Leute in Europa rum, die anderen Leuten gerne sagen, wo deren Heimat sei, weil sie das statt derer genauestens zu wissen meinen.

    Den Juden Israels muss keiner in Europa sagen, wo ihre Heimat ist.

    @Yasar

    Den Zusammenhang zum Thema wirst du bestimmt noch aufklären.

  8. T. Albert
    12.12.2006 | 21:56

    Boche:
    Ich habe jenen Satz zitiert, den Du durch Deinen ausgeprochenen Hinweis auf den Telehirn-Text mittelbar auch zitiert hast. Ich aber folgendes gelesen:
    “Die Juden haben eine Heimat: Israel.”
    Meine Bemerkung bezüglich dieses Satzes, dem zufolge “die Juden eine Heimat hätten: Israel”, meint, dass ich diesen Satz für eine Unhöflichkeit halte, worüber auch der scheinbare Kontext, in dem er sich befindet, nicht hinwegtäuschen kann. (Denn der ist Jargon, der noch nicht beherrscht wird. Diese Art des deutschen Anti-Antismitismus funktioniert ziemlich oft nach dem Prinzip des Diebes, der “haltet den Dieb” ruft. Er ist Ablenkung von der eigenen Psyche. Das wird zu einer Art Metier mit eigenem Jargon, nicht sehr glaubwürdig, aber sprachlich allzu aufwendig im Verhältnis zum Ergebnis, das hergestellt werden soll.)
    Damit Du mich noch besser verstehst: Ich weiss, wie es ist, wenn andere Leute mir erklären, wo meine Heimat wäre, wenn man in einem wohlmeinend scheinenden Kontext gefragt wird, wie lange man denn zu bleiben gedenke, mal im Land seiner Geburt, mal im Land seiner “Nationalität”. Man kann im “falschen” Land Soldat sein. Ich weiss auch, wie es ist, wenn man danach in ehrlich gemeintem und nicht wohlmeinendem Kontext gefragt wird.
    Deswegen findet man einen solchen Satz in einem so lauten Text als Erwiderung auf einen anderen, ihm ähnelnden wenig intelligenten Text, der angestrengten Lautstärke des rufenden Diebes angemessen. Dass “die Juden” “eine” Heimat hätten, kann man in ehrlichen antisemitischen und rassistischen Texten immer lesen, dort sollen sie entsprechend den Identitäts- und Heimat- Ideologien auch hin, egal, wo sie ist.
    Variationen, die man auch oft lesen kann:
    Die Juden Deutschlands haben eine Heimat: Israel
    Die Juden Frankreichs haben eine Heimat: Israel
    Die Russen der Ukraine haben eine Heimat: Russland
    Die Araber Berlins haben eine Heimat: Arabien
    Die Bosnier der Schweiz haben eine Heimat: Bosnien
    Die Italiener der Schweiz haben eine Heimat: Italien
    Die Italiener Südtirols haben eine Heimat: Italien
    Die Juden Israels haben eine Heimat: Schleswig-Holstein
    Die Bahai Irans haben eine Heimat: Israel

    - und was der unverschämten Unhöflichkeiten, die manchmal vorgeblich im Interesse des Adressaten höflich ausgesprochen werden, mehr ist.

  9. 12.12.2006 | 22:22

    @T.Albert

    Meine Bemerkung bezüglich dieses Satzes, dem zufolge “die Juden eine Heimat hätten: Israel”, meint, dass ich diesen Satz für eine Unhöflichkeit halte, worüber auch der scheinbare Kontext, in dem er sich befindet, nicht hinwegtäuschen kann.

    Ich verstehe nun zwar, welche Art Unhöflichkeit du kritisierst. Da ich den Kontext aber keineswegs für “scheinbar” halte sondern für klarer als klar ansehe, kann ich deine Kritik nicht nachvollziehen. Im Gegenteil - sie scheint mir hier recht konstruiert zu sein.

  10. T. Albert
    14.12.2006 | 21:33

    @Boche: Tja, ich bin in der Sache nicht gläubig; um ein Wort von Pasolini zu paraphrasieren: es gibt auch einen antisemitischen Anti- Antisemitismus, er bildet sich in negativen Konstruktionen um den eigenen Antisemitismus ab. Ich gebe zu, dass es ein Gefühl ist, ob man sich auf eine Sprechweise verlassen kann oder nicht.

  11. 15.12.2006 | 9:36

    @T.Albert

    Über Gefühle reden wir eiskalten Neoliberalen nicht.

  12. T. Albert
    16.12.2006 | 12:15

    Was? Kaum hält man den kleinen Finger in Eure eisige Nähe, schnappt Ihr zu. Das erzeugt Hitze im lauwarmen Linken. ;-)

Bad Behavior has blocked 666 access attempts in the last 7 days.