Gar nicht gemerkt…

Seit etlichen Jahren wird nun über ein bundeseinheitliches Rauchverbot diskutiert, seit einigen Monaten konkret verhandelt. Intensive Diskussionen innerhalb der Großen Koalition, bis hin zu mittelschweren Verstimmungen, gingen einer “Expertenkommission” voraus, die nun letztendlich einen Entwurf für ein entsprechendes Gesetz erstellen konnte.

Und nachdem all das sich ereignet hat, fällt nun endlich mal einem auf, dass man für diese Regelung eigentlich gar nicht zuständig ist. “Upps, haben wir bisher gar nicht gemerkt”?!? Sind das eigentlich alles Trottel, die uns da regieren?

Nein, stellt man beim Weiterlesen fest. Sondern vielmehr zu einem beachtlichen Teil “Überzeugungstäter“, die ihre Agenda durchsetzen wollen, was immer auch die Verfassung dazu sagen mag. Dass noch radikalere Überzeugungstäter schon Vorschläge haben, wie man die Agenda nun doch noch umsetzen könnte, macht die Sache nicht besser.

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49 Kommentare zu “Gar nicht gemerkt…”

  1. 8.12.2006 | 3:48

    “Wichtig sei nicht, wer was entscheide, sondern wie man beim Nichtraucherschutz weiterkomme, hieß es am Donnerstag etwas verlegen aus dem Gesundheitsministerium.”

    Wichtig sei nicht, wer was entscheide. Jetzt weiß ich sicher, daß ich mir die “Tyrannei des Guten Willens” nicht nur eingebildet habe, sondern daß sie tatsächlich existiert. Kompromißlos, grausam und unerbittlich, wie es sich für eine ordentliche Tyrannei eben so schickt.

    PS: Wichtig ist nicht wer was entscheidet. Ich entscheide: Die Mehrwertsteuer wird auf 10% gesenkt. Wichtig ist, daß man beim Steuerzahlerschutz endlich weiterkommt. Und wehe, jemand pariert nicht.

    DISCLAIMER: Und wehe, jemand pariert nicht. stellt KEINE Amoklaufdrohung dar. Es besteht somit kein Grund, dieses Blog, die Autoren oder deren Hobbies zu verbieten. Außerdem ist der Satz ein häufig verwendetes Versatzstück, sein Einsatz in diesem Text also auch vom urheberrechtlichen Standpunkt aus unbedenklich.

  2. Martin
    8.12.2006 | 10:15

    Natürlich ist der Bund zuständig, da er auch für den Arbeitsschutz zuständig ist (wie jetzt auch schon). Er muss lediglich die Ausnahmeregelung für Arbeitsplätze mit Publikumsverkehr streichen und gut ist. Verwassungswidrig hingegen ist natürlich die Ausnahme bestimmer Arbeitsplätze (Bars, Schankwirtschaften) vom Rauchverbot. Das ist erstens wettbewerbsverzerrend, und zweitens warum sollte der Barkeeper vor dem Rauch nicht geschützt, der Kellner ja, der Büroangestellter ja, die Servicekraft im Bierzelt nein..?

    Hier ist die Politik gefragt die Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen zu schützen, und nicht die Interessen der Tabaklobby vor die Gesundheit und Freiheit der Menschen zu stellen.

    Die britischen Liberalen waren die ersten die ein Rauchverbot am Arbeitsplatz im Königreich fordert, und stimmten deswegen als einzige fast einstimmig dafür. Sie sahen hier die Grundrechte des einzelnen gefährdet, da Tabakrauch bewiesenermaßen gesundheitsschädlich ist, und jeder das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz und die Wahlmöglichkeit (raucher können draussen rauchen, nichtraucher müssen nicht mitrauchen) haben sollte. Im Gegensatz zur vorhergehenden Diktatur, das schon ein einzelner Raucher alle anwesenden bevormunden und gefährden kann.

  3. 8.12.2006 | 10:20

    Niemand muss in einer Kneipe arbeiten, in der geraucht wird.

  4. 8.12.2006 | 10:52

    @Martin:
    Die britischen Liberalen sind zu einem erheblichen Teil die britischen Sozialdemokraten, das sollte man nie vergessen…

    Im Übrigen wird auch der Stahlarbeiter nicht vor der Hitze geschützt, der Kanalreiniger nicht vor dem Gestank und der Türsteher nicht vor der winterlichen Kälte draußen vor der Tür. Das gilt als mit dem Beruf verbundenes Risiko. Und das an einem Ort des geselligen Beisammenseins und Konsumierens gesundheitsschädlicher Substanzen wie Alkohol und Tabak eben Alkoholgestank und Tabakrauch vorherrschen, scheint mir irgendwie logisch.

    Zum Thema “Interessen der Tabaklobby”: Ich finde es schön, wie immer die Interessen der Raucher argumentativ ausgeblendet werden. Es gibt da immer das “Interesse der Menschen” und das “Interesse der Tabaklobby”. Raucher sind kein relevanter Faktor, oder was?

    Ein Verbot des Rauchens hat mit “Freiheit und Selbstbestimmung” für mich wenig zu tun. Verbote sind Unfreiheit und Fremdbestimmung. Bisher war es ja jedem Nichtraucher unbenommen, eine Nichtraucherkneipe aufzusuchen und jedem Wirt, eine solche zu eröfffnen. In Zukunft aber darf kein Wirt mehr eine Kneipe aufmachen, die sich nur an Raucher wendet - selbst nur unter Rauchern unterliegen diese bald einem Rauchverbot. So ein Quatsch.

  5. nils2
    8.12.2006 | 11:33

    Im Übrigen wird auch der Stahlarbeiter nicht vor der Hitze geschützt, der Kanalreiniger nicht vor dem Gestank und der Türsteher nicht vor der winterlichen Kälte draußen vor der Tür.
    Deswegen traegt der Stahlarbeiter auch keinen Hitzeschutzanzug, der Kanalarbeiter keine Gasmaske und der Tuersteher keine kugelsicher Weste.

  6. 8.12.2006 | 11:41

    @nils2:
    Na, so warm sind kugelsichere Westen aber auch nicht… ;)

    Nee, schon klar, was Du gemeint hast. Aber die meisten Kanalarbeiter, die ich in den letzten Tagen hier so sehe, tragen erstaunlicherweise keine Gasmasken…

  7. Skeptiker
    8.12.2006 | 11:49

    Das Argument “wenn die Nachfrage so groß wäre, würde es ja Nichtraucherkneipen geben” kann ich nicht mehr hören. Haben die Gastronomen denn heute überhaupt die Wahl? Die Konkurrenz würde sich ins Fäustchen lachen. Hier helfen nur gleiche Bedingungen für alle. Das diese mit dem ursprünglichen Kompromissvorschlag nicht vollkommen erreicht wurden steht auf einem anderen Blatt.

    Liberale Grundsätze hin oder her. Ich denke, dass die Gesundheit der Nichtraucher vor der Suchtbefriedigung der Raucher Vorrang hat.

  8. nils2
    8.12.2006 | 11:49

    Martin hat irgendwo schon recht. Wenn man grundsaetzlich bejaht, dass es gesetzliche Regelungen zum Arbeitsschutz geben soll, und bejaht das Rauch eine gesundheitliche Beeintraechtigung ist, dann muss man etwas tun (Rauchverbot oder Grenzwert).
    Warum ein Teil der Arbeitnehmer vor Rauch “geschuetzt” wird und ein anderer nicht ist mir nicht klar.

  9. 8.12.2006 | 11:56

    @Skeptiker

    Das Argument “wenn die Nachfrage so groß wäre, würde es ja Nichtraucherkneipen geben” kann ich nicht mehr hören. Haben die Gastronomen denn heute überhaupt die Wahl?

    Noch haben sie die. Aber das soll ja von der “Mehr Freiheit wagen”-Regierung beendet werden.

    Hier helfen nur gleiche Bedingungen für alle.

    Die sind gegeben, wenn jeder entscheiden kann, wie er’s hält mit der Raucherei.
    Außer, man verfolgt insgeheim weitergehende gleichmacherische Ziele, die dann wieder zur freiheitsbeschränkenden Politik passen würden.

    Liberale Grundsätze hin oder her.

    Ja, das scheint mir das Motto der Nichtraucherschutzpolitik (und nicht nur der) tatsächlich gut wiederzugeben.

    @nils2

    Wenn man grundsaetzlich bejaht, dass es gesetzliche Regelungen zum Arbeitsschutz geben soll, und bejaht das Rauch eine gesundheitliche Beeintraechtigung ist, dann muss man etwas tun (Rauchverbot oder Grenzwert).

    Die Schlussfolgerung ist nicht unbedingt logisch. Oder nur dann, wenn man einen absoluten Schutz um jeden Preis erzielen möchte. Nicht vor jeder Gefahr kann der Staat den Bürger schützen.
    Als Liberaler sage ich: Er soll es auch um Himmels Willen nicht versuchen, denn das Ergebnis wären fix totalitäre Zustände.

  10. Freewheelin
    8.12.2006 | 12:02

    Ist doch schön, dieses Rauchverbotsthema - die Leute werden hitzig und diskutieren endlos. Schon hat man von wirklichen Probleme abgelenkt.
    Jede Wette daß solche Nicht-Themen verstärkt in der Öffentlichkeit auftauchen werden. Je rasanter es bergab geht, um so mehr wird sich das Sommerloch auf das ganze Jahr ausdehnen.

    Eine einfache Frage: Wieso darf man keine Gastwirtschaft nur für Raucher eröffnen? Steht hier das Antidiskriminierungsgesetz entgegen? Aber als Wirt habe ich doch das Hausrecht und kann Leute, die ich nicht haben will auch vor die Tür setzen… Außerdem gibt es doch nun wahrlich mehr als genug Gaststätten zur Auswahl.

    Wer glaubt, den Politbonzen geht es um den Schutz der Bürger ist wohl ganz schön mit der Muffe gepufft und hat wohl nicht verstanden, daß der Bürger diesen Leuten ziemlich egal ist. Beispiele gibt es dafür zuhauf, habe keine Zeit dieses Buch zu schreiben. Es geht nur um Eines: Repression. Immer mehr Druckmittel in der Hand zu haben, so daß die Menschen immer erpressbar bleiben. Mein Staatsrechtsprof hat schon Anfang der 1990 Jahre gesagt, daß es heutzutage so viele Gesetze gibt daß es quasi immer schwerer wird, nicht straffällig zu werden resp. nicht gegen irgendein Gesetz zu verstoßen. Wie gesagt, das war 1990 - und weniger Vorschriften haben wir nun wahrlich nicht.

    Also glaubt mal schön an den verantwortungsvollen Politiker.

  11. 8.12.2006 | 12:07

    Was mich übrigens an der ganzen Diskussion unheimlich nervt:

    Ich würde gerne einmal sagen können, dass ich die Argumentation mit dem Arbeitsschutz gar nicht so falsch und sogar durchaus bedenkenswert finde. Aber das darf ich nicht tun, weil ich die ganze Diskussion sonst gleich verloren gebe. Für die Gegenseite werde ich nämlich niemals gute Argumente haben - ich bin immer nur ein Büttel der Tabaklobby.

    Und genau das trägt zu meinem Eindruck bei, es mit radikalen Überzeugungstätern zu tun zu haben, die sich um jeden Preis auf ganzer Linie durchsetzen wollen. Womit sich auch erklärt, warum sie für jeden Kompromiss unzugänglich sind…

  12. 8.12.2006 | 12:09

    @Freewheelin:

    Wieso darf man keine Gastwirtschaft nur für Raucher eröffnen?

    Darf man. Es ist nur meist wirtschaftlicher Selbstmord - weil ein überwiegender Teil der Kneipenbesucher aus Rauchern besteht. Viele Nichtraucher legen ja auch auf ein gesundes Leben wert, und dazu gehören Kneipenbesuche eben selten.

  13. nils2
    8.12.2006 | 12:10

    @Boche
    Ich kann nicht beurteilen, ob die Gefahr durch das Passivrauchen gross genug ist um davor geschuetz zu werden. Wenn man den gesetzlichen Arbeitsschutz abschafft und dem Markt ueberlaest, dann heisst das letzendlich, das die Gewerkschaften diesen aushandeln. Oder die einzelnen Arbeitnehmer. Der eine sagt dann, er arbeitet nur wenn der Arbeitsplatz rauchfrei ist, der andere nur wenn er Rauchen darf.
    Ob das praktikabel ist?

  14. 8.12.2006 | 12:17

    @nils2:

    Man könnte eine Menge anderer Lösungen finden. Beispielsweise ein generelles Rauchverbot, das man aber mit einer speziellen Konzession für eine Raucherkneipe aussetzen kann. Die Konzessionsgebühren würden den Krankenkassen zufließen, da das Rauchen ja (je nach Studie) so erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem bedeuten würde. Außerdem könnte man den Mitarbeitern in einer solchen Kneipe eine Gefahrenzulage zahlen.

    Wie gesagt, es gäbe viele Möglichkeiten. Aber die sucht doch keiner, denn es geht darum, den Rauchern das Rauchen zu verbieten. Jedenfalls ist das manchmal mein Eindruck.

  15. nils2
    8.12.2006 | 12:25

    @Karsten
    Volle Zustimmung. Meiner Meinung nach dient die Schikane gegen die Raucher letztendlich dazu (inoffiziell), ihnen das Rauchen madig zu machen und die Zahl der Raucher zu reduzieren. Wie halt aller Formen von Suchtpraevention. Sinnvoll?
    Ich weiss nur, dass ich ueber jeden rauchfreien Ort dankbar bin.

  16. Freewheelin
    8.12.2006 | 12:38

    Das mit der Konzession für Raucherkneipen ist eine gute Idee. Aber Karsten, Hand aufs Herz - glaubst Du wirklich, daß das Geld an die KK gehen würde? Also, ich nicht. Siehe “Öko”steuer, Tabaksteuer etc. Ist alles ein Sumpf, und darin versickert die sauer verdiente Kohle.

    Nicht schön, aber wahr.

    Dein an mich gerichtetes Posting ist wohl anders gemeint :-))

  17. Llarian
    8.12.2006 | 12:40

    Die Argumentation mit dem Arbeitsschutz ist gut, jedenfalls erheblich besser als der Schutz von Nichtrauchern, die meinen als Kunden einem Verkäufer vorschreiben zu dürfen, wie der sein Geschäft führt. Und hinkt dennoch auf einem Bein. Zum einen wird niemand gezwungen in einer Kneipe zu arbeiten, schon gar nicht in einer, in der geraucht wird. Wer sich dazu entschliesst, der tut dies bewusst. Zum anderen ist diese Argumentation mit dem Arbeitsschutz natürlich recht universell problematisch, denn Arbeitsschutz wird immer nur so weit getrieben, wie er nicht essentiell das eigentliche Geschäft kaputt macht. Natürlich könnte man den Beruf eines Türstehers sicherer machen, durch noch mehr Kevlar, durch Sicherheitsschleusen, etc. Aber das würde die Disse wohl ruinieren. Auch Arzthelferinnen wären vermutlich sicherer, wenn man den Kontakt zum Patienten minimierte. Aber der Arzt hätte ein Problem. Taxifahrer würden erheblich an Sicherheit gewinnen, wenn sie nicht mehr als vier Stunden am Tag fahren würden und bitte nicht in der Nacht. Aber wer würde noch Taxis rufen ? Das kann man auf Millionen Arbeitsplätze ausdehnen und es ist nahezu unmöglich das konsistent zu halten.
    Ich bin Nichtraucher. Seit 13 Jahren. Aber dummerweise rauchen einige meiner Freunde. Wie lange werden die wohl noch in eine Kneipe gehen, wenn sie bei jeder Zigarette rausgehen sollen ? Die werden nicht mehr kommen. Aber ich in der Folge auch nicht. Denn wir werden uns irgendwo privat treffen, wo das erlaubt ist. Gerade in Gruppen, die sich regelmäßig in Kneipen treffen, rauchen nur wenige. Aber wegen dieser weniger verliert die Kneipe die ganze Gruppe, super gemacht. Arbeitsschutz ist schön und gut, aber wenn in der Folge die Arbeit nicht mehr da ist, fällt es mir schwer zu sehen, wo damit irgendetwas verbessert worden ist. Deswegen wird keine Zigarette weniger geraucht. Nur woanders.

  18. Llarian
    8.12.2006 | 12:44

    Meiner Meinung nach dient die Schikane gegen die Raucher letztendlich dazu (inoffiziell), ihnen das Rauchen madig zu machen und die Zahl der Raucher zu reduzieren.

    Was nichts anderes als Bevormundung ist.

    Ich weiss nur, dass ich ueber jeden rauchfreien Ort dankbar bin.

    Das ist zwar ehrlich, leider aber auch traurig. Denn es bedeutet effektiv nichts anderes als: Es ist mir egal, was mit anderen ist, solange es mir zum Vorteil gereicht.

  19. 8.12.2006 | 12:44

    Ja, Llarian, du hast es aus meiner Sicht auf den Punkt gebracht.

  20. nils2
    8.12.2006 | 12:51

    @Llarian
    Ich habe nicht gesagt, dass ich fuer ein Rauchverbot in Kneipen bin. Ich meinte nur, dass wenn ich die Wahl haette wuerde ich in eine rauchfreie Kneipe gehen. Ob ich in einer Raucherkneipe arbeiten wuerde weiss ich nicht.

  21. der gute don
    8.12.2006 | 12:57

    Das ist zwar ehrlich, leider aber auch traurig. Denn es bedeutet effektiv nichts anderes als: Es ist mir egal, was mit anderen ist, solange es mir zum Vorteil gereicht.

    Ist es nicht so, daß zu viele Raucher (btw, rauche selbst gelegentlich) zu wenig Rücksicht auf Ihr Umfeld nehmen, solange es ihnen zum Vorteil gereicht?

    Öffentliche Gebäude und Bahnhöfe daher als rauchfreie Zonen einzurichten finde ich begrüßenswert, den hier hat Nils der Zweite im Sinne bekannter Marktmechanismen nicht die Wahl durch seine Nachfrage den Markt zu beeinflußen bzw. dem Gesundheitsschaden durch mitrauchen zu entgehen.

  22. 8.12.2006 | 13:03

    Öffentliche Gebäude und Bahnhöfe daher als rauchfreie Zonen einzurichten finde ich begrüßenswert

    Das unterstütze ich ebenfalls.
    Ich kritisiere nur staatliche Eingriffe in den private Raum (Restaurants, Kneipen, Discos etc.).

  23. Freewheelin
    8.12.2006 | 13:21

    Also mein Guter Don und Boche, ich höre/lese das immer wieder: Kein Rauch in öffentlichen Gebäuden und Bahnhöfen.

    Bitte nennt mir EINEN Bahnhof, wo man noch rauchen darf - außer in den Raucherecken (die weit verteilt sind auf dem Bahnsteig). Und in welchen öffentlichen Gebäuden wird darf heute noch geraucht werden. Diese Argumente haben doch nichts mehr mit der Realität zu tun, sie sind in den 1980 Jahren stehengeblieben. Und werden wie ein Mantra ständig wiederholt.Das ist doch Unsinn.

  24. 8.12.2006 | 13:26

    Freewheelin, wenn es so ist - dann ist es doch gut und von mir aus kein Thema mehr.

  25. 8.12.2006 | 13:31

    @Freewhelin:

    Es existieren noch Raucherecken. Dagegen richtet sich nun der Kampf. Denn die sollen auch noch abgeschafft werden.

  26. 8.12.2006 | 13:33

    Es existieren allerdings auch mit Aschenbechern versehene (und dadurch gar nicht so) rauchfreie Bahnsteige.

  27. Martin
    8.12.2006 | 13:48

    Niemand muss eine Kneipe eröffnen wenn er mit den Hygienerichtlinien nicht einverstanden ist.

    Und nochmal: Kneipen und Clubs sind keine privaten Räume. Es stellt soch doch die Frage ob es um die Freiheit der Menschen, oder die Freiheit von Tabaklobbyisten geht. Die Menschen sollten FREI entscheiden können, ohne durch ihre freie Entscheidung eingeengt (Nichtraucher”zonen” oder gar verbannt (Nichtraucher) zu werden. Das ist Grundlage von Liberalität, weil jeder selbstbestimmen soll, ohne deswegen die Arbeit aufgeben, den Job zu wechseln, oder nur zu Hause bleiben zu müssen.

    Da Gaststätten Arbeitsplätze sind ist der Arbeitsschutz dort vollkommen legitim, und wer das “staatlichen Eingriff” nennt, muss auch monieren dass das Anbieten und Inverkehrbringen von Gammelfleisch unter Strafe steht, das Wirte das bier nicht verdünnen dürfen, in die Küche kacken o.ä. Müsste denen doch erlaubt sein wenn ihre Kneipe “privat” wäre. Nur ist sie das nicht, es ist schlicht und einfach ein Gewerbebetrieb mit Publikumsverkehr +Schanklizenz mit Arbeitnehmern.

    Wenn man in Irland das rauchen wieder erlauben würde, hieße das massive Umsatzeinbrüche: 80% der Gäste dort sind Nichtraucher, die blieben dann aus wegen des Qualms, und die Raucher würden ihnen folgen, weil diese ja nicht alleine feiern wollen. Und das die ewigen deutschen Querulanten und kleinkarieren rauchenden Nörgler immer was zu meckern haben ist klar, aber: kein Raucher ist gezwungen eine Kneipe aufzusuchen, wem die Rauchfreiheit dort nicht passt, bleibt halt zu Hause! Und die paar verbohrten Hardcoreraucher werden locker von den NR ausgeglichen.

    @freewheelin:
    da deine Kneipe Arbeitsplatz ist, stellt sich die Frage nach der Raucherkneipe garnicht. Du könntest ja sonst auch fragen: warum darf ich keine Kneipe für Kokainkonsumenten oder Bogenschützen eröffnen - ist doch mein Hausrecht!

    @Karsten:
    Das gelten Atemverbot ist Zeichen von Freiheitsentzug und fehlender Selbstbestimmung. Das man Menschen verbietet zu atmen, verstößt gegen das Grundgesetz und ihr Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung. Warum will man also den Menschen das Atmen verbieten? Muss man denn alles verbieten?

    Ich kann echt nicht verstehen warum man Raucher und Nichtraucher immer trennen will, künstliche Gruppen schafft, anstatt beide Gruppe einfach zu ermöglichen, wie in Italien oder Irland, GEMEINSAM Kneipen, Bars und Pubs zu nutzen. Diese Diskussion ist wieder typisch deutsch, einfach machen, und dann ist gut.

    Das Argument der Staat “könne nicht vor allem schützen” ist zwar richtig, doch dann müsste man sofort die komplette Abschaffung des StgB fordern, des Trunkenheitsverbots am Steuer, das Verbot von Handtaschenräuben etc. Dort wo der Staat legitimerweise handeln kann, wo freiwillige Vereinbarungen und Apelle gescheitert sind (siehe gescheiterte NR-Vereinbarung), und Arbeitnehmer ganz simpel und einfach zu schützen, muss und kann er handeln. Zumal dies kaum eine Freiheitseinschränkung für Raucher bedeutet, da diese ja weiterrauchen können. Warum sollte also ein NR weniger Rechte als ein R haben? Man sollte beiden die Freiheit lassen, und da Angestellte nunmal auch Nr sind, gilt dies für diese ebenso, und ihre Arbeitsplätze wie Büros, Kneipen und Bars.

    Naja, man kann es eben nicht allen Recht machen und manchmal glaube ich das es nur darum geht auf Nichtrauchern rumzuhacken, oder aber ein Winterlochthema zu finden an den man sich profilieren kann. Und da opponiert man halt gegen simple Rauchfreiheit an Arbeitsplätzen, verweist auf Feinstaub, will weismachen das Kneipen Privat seien, will das alle Barkeeper und Servicekräfte kündigen oder halt “mitrauchen”, etc.

  28. Freewheelin
    8.12.2006 | 13:50

    Also das kann doch nicht Euer Ernst sein: Auf dem Bahnsteig gibt es Raucherecken. Ja, und? Wieviele Raucher benötigt man, um einen Bahnsteig einzunebeln?
    Wenn dies also schon stört dann muß man konsequent sein und das Rauchen gänzlich verbieten! Gehen wir zurück zum Thema und stellen uns eine rauchfreie Kneipe vor. Die Raucher gehen ab und an raus, stehen im Freien. Meistens ist es ja immer dieselbe Stelle, wo man sich eine Kippe gönnt. Das ist doch dieselbe Situation wie auf dem Bahnsteig. Leute, die in die Kneipe wollen werden “belästigt”. Ganz zu schweigen von eventuellen Blockwarten, die peinlichst genau auf die Lärmbelästigung der Anwohner achten. Also - SCHTONK!!! Verbieten wir das Rauchen in der Öffentlichkeit. Fertig, aus. Und wo kämen wir dahin, wenn in Biergärten das Rauchen erlaubt wird. Das kann man doch aus Gleichmacherei - entschuldigung - Gleichbehandlungsgrundsätzen nicht machen. Denn auch im Freien ist man nicht frei…
    Und wieso sollte man erlauben, in der eigenen Wohnung zu rauchen. Verdirbt doch nur die Tapeten und schadet dem Vermieter. Gut, dann geht man eben auf den Balkon oder raucht zum Fenster raus. Aber NEIN, ein Nachbar könnte sein Fenster offen haben und in Panik geraten.
    Und wenn man schon dabei ist - einen Furz lassen in der Öffentlichkeit sollte auch verboten werden. Methan ist giftig und brandgefährlich.

    Der Kampf gegen Raucherecken LOL
    Solange der nicht gewonnen ist wird Deutschland nicht ruhen!

    Ist doch alles irgendwie SCHTONK !

  29. Martin
    8.12.2006 | 13:53

    Sorry freewhelin, aber rauchen ist eine private, freie Entscheidung. Warum sollte man deswegen das rauchen in der Öffentlichkeit verbieten? Dafür gibt es keine Grund, da es doch jedem selber überlassen werden sollte was er tut, solange er andere (z.B. in öffentlichen Gebäuden und an Arbeitsplätzen wie Büros, Kneipen und Bars) nicht tangiert.

    Draußen kann man doch soviel rauchen wie man will, oder soll dein Beitrag als Satire anzusehen sein?

  30. 8.12.2006 | 13:54

    Und nochmal: Kneipen und Clubs sind keine privaten Räume.

    Sondern? Staatliche Räume?

    Aber insgesamt ist es erheiternd zu sehen, wie vermurkst eine Argumentation sein kann.
    Da wird erst verboten und der erreichte Zustand dann als Ausgangsbasis für Überlegungen zu Freiheit und Selbstverantwortung genommen.
    Das ist eine meines ehemaligen Stabü-Lehrers würdige “Logik”.

  31. Freewheelin
    8.12.2006 | 13:55

    @freewheelin:
    da deine Kneipe Arbeitsplatz ist, stellt sich die Frage nach der Raucherkneipe garnicht. Du könntest ja sonst auch fragen: warum darf ich keine Kneipe für Kokainkonsumenten oder Bogenschützen eröffnen - ist doch mein Hausrecht!

    Sowas soll ein Argument sein? Wäre Koka erlaubt, würde ich auch eine Koka-Kneipe eröffnen.
    Wäre Haschisch erlaubt - wäre ich in Holland Coffee-Shop Betreiber. SCHTONK
    Und dann diese ständigen Vergleiche mit anderen Ländern.
    Andere Länder-Andere Sitten. Wir sind nicht die Iren, nicht Italiener, nicht Franzosen etc. Wir müssen nicht alles gleich machen.
    Ich lebe in Griechenland und ein Rauchverbot für die Griechen - DAS wäre wieder für diese Menschen ungefähr so wie eine Straßenverkehrsordnung: Eine unverbindliche Empfehlung der Regierung.

  32. Freewheelin
    8.12.2006 | 14:00

    Richtig, Rauchen ist eine private Entscheidung. Ebenso, eine Gastwirtschaft zu betreiben, zu betreten und wieder zu verlassen. Ebenso, dort zu arbeiten.
    Über was also redest Du?

  33. R.A.
    8.12.2006 | 14:01

    @Martin:
    > Kneipen und Clubs
    > sind keine
    > privaten Räume.
    Das ist schlichter Unsinn.
    Öffentlicher und privater Besitz sind klar definiert und unterscheidbar.

    Und es ist genau die zunehmende Tendenz des Staates, dem Bürger auch in seinem privaten Bereich zu gängeln, um die es hier in Wirklichkeit geht.

    > Da Gaststätten
    > Arbeitsplätze
    > sind ist der
    > Arbeitsschutz
    > dort vollkommen
    > legitim
    Dieses Argument ist das einzige, daß ich im Privatbereich Gaststätte überhaupt ernst nehmen kann.

    Aber hier muß man halt abwägen: Der Arbeitsschutz kann nicht den Arbeitsplatz selber ad absurdum führen.

    Wer DJ in einer Disko ist, kann nicht verlangen, daß der Arbeitsplatz leise ist wie ein Büro.
    Wer in einer Raucherkneipe arbeitet, muß die Raucher akzeptieren.

  34. Friedel
    8.12.2006 | 14:07

    Da mir Llarian bereits aus der Seele geschrieben hat (ich bin ebenfalls seit über einem Jahrzehnt Nichtraucher und habe viel mehr Angst vor denen, die unsere Freiheit beschneiden wollen als vor der Nähe von Kettenrauchern) nur etwas Anekdotisches: Der “Bahnhof” des kleinen Dorfes in Nordfriesland, in dem ich wohne, liegt weit außerhalb des Ortes und besteht lediglich aus einer Hütte. Von allen Seiten (meist aus Südwest) heult und pfeift der Wind über die einsamen Geleise. Umso mehr amüsiert mich jedes Mal das Schild mit der Aufschrift: “Dies ist ein rauchfreier Bahnhof”. Da dortselbst alle Morgen eine Reihe von Schülern auf den Zug nach Husum wartet, ist der Bahnsteig dennoch mangels Aschenbechern mit Kippen übersäht. Immerhin hätte wegen des ständigen Windes auch ein Timberwolf Mühe, einen Rest von Qualm zu erschnuppern.

  35. Llarian
    8.12.2006 | 14:14

    Immer wieder schön zu sehen, wie mancher seine engstirnige Weltsicht auf andere projezieren muss, die Minderheit der Raucher diskriminiert also die Mehrheit der Nichtraucher und hackt auf diesen rum, indem sie für sich reklamieren in einer Kneipe, wo der Chef das Rauchen explizit gestattet, tatsächlich rauchen. Jo. Aber eins sollte schon dazugesetzt werden. Man spricht nicht für alle Nichraucher, nur weil man meint die eigene Weltsicht sei die richtige. Für mich jedenfalls spricht so jemand nicht. Ich rauche nicht und lege trotzdem Wert darauf, dass einem Wirt nicht verboten wird seine Kneipe zu führen, wie er das will. Ich hab auch keine Tabakaktien. Ich bin nur ein freiheitsliebender Mensch, der auch die Freiheit von anderen schätzt, ich finde das sollte genügen. Der Gegensatz läuft nicht zwischen Rauchern und Nichtrauchern, sondern zwischen Liberalen und Aliberalen und wer von beiden Gruppen verbohrt ist, ist so schwer nicht zu beantworten. Ich glaube auch nicht, dass irgedwelche “NR” die vertriebenen Raucher ausgleichen. Denn das haben die gar nicht nötig. Die gehen nämlich mit den Rauchern halt zuhause einen trinken (wo der Raucher dann rauchen darf, solange sich die Aliberalen da nicht auch noch was ausdeken, kommt bestimmt auch noch), denn die meisten Menschen und damit auch die meisten Nichtraucher haben eben keine Probleme mit Rauchern. Warum auch ?
    Das Problem von aliberalen Menschen ist, dass sie glauben die ganze Welt wäre so drauf wie sie. Und wenn durch diese Dummheit halt ein paar Leute pleite gehen, so what ? Bestimmt findet sich in irgendeinem Ministerium noch Arbeit, wo man dann die nächste Wohltat des Staates durchsetzen kann…..

  36. 8.12.2006 | 14:18

    @Martin:
    Schön, dass Du mich mal wieder bestätigst. Kriegt es in Euren Kopf: Wer gegen ein Rauchverbot ist, muss weder zur Tabaklobby gehören noch von ihr gekauft sein. Er kann auch einfach nur Raucher sein oder jemand, der sich für die Freiheit, zu rauchen, einsetzt. Mann.

    Ich kann echt nicht verstehen warum man Raucher und Nichtraucher immer trennen will, künstliche Gruppen schafft, anstatt beide Gruppe einfach zu ermöglichen, wie in Italien oder Irland, GEMEINSAM Kneipen, Bars und Pubs zu nutzen. Diese Diskussion ist wieder typisch deutsch, einfach machen, und dann ist gut.

    Nein, mein Lieber, nicht “man” will die Raucher und Nichtraucher trennen. Wenn die Raucher sich nicht selbst absondern wollen, bliebe es ihnen ja unbelassen, in den Nichtraucherkneipen zu verkehren. Aber dass Du ihnen verbieten willst, sich selbst abzutrennen, wenn ihnen das ungestörte Rauchen eben mehr wert ist als die Gesellschaft von Leuten, die lieber in Nichtraucherkneipen verkehren, kannst Du mir nicht als Freiheit und Selbstbestimmung verkaufen.

  37. Skeptiker
    8.12.2006 | 14:19

    Herrlich diese Prinzipienreiterei. Liberal versus aliberal. Das hört sich für mich doch sehr fundamentalistisch an. Fakt ist doch, dass heute die Freiheit der Raucher Vorrang vor der Gesundheit der Nichtraucher hat. Was hat das bitteschön mit Liberalität zu tun?

  38. 8.12.2006 | 14:22

    Wenn Freiheit Vorrang hat, hat das für mich eine Menge mit Liberalität zu tun. Man könnte sagen, dass es sogar die Grundlage der Liberalität ist.

  39. Llarian
    8.12.2006 | 14:22

    Wer DJ in einer Disko ist, kann nicht verlangen, daß der Arbeitsplatz leise ist wie ein Büro.

    Warum ist mir der nicht eingefallen, der trifft es wirklich auf den Punkt. Also Disco in Zukunft nur noch 80db maximal ?

  40. 8.12.2006 | 14:25

    @Skeptiker

    Was hat das bitteschön mit Liberalität zu tun?

    Ich schlage vor, dass wir - bevor wir so tief in schwierige Materie einsteigen - erst einmal einfachere Fragen klären:

    Kennst du den Unterschied zwischen Privatem und Öffentlichem?
    Den Unterschied zwischen Verbot und selbstverantwortlichem Handeln?

  41. Freewheelin
    8.12.2006 | 15:15

    @skeptiker

    Fakt ist doch, dass heute die Freiheit der Raucher Vorrang vor der Gesundheit der Nichtraucher hat

    DAS ist tatsächlich FAKT?

    Bist Du gerade von einer Insel der Raucher entflohen, bist Du überhaupt in Deutschland? Europa?
    Welche Fakten - bitte mit Quellenangabe - lassen Dich zu diesem Schluss kommen?
    Der zur Diskussion stehende Gesetzentwurft etwa? Wahnsinn.

    Schwarz ist Weiss, Unwissenheit ist Freiheit, Krieg ist Frieden….

  42. 8.12.2006 | 21:43
  43. 11.12.2006 | 16:21

    Und Kalle mit erweitertem Führungsanspruch. Puh…

  44. googlehupf
    12.12.2006 | 0:56

    @Martin

    “Es stellt soch doch die Frage ob es um die Freiheit der Menschen, oder die Freiheit von Tabaklobbyisten geht.”

    Schöne Phrase. Du hast die Massen von Rauchern vergessen durch die die Tabakindustrie erst zu ihren Umsätzen kommt.

    “Da Gaststätten Arbeitsplätze sind ist der Arbeitsschutz dort vollkommen legitim, und “wer das “staatlichen Eingriff” nennt, muss auch monieren dass das Anbieten und Inverkehrbringen von Gammelfleisch unter Strafe steht,”

    Die Gammelfleischskandale sind Skandale weil nicht für den menschlichen Verzehr geeignetes Fleisch als eben solches verkauft wird. Bei einer Raucherkneipe ist drin was drauf steht.

    “kein Raucher ist gezwungen eine Kneipe aufzusuchen, wem die Rauchfreiheit dort nicht passt, bleibt halt zu Hause! Und die paar verbohrten Hardcoreraucher werden locker von den NR ausgeglichen.”

    So wenig wie Nichtraucher hierzulande gezwungen sind eine Raucherkneipe zu betreten. Der feine Unterschied ist dass es in Zukunft NUR noch Nichtraucherkneipen gäbe.

    “Du könntest ja sonst auch fragen: warum darf ich keine Kneipe für Kokainkonsumenten”

    Kokain ist illegal. Tabak nicht.

    “Ich kann echt nicht verstehen warum man Raucher und Nichtraucher immer trennen will, künstliche Gruppen schafft, anstatt beide Gruppe einfach zu ermöglichen, wie in Italien oder Irland, GEMEINSAM Kneipen, Bars und Pubs zu nutzen. Diese Diskussion ist wieder typisch deutsch, einfach machen, und dann ist gut.”

    Klappt bereits jetzt ganz wunderbar mit dem gemeinsam verbringen. Ist außerdem auch wenig gemeinsam wenn ein Teil der Leute alle 30 Minuten draußen steht.

    “Naja, man kann es eben nicht allen Recht machen und manchmal glaube ich das es nur darum geht auf Nichtrauchern rumzuhacken”

    Ich hacke mit Vorliebe auf mir rum. Und weil du so stark die Liberalität deines Ansatzes betonst hier meine Auffassung wie der auch Aussehen könnte: Arbeite aktiv daran, dass weniger Leute rauchen so dass das Kräfteverhältnis sich deutlich zu uns Nichtrauchern verschiebt und Nichtraucherkneipen die Norm werden.

  45. 12.12.2006 | 1:02

    @googlehupf:
    Naja, ihr seid ja schon die Mehrheit. Bei den Männern mit ca. 70%, bei den Frauen sogar mit ca. 75%. Ansonsten wäre an ein solches Ansinnen wie dieses Rauchverbot ja gar nicht zu denken.

  46. googlehupf
    12.12.2006 | 17:40

    Hmm… ich hatte immer den Eindruck, dass sich das eher im Feld 50/50 bewegt (jetzt mal an meinem Altersjahrgang +- bemessen). Gibts da eventuell stärke Unterschiede in der Altersaufteilung?

  47. 12.12.2006 | 17:53

    Liebe Dein Destatis:

    Raucher nach Geschlecht und Altersgruppe

    Meine Angaben waren nicht ganz korrekt, wie Du sehen kannst, aber lagen nur um wenige Prozentpunkte daneben (wenn man halt aus dem Gedächtnis Zahlen zitiert).

  48. googlehupf
    13.12.2006 | 0:10

    Gut zu wissen die Seite, danke. Ob ich sie lieben kann weiß ich noch nicht. ;)

    Ist auf jedenfall wie ich vermutet habe, dass das Rauchen in der Gruppe männlich, 20-30 Jahre alt am verbreitesten ist.

  49. 13.12.2006 | 0:25

    Das Bundesamt für Statistik (Destatis eben) hat mir schon in manch einer Diskussion erstaunliche Antworten geliefert. Oft konnte ich damit mein Alltagswissen wissenschaftlich untermauern, manches Mal musste ich feststellen, dass meine festen Überzeugungen einem Vergleich mit der Statistik nicht standhalten. Alles in allem habe ich aber gelernt, die Seite zu lieben. :)

    Und diese Vermutung hätte ich auch gehabt. Bemerkenswert ist vor allem die geringe Zahl an Rauchern zwischen 15 und 20, nicht? Ich hatte immer den Eindruck, diese Bengels qualmen alle…

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