13. Dezember 2006
Siemens und die Korruption
Der Siemens-Konzern befindet sich, wie wir alle wissen, im Fokus aktueller Korruptionsermittlungen. Und alle hacken auf diesem Unternehmen herum.
Moralisch darf man das. Zumindest, wenn man bisher weder an den Ergebnissen des Unternehmens noch an dessen Aktienkurs teilnahm. Sorry, dass diese kleine Einschränkung einen Großteil der Empörer ins Abseits stellt. Es werden noch mehr, wenn ich die addiere, die gerne die richtigen Leute bestochen oder noch mehr geschmiert hätten, da Siemens aber unterlegen waren.
Es ist relativ einfach. Wenn du als Unternehmen sauber bleiben willst, dann musst du auf Geschäfte in vielen Staaten verzichten. Es sei denn, du hast etwas, was die anderen nicht haben, aber das wäre auch die Abwesenheit von Konkurrenz. Dann bereite deine Aktionäre mal darauf vor - und Vater Staat.
Ganz ehrlich: Ich halte es für unwahrscheinlich, dass man bei Siemens auf Vorstandsebene nichts gewusst hat. Dazu hing zuviel davon ab. Aber mit Marktwirtschaft hat das nur wenig zu tun. Auf der anderen Seite sitzen nicht umsonst Staatsdiener.
Und wenn “der Vorstandsvorsitzende nicht alles überschauen kann” (IG-Metall Vize Huber), wozu kriegt der dann die Knete?
Verfasst von Rayson um 22:57 Uhr in der Kategorie Wirtschaft (Trackback)