Erkenntnis

Mittlerweile nerven mich auch Pfarrer meiner Kirche mit der Bibelübersetzung in “gerechter Sprache”. Statt “Herr” und “Vater” sind da Krücken wie “Adonaj” oder “die Heilige” zu lesen.

Man scheint unter den Freunden der neuen Übersetzung tatsächlich der Meinung zu sein, bisher hätten die Christen sich Gott mit Schwanz vorgestellt.

Nachtrag: Externspeicher rettete damit meinen Tag (blöder Anglizismus, der hier aber passt).

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4 Kommentare zu “Erkenntnis”

  1. 17.12.2006 | 23:11

    Man scheint unter den Freunden der neuen Übersetzung tatsächlich der Meinung zu sein, bisher hätten die Christen sich Gott mit Schwanz vorgestellt.

    Ich bin ja ansonsten kein Freund von allzu deftigen Formulierungen, aber die gefällt mir irgendwie. Aber merkwürdig ist es schon, denn bei Engeln sind sie ja nicht auf die Idee gekommen sie zu verweiblichen. Damit liegen sie zwar theologisch erfreulich richtig, aber leider scheint das ein Einzelfall zu sein …

  2. 18.12.2006 | 12:47

    In mir hat sich auch was gesträubt, diesen Satz zu schreiben. Aber dann sagte ich mir: “Hey, der Gedanke dahinter ist nicht deiner. Du zitierst ihn nur.”

  3. 18.12.2006 | 19:01

    Die deftige Formulierung gefällt mir. Das Problem ist ja, dass Methaphern, die einen abstrakten und damit auchh kein natürliches Geschlecht besitzenden Gott, jahrhundertelang tatsächlich einigermaßen wörtlich genommen wurden. Gott als älterer, väterlich dreinblickender bärtiger Mann. (Oder als “imaginiertes Alphamännchen”, wie ihn meine atheistischen Freunde zu nennen pflegen.)
    Nun als “Lösung” einfach die Methaphern zu ändern, ähnnelt mich jene mittelalterlichen Mönche, die in der Fastenzeit allerlei Wassergetier zu “Fischen” umdefinierten.

    Nebenbei: Polytheisten haben *dieses* Problem jedenfalls nicht.

  4. 19.12.2006 | 13:33

    Als ich den Artikel gestern las, gab es Martins Kommentar noch nicht. Ich dachte auch spontan an die Vorstellungen aus meiner Kindheit (Gott als bärtiger, weiser, allwissender alter Mann) [bevor jemand fragt: diese Vorstellungen habe ich lange hinter mir gelassen]. Eigentlich gibt es doch aber in der Wurzel der monotheistischen Religionen ein Bilderverbot. Wäre es nicht besser, wenn man sich darauf wieder besinnen würde? Das würde vielleicht auch viele Arten der Vereinnahmung ausschließen (wie z.B. “Im Namen Gottes werden Waffen gesegnet”).

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