Geschlechtergetrennter Unterricht in NRW?

Die CDU-Fraktion in NRW denkt nach einem Bericht auf koeln.de darüber nach zu geschlechtergetrennten Unterricht zurückzukehren.
Dort heisst es:

Die CDU-Landtagsfraktion will den gemeinsamen Unterricht von Jungen und Mädchen an den nordrhein-westfälischen Schulen auf den Prüfstand stellen. Es gebe unter den Abgeordneten den Wunsch, über getrennten Unterricht beispielsweise bei naturwissenschaftlichen Fächern nachzudenken, sagte Fraktionschef Helmut Stahl am Freitag in Düsseldorf bei einem Ausblick auf die Themen des neuen Jahres. [...]

Auftakt der Debatte über dem gemeinsamen Unterricht, die so genannte Koedukation, soll ein Werkstattgespräch der Fraktion im ersten Halbjahr sein, zu dem auch Experten eingeladen werden. Er selbst würde eine Trennung nach Geschlechtern befürworten, wenn feststehe, dass dies beiden Seiten nütze, betonte Stahl. Ziel müsse sein, Jungen und Mädchen gerecht zu werden und am besten zu fördern.

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Wenn ich an Deutschland denke

Erst bescheren sie mir bei immer mehr Sendungen dicke schwarze Balken oben und unten. Und bald soll ich auch noch für eine Technik zahlen, von der ich nichts habe. Weniger Leistung für immer mehr Geld.

Zum Glück sind die Gebühreneinnahmen wegen ihres Zwangscharakters sicher, sonst würde Jürgen Rüttgers, der gerne umweltfreundlich jahrhundertealten ökonomischen Müll “recycelt”, auch noch die böse Globalisierung dafür geißeln, dass ARD und ZDF nicht mehr genug abkassieren können.

Mit Dank an Statler und Waldorf für den Hinweis auf Jürgens neuesten Trip.

Nur zwei Links

“Halt’s Maul, du Opfer” - taz

Südkoreas Verbrecher sind zufrieden - KStA 

Wilde Verschwendung, fair gehandelt

Wie bei jedem Hobby, so gibt es auch beim Karneval, den ich vor einem Jahr für mich entdeckt habe, Seiten, die mir besser, und andere, die mir weniger gut gefallen. Ich bin eher ein großer Freund des Sitzungskarnevals, wo Amateure und Profis gleichermaßen auf der Bühne erscheinen und sich Mühe geben, andere zu unterhalten. Wenn ein Dreigestirn mit großem Hallo bei einem Altenclub empfangen wird, wo sie gemeinsam mit den alten Menschen zu deren großer Freude Karnevalslieder aus ihrer Kindheit singen, rührt mich das ebenso, wie wenn bei der Sitzung des Integrationsvereins “Hand in Hand” hier in Pulheim Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam kostümiert einen Sonntagnachmittag lang fröhlich feiern.

Weniger anfangen kann ich persönlich mit dem Straßenkarneval. Vor allem mit den Karnevalsumzügen habe ich so meine Probleme - zu kalt ist es, zu viele Menschen sind für meinen Geschmack zu dicht gedrängt. Vor allem aber, wenn ich nach dem Zug sehe, wie die Straßenreinigung etliche Tonnen “Kamelle” von der Straße fegt, die einfach achtlos auf dem Boden liegen geblieben sind, finde ich das sehr schade. Bücken tut sich heute eh kaum noch einer nach Bonbons, weil das Wurfmaterial immer teurer und reichhaltiger geworden ist. Diese fröhliche Verschwendung ist zwar auch Brauchtum, aber etwas unwohl fühle ich mich dabei dennoch - nur habe ich mich damit abgefunden, dass sie nun einmal stattfindet.

Was mich heute aber amüsiert hat, sind andere, die ebenfalls solche moralischen Bedenken haben. Allerdings geht es der Kampagne “Jecke Fairsuchung” nicht etwa darum, die Verschwendung (wie auch immer) zu minimieren, vielleicht weniger Wurfmaterial zu verwenden - nein, das wild herumgeworfene, zertrampelte und aufgekehrte Wurfmaterial soll einfach nur aus “fairem Handel” kommen. Irgendwie paradox, oder nicht?

Verbrechensbekämpfung “Hamburger Schule”

Hamburg gilt traditionell als Hochburg liberaler und toleranter Einstellungen. Für die Hamburger Innenpolitik gilt das seit einigen Jahren nicht mehr. Treibende Kraft bei diesem Abbau der Bürgerrechte ist Innensenator Udo Nagel, und sein besonderes “Steckenpferd” ist das Jugendstrafrecht, auf diesem Gebiet ergreift er auch bundespolitische Initiative.
hpd-online hat sich in einem Artikel mit diesem Problem beschäftigt - und damit, was Jochen Goerdeler, als Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ) ein ausgewiesener Fachmann, vom der “knallharten” Linie Nagels hält: Warnschussarrest” und „Killerspiel”-Verbot.

Nun sind deutsche Innenminister, egal welcher politischen Richtung, für ihren gesetzgeberischen Aktionismus und ihr gespanntes Verhältnis zu Bürger- und Menschenrechten bekannt.
Udo Nagel
ist dennoch ein Sonderfall: (mehr…)

Gerechtigkeit und Mathe

Ich möchte den lesenswerten Beitrag von Karl Stritzinger bei “F.M.R.” nicht darauf reduzieren, aber die Frage drängt sich mir auf: Welchen Einfluss haben Mathematik-Kenntnisse auf das, was von einer gegebenen Zahl von Menschen als “verteilungsgerecht” empfunden wird?

Meine Vermutung: Dass jemand mit einem zehnmal so hohen Einkommen zehnmal soviel Steuern zahlt, finden die meisten wahrscheinlich richtig. Eine “Flat Tax” hingegen würden dieselben Menschen sofort empört ablehnen.

Bundesliga-Notizen: 18. Spieltag (Teil 2)

Zeichen, dass der ungarische Fußball am Boden ist: Kaum ein Reporter weiß die Namen ungarischer Spieler richtig auszusprechen.

Ungarn sind keine Slawen. Daher: “s” bitte wie “sch”, und “sz” wie “s”. Und obwohl Gabor inzwischen in der Premier League seine graue Schlabberhose spazierenträgt: “ly” wie “j”. Für das ungarische “gy” gibt es keine deutsche Entsprechung (die Zunge muss an den Gaumen), aber “dj” wäre das Ähnlichste. (mehr…)

Gegenstrom-Journalismus

In einigen Blogs wurde am Freitag über einen vorab veröffentlichten F.A.S.-Artikel zum Thema »Web 2.0« diskutiert. Heute ist der komplette Artikel in der »F.A.S« erschienen. Die vorab veröffentlichten Teile können auch online gelesen werden: Artikel 1 und Artikel 2. In der abgedruckten Version sind handwerkliche und fachliche Fehler enthalten, die F.A.S.-Journalisten in der Rubrik Wissenschaft eigentlich nicht passieren dürften.

Die Kommentare zur Vorveröffentlichung des Artikels auf faz.net werden als Lesermeinungen gekennzeichnet. Die Autoren zitieren in diesem Zusammenhang aber auch das Handelsblatt-Blog von Thomas Knüwer und darunter den Kommentator Felix Deutsch, ohne dass diese drei Rollen unterschieden werden.

Das inzwischen geflügelte Wort von der »Seuche Internet« wird »Journalisten« zugeschrieben, obwohl es eine eindeutige Quelle gibt und der Autor nicht unbekannt ist.

Auf Seite 63 wird dann postuliert:

So wanken nicht nur die ethischen Standards des Journalismus, sondern auch die erprobte Praxis, den Informationsfluss »bottom down« zu halten, also den Leser oder Zuschauer ausschließlich als Endverbraucher zu betrachten.

Es gibt einen Informationsfluss »top-down« und es gibt einen Informationsfluss »bottom-up«. Beide können miteinander kombiniert werden: im Zusammenhang mit Planungsprozessen gibt es beispielsweise den Begriff Gegenstromverfahren. Vielleicht sollten sich Journalisten und Blogger auch auf ein solches Gegenstromverfahren einigen? Die beiden Autoren können davon eigentlich nur profitieren: in den beiden [gedruckten] F.A.S.-Artikeln werden teilweise unzureichend recherchierte Informationen über das Usenet mit Gemeinplätzen über Foren, Blogs, ebay und das WWW vermischt.

Noch eine Bemerkung zu den wankenden ethischen Standards [können Standards eigentlich wanken?]: Wenn die Computerseite meiner Lokalzeitung großenteils mit anscheinend sehr oberflächlich umformulierten Pressemitteilungen und Werbetexten gefüllt wird, dann hat das sicher nichts mit Web 2.0 zu tun. Es könnte aber passieren, dass ich eines Tages mein Abo kündige und mich nur noch im Web informiere …

Verstörende Frage

Sind Waffenfetischisten eigentlich liberal?

Bundesliga-Notizen: 18. Spieltag (Teil 1)

Wer “Urwaldlaute” ausstößt, muss selbst ein Primat sein.

Schneefallprobe: Waschlappen spielen mit langem Unterhemd und Handschuhen (Schweinsteiger), echte Kerle mit kurzen Ärmeln (van Buyten).

Beobachtung

Weil es mir nicht zum ersten Mal auffällt, sei folgende These aufgestellt:

Schnee und Eis treffen stets pünktlich zum Ende der Bundesliga-”Winterpause” ein.

Niedlich

Ich gestehe ja, dass ich mir das Schlachten von Robben nur unter seelischem Schmerz ansehen könnte. Aber das Gleiche gilt für das Schlachten von Lämmern, Kühen und allem, was niedlich oder lieb aussieht. (Das Schlachten von Hähnen übers Herz zu bringen, habe ich mit Mühe und notgedrungen inzwischen gelernt.)
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Seltsames zu Zecken

In den letzten Tagen wird immer wieder vor Zeckenbissen gewarnt. Das ist gut so, denn die diese kleinen Spinnen können ganz gemeine Krankheiten übertragen. (mehr…)

Umkehr

Aus der Netzeitung:

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat die Diskussion über sein Bekenntnis, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein, in Form von Lyrik bewältigt. «Er wehrt sich gegen seine Kritiker. Aber ganz leise – mit Gedichten», sagte sein Freund Volker Neuhaus dem Kölner «Express». «Dummer August» heißt der lyrische Zyklus, der im März erscheint. Der Titel ist eine Anspielung auf den vergangenen August, als die Debatte ihren Höhepunkt erreichte.

So weit. so gut und vielleicht auch so verständlich. Aber dann:

Dazu habe Grass Zeichnungen gemacht, etwa Baum- und Selbstporträts. »Eines zeigt ihn mit spitzem Hut. Da kann man an die spitzen Hüte denken, die Juden im Dritten Reich tragen mussten«, so Neuhaus.

Das ehemalige Mitglied der Waffen-SS als verfolgter Jude. Dass diesem “Freund” bei so etwas nicht die Worte im Hals steckenbleiben, kann ich nicht begreifen.

Mal ganz abgesehen davon, dass der gute Mann sich wohl auch noch um ein paar Jahrhunderte vertan hat.

Wozu eigentlich “Anti-Amerikanismus”?

Da sausten kürzlich ein paar Beiträge dazu durch benachbarte und gegenüberliegende Blogs, und ausgerechnet den Nachbarn muss ich widersprechen. Grundsätzlich lässt sich schon einmal feststellen: Anti-Amerikanismus ist ein Begriff, mit dem eine bestimmte Meinung oder Einstellung diskreditiert werden soll. Keiner sagt von sich, er wäre Anti-Amerikaner. Man bekommt das immer nur von Gegnern vorgehalten, also so ähnlich wie bei den Begriffen “Anti-Semitismus” und “Neoliberalismus”. (mehr…)

Geschäftsklima bricht ein: Eine Überraschung?

Im Januar ist der GfK-Konsumindikator eingebrochen wie in keinem Monat der letzten 25 Jahre zuvor. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex hat sich verschlechtert.

Spiegel Online nennt diese Entwicklung “überraschend” und alle in diesem Artikel zitierten Wirtschaftsforscher sehen den Rückgang durch die Mehrwertsteuererhöhung begründet und halten dies deshalb nur für einen kurzfristigen Effekt. (Der Titel “Steuerschock schlägt auf die Stimmung” klingt mal wieder extrem nach Boulevard, aber das nur mal am Rande).

Dies sieht zumindest Robert von Heusinger vom Zeit-Herdentrieb anders: (mehr…)

Darf man mal fragen?

Nur nebenbei erfährt man, dass die Bundesregierung die Maut erhöht.
Gar nicht erfährt man, wie sie das begründet.

Auf Tiefensees Ministerseiten ist zwar von Ökologie und Innovation und Gerechtigkeit zu lesen. Aber diese Begriffsblasen hört man ja bei jedem Thema und bald wohl auch schon bei der Einweihung einer neuen Bundestagstoilette.

Und bitte: Hegt nicht die Illusion, dass die Maut ja nur von den Transporteuren bezahlt würde. Ratet mal, an wen die diese Kosten weitergeben!? Was Tiefensee da also mit der Mauterhöhung macht ist unterm Strich nichts anderes als eine Steuererhöhung. Außer für autark lebende Hippies, natürlich.

Wundert mich nicht

Bei einer Anstalt, deren Methoden und Mentalität oft irgendwo zwischen Drückerkolonne, Blockwart und Russisch Inkasso angesiedelt zu sein scheinen, wundert mich so etwas eigentlich gar nicht…

Erinnerung

Hatte ich schon erwähnt, wie geil “SmoothVibes” ist? Wohl ja. Und Amarok ist keinen Deut schlechter.

Rayson an Teambank

Sehr geehrte Teambanker,

wenn ihre Marketing-Strategie darauf abzielen sollte, diejenigen als Kunden zu gewinnen, die man neuerdings als “Prekariat” bezeichnet, dann könnte ich Ihnen nur mit ethischen Argumenten kommen. Notlagen Schwacher auszunutzen ist nichts, dessen man sich in restchristlichen Gesellschaften rühmen könnte.

Aber ich vermute etwas anderes. Nämlich, dass irgendetwas Sie auf die Idee gebracht hat, dass alles Anglophone immer gut, chic, neu und natürlich (hoffe ich wenigstens für Ihre Aktionäre) rentabel sei, während alles Deutsche nur als schlecht, überholt, veraltet und ineffizient zu beurteilen wäre.

Wollen wir bei “easycredit” anfangen? Bei allem Respekt vor Lionel Richie: Was “easy” ist, kann Ihnen kein Deutscher sagen. Wissen Sie es? Ok, dass “credit” was mit “Kredit” zu tun haben soll, begreifen wir schon - aber warum müssen Sie uns das unnötig kompliziert machen? (mehr…)

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