SPD folgt Milton Friedman?

Heute ist in der Welt zu lesen, dass die SPD die negative Einkommenssteuer einführen will?
Ist das nicht eigentlich ein liberales Konzept? Weiß das Frau Nahles schon?

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7 Kommentare zu “SPD folgt Milton Friedman?”

  1. 5.01.2007 | 16:48

    Quatsch Friedman. Das hat der neue SPD-Weltökonom Bofinger erfunden. Und die SPD bewegt sich da ganz in ihrer neueren Tradition als Volkspartei:

    Die Finanzierung der Steuergutschriften lässt das Papier ebenso offen wie Details des Vorhabens.

  2. Llarian
    5.01.2007 | 17:13

    Werter Boche, sagt Dir das Konzept Adapt and corrupt etwas ? Konfuzius traf es auf den Punkt, die Ordnung wird durch die Verwirrung der Begriffe zerstört. Liberale verstehen unter dem Abbau von Subventionen, dass man einem Konzern keine Millionen mehr zuschüttet. Sozis verstehen darunter, dass man auf Kersosin mehr Steuern nimmt. Was Milton Friedman unter negativer Einkommenssteuer versteht ist auch definiert. Was Frau Nahles darunter versteht ist vermutlich etwas diametral anderes.

  3. R.A.
    5.01.2007 | 17:13

    Da muß man aufpassen. Selbst die Schlaraffenland-Sozialisten des “bedingungslosen Grundeinkommens” behaupten manchmal, das wäre irgendwie von Friedman.

    Es ist aber nicht automatisch liberal, wenn ausnahmsweise auch mal Geld vom Staat zum Bürger fließt.

    Und wenn es um die entscheidenden Details geht, garantiert ein Name wie Bofinger zuverlässig dafür, daß es unterm Strich nur um eine neue Abzocke geht.

  4. 5.01.2007 | 17:56

    Ich bin mir nicht sicher, ob Frau Nahles für diesen Entwurf gestimmt hat - denn es ist in der Tat nicht so ganz auf der Linie, die die SPD in letzter Zeit verfolgt hat. Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls, dass sich die Sozialdemokraten auf die FDP und ihre Konzepte zubewegen.

    Übrigens sind die ad hominems hier in den Kommentaren nicht geeignet, mich vom Gegenteil zu überzeugen…

  5. R. A.
    5.01.2007 | 20:18

    @Karsten:
    > Übrigens sind die ad hominems hier
    > in den Kommentaren nicht geeignet,
    > mich vom Gegenteil zu überzeugen…
    Das ist völlig richtig.
    Dafür waren sie natürlich auch nicht gedacht.

    Ad hominems sind völlig erlaubt, um satirischen Schmäh zu kolorieren.

    Sie wären unangebracht in einer inhaltlichen Diskussion, vor allem wenn sie Argumente ersetzen sollen.

    Und in diese Diskussion steigen wir erst ein, wenn die SPD Details vorgelegt hat.

    Bis dahin bleibe ich bei meiner durch jahrzehntelange Erfahrung gefestigten Skepsis ;-)

  6. 6.01.2007 | 11:43

    @R.A.:
    Wenn man nur bei der CDU genau so skeptisch wäre… da herrscht ein irgendwie blindes Grundvertrauen bei vielen Parteifreunden und “Gesinnungsgenossen”, das ich überhaupt nicht kapiere. Nur bei der SPD machen viele ständig einen auf Klassenkampf und sehen nicht ein, dass man auch da Kompromisse machen könnte…

    Naja, aber vermutlich hast Du mit deiner Skepsis sogar recht, und ich muss bald zugeben, dass ich zu leichtgläubig war. :)

  7. 6.01.2007 | 11:53

    Ich sehe es ähnlich wie Karsten. Erst einmal abwarten bis die Details bekannt sind.
    Wie die Details nachher auch aussehen, schlimmer als die SPD-Dauerforderung nach einem Mindestlohnkann es schon nicht werden.

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